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Mittwoch 31.10.2012 - Profis

Vfb-coach labbadia: Pokalfight möglich

Der FC St. Pauli tritt am Abend in der 2. Runde des DFB-Pokals beim VfB Stuttgart an. Mit Bruno Labbadia, dem Coach der Schwaben, haben wir uns über diie bisherige Saison, natürlich aber auch zur anstehenden Partie unterhalten. Der Trainer weiß um die Gesetze des Pokals und wird seinen Akteure klarmachen, unsere Kiezkicker nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.


Am Mittwochabend steht das Pokalspiel gegen unsere Kiezkicker an. Wie wichtig war der zurückliegende Ligaerfolg gegen Frankfurt im Hinblick auf die kommenden Partien gegen unseren FC St. Pauli und Borussia Dortmund am Sonnabend?
In der Regel profitiert man immer von Siegen. Wir haben nicht nur im Spiel gegen Eintracht Frankfurt eine gute Leistung gezeigt, sondern uns in den vergangenen Wochen Schritt für Schritt nach oben gearbeitet und Punkte gesammelt, obwohl wir einige Rückschläge in Form von Verletzungen verkraften mussten. Jetzt wollen wir den Schwung aus diesen Partien mit in die Pokalaufgabe gegen St. Pauli nehmen.

Sie haben sich sicherlich bereits ein Bild vom kommenden Pokalgegner machen können. Wie haben Sie die Geschehnisse beim FC St. Pauli und die sportliche Situation in den vergangenen Wochen verfolgt?
Die Entwicklung anderer Vereine beobachtet man immer ein wenig, aber die intensive Vorbereitung hat erst nach dem Spiel gegen Frankfurt begonnen. St. Pauli hat gegen Dresden tolle Moral gezeigt und das Spiel noch gedreht. Das gab sicher Selbstvertrauen. Zudem steht mit Michael Frontzeck ein erfahrener Trainer an der Seitenlinie, der genau weiß, wie er sein Team auf so ein Pokalspiel vorbereiten muss.

Während beim FC St. Pauli ein Wechsel auf der Trainerbank erfolgte, hielt der VfB trotz des durchwachsenen Saisonstarts an Ihnen fest. Zuletzt lief es dann mit zehn Punkten aus vier Spielen auch mehr als gut. Was ist in den vergangenen Wochen passiert, dass der Erfolg zurückgekehrt ist?
Wir haben einfach versucht, weiter in Ruhe zu arbeiten. Was in unserer Mannschaft steckt, hat die letzte Rückrunde gezeigt. Wir wissen jedoch auch, dass wir in jedem Spiel an die 100 Prozent gehen müssen, ansonsten wird es ganz schwer in dieser ausgeglichenen Liga zu bestehen. Das haben wir anfangs nicht immer geschafft. Jetzt treten wir wieder sehr geschlossen auf, Einsatz- und Laufbereitschaft stimmen. Und mit jedem Erfolg steigt dann das Selbstvertrauen.


Der VfB geht als klarer Favorit in die Zweitrundenpartie, zumal das Spiel daheim ausgetragen wird. Was werden Sie ihren Spielern mit auf den Weg geben, damit diese das Team von Michael Frontzeck nicht unterschätzen werden?
Schon allein die erste Runde hat gezeigt, dass man keinen Gegner auf die leichte Schulter nehmen sollte. Wir werden das ganz sicher nicht tun und versuchen, an die Leistungen der vergangenen Partien anzuknüpfen. Klar ist, dass wir in die nächste Runde einziehen wollen.

Wird das Pokalspiel für Sie als ehemaliger Trainer unseres Stadtrivalen, dem Hamburger SV, eine besondere Partie? Oder spielt die Vergangenheit am Mittwochabend überhaupt keine Rolle?  Was für ein Spiel erwarten Sie am Mittwoch?
Auch wenn ich bei dem anderen Hamburger Verein gearbeitet habe, habe ich schon immer eine große Sympathie für den FC St. Pauli. Zudem freue ich mich auf das Wiedersehen mit einem alten Weggefährten. Mit Rachid Azzouzi verbindet mich eine tolle gemeinsame Zeit. Wir erwarten einen Gegner, der sein Glück nicht unbedingt in der Offensive suchen wird. Es kann ein echter Pokalfight werden, den wir in jedem Fall annehmen werden.

 

Vielen Dank für das Interview!

 

(hb)

Fotos: Witters

 

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