Freitag, 24. April, 2009
Geärgert ja, aber die Punkte gehen nach Freiburg
"Einsatz, Kampf und Laufbereitschaft." Der FC St. Pauli setzte die von André Trulsen geforderten typischen St. Pauli-Tugenden über die gesamte Spielzeit hinweg um. So war die Mannschaft am Freitagabend das spielbestimmende Team und ging sogar in Führung. Doch dem SC Freiburg genügten zwei Chancen zum Erfolg...
Was soll das braun-weiße Herz heute nur denken!? Da spielt sich der FC St. Pauli in einen wahren Rausch, dominiert das Spiel und führt den Spitzenreiter vor. Doch was steht am Ende auf der Anzeigentafel? 1:2! Ein glücklicher Sieg, wie selbst der Gäste-Trainer im Anschluss eingestand.
Kaum waren alle Zuschauer auf ihren Sitzen, zappelte der Ball bereits im Netz. Doch der Treffer von Morike Sako in der 2. Minute wurde abgepfiffen, da sich Thomas Meggle bei dem Freistoß von Timo Schultz im Abseits befunden hat.
In der Folge gab der FC St. Pauli klar den Ton in dieser temporeichen Partie an. In der 17. Minute bot sich die nächste gute Möglichkeit für die Braun-Weißen, als David Hoilett Marius Ebbers schickte, der nach rechts auf Morike Sako ablegte. Doch der Ball war schneller als Sakos Fuß. Drei Minuten später war es erneut Sako, der für ein Raunen sorgte. Nach Pass von Hoilett schoss er die Kugel aus der Drehung heraus an den Pfosten.
Nach einer guten halben Stunde gab es dann das erste Lebenszeichen vom SC Freiburg – dies jedoch ein unrühmliches. Erst geraten Gäste-Trainer Robin Dutt und Thomas Meggle an der Außenlinie aneinander, kurz darauf wechselte Dutt den Gelb-Rot gefährdeten Yacine Abdessadki aus. Ein Pfeifkonzert, eine misshandelte Auswechselbank sowie ein erneutes Pfeifkonzert waren das Ergebnis. Als kurz darauf Co-Trainer Damir Buric auf die Tribüne verwiesen wurde, hatten die Freiburger Gemüter ihren Siedepunkt erreicht.
Die Antwort des FC St. Pauli: das 1:0 durch Björn Brunnemann. Der Treffer fiel in der 42. Minute nach schöner Vorlage von Morike Sako. Mit dieser verdienten Führung gingen die Teams in die Halbzeit.
Die zweite Hälfte begann ebenso dominant, wie die erste endete. Zwei Treffer, die beide aufgrund von Abseitsstellungen abgepfiffen wurden. Erst war es Sako in der 47. Minute, zwei Minuten später traf es Marius Ebbers.
Auch in der Folge verpasste die Elf von Holger Stanislawski es, die Führung auszubauen. So kam es, wie es wohl immer kommen muss: der SC Freiburg glich aus. Beim Freistoß von Julian Schuster in der 63. Minute rutschte Mathias Hain weg und Heiko Butscher konnte ungehindert zum 1:1 einschieben.
Dies war die erste wirkliche Chance für die Gäste, die zweite folgte – in der Zwischenzeit passierte tatsächlich nichts Erwähnenswertes – in der 77. Minute. Nach Vorarbeit vom eingewechselten Vitali Rodionov markierte Mahamadou Idrissou das 1:2. Effektivität nach Maß.
In der 80. Minute zog David Hoilett zwar aus der Drehung noch einmal ab, doch Simon Pouplin rettete seiner Mannschaft mit einer Glanzparade die drei Punkte.
Ein durchaus glücklicher Sieg, wie auch Robin Dutt in der anschließenden Pressekonferenz anmerkte: „Der FC St. Pauli war die bessere Mannschaft und hätte ganz klar mit drei Punkten belohnt werden müssen.“ Für Holger Stanislawski gab es an diesem Abend „wenige schlechte Spieler auf dem Platz – und das von mir peniblem Menschen. Ich kann meiner Mannschaft nur ein riesen großes Lob für diese Leistung aussprechen.“
Zu guter Letzt die letzte Szene der Partie: die FC St. Pauli-Fans erwiesen sich als faire Verlierer, indem sie „Nie mehr 2. Liga!“ skandierten. Eine Geste, die die Münder der SC-Spieler noch eine Weile offen stehen ließ.
FC St. Pauli
Mathias Hain - Florian Lechner, Fabio Morena, Ralph Gunesch, Jan-Philipp Kalla - Timo Schultz (73. Fabian Boll), Thomas Meggle (81. Ömer Sismanoglu) - David Hoilett, Björn Brunnemann (61. Alexander Ludwig) - Morike Sako, Marius Ebbers
Trainer: HolgerStanislawski
SC Freiburg
Simon Pouplin - Daniel Schwaab, Pavel Krmas, Ömer Toprak, Heiko Butscher - Ivica Banovic (80. Oliver Barth), Julian Schuster - Yacine Abdessadki (34. Andreas Glockner), Jonathan Jäger - Mahamadou Idrissou, Tommy Bechmann (62. Vitali Rodionov)
Trainer: Robin Dutt
Tore: 1:0 Brunnemann (42.), 1:1 Butscher (63.), 1:2 Idrissou (77.)
Gelbe Karten: Sako - Abdessadki, Butscher, Rodionov
Zuschauer: 23.201
Kaum waren alle Zuschauer auf ihren Sitzen, zappelte der Ball bereits im Netz. Doch der Treffer von Morike Sako in der 2. Minute wurde abgepfiffen, da sich Thomas Meggle bei dem Freistoß von Timo Schultz im Abseits befunden hat.
In der Folge gab der FC St. Pauli klar den Ton in dieser temporeichen Partie an. In der 17. Minute bot sich die nächste gute Möglichkeit für die Braun-Weißen, als David Hoilett Marius Ebbers schickte, der nach rechts auf Morike Sako ablegte. Doch der Ball war schneller als Sakos Fuß. Drei Minuten später war es erneut Sako, der für ein Raunen sorgte. Nach Pass von Hoilett schoss er die Kugel aus der Drehung heraus an den Pfosten.
Nach einer guten halben Stunde gab es dann das erste Lebenszeichen vom SC Freiburg – dies jedoch ein unrühmliches. Erst geraten Gäste-Trainer Robin Dutt und Thomas Meggle an der Außenlinie aneinander, kurz darauf wechselte Dutt den Gelb-Rot gefährdeten Yacine Abdessadki aus. Ein Pfeifkonzert, eine misshandelte Auswechselbank sowie ein erneutes Pfeifkonzert waren das Ergebnis. Als kurz darauf Co-Trainer Damir Buric auf die Tribüne verwiesen wurde, hatten die Freiburger Gemüter ihren Siedepunkt erreicht.
Die Antwort des FC St. Pauli: das 1:0 durch Björn Brunnemann. Der Treffer fiel in der 42. Minute nach schöner Vorlage von Morike Sako. Mit dieser verdienten Führung gingen die Teams in die Halbzeit.
Die zweite Hälfte begann ebenso dominant, wie die erste endete. Zwei Treffer, die beide aufgrund von Abseitsstellungen abgepfiffen wurden. Erst war es Sako in der 47. Minute, zwei Minuten später traf es Marius Ebbers.
Auch in der Folge verpasste die Elf von Holger Stanislawski es, die Führung auszubauen. So kam es, wie es wohl immer kommen muss: der SC Freiburg glich aus. Beim Freistoß von Julian Schuster in der 63. Minute rutschte Mathias Hain weg und Heiko Butscher konnte ungehindert zum 1:1 einschieben.
Dies war die erste wirkliche Chance für die Gäste, die zweite folgte – in der Zwischenzeit passierte tatsächlich nichts Erwähnenswertes – in der 77. Minute. Nach Vorarbeit vom eingewechselten Vitali Rodionov markierte Mahamadou Idrissou das 1:2. Effektivität nach Maß.
In der 80. Minute zog David Hoilett zwar aus der Drehung noch einmal ab, doch Simon Pouplin rettete seiner Mannschaft mit einer Glanzparade die drei Punkte.
Ein durchaus glücklicher Sieg, wie auch Robin Dutt in der anschließenden Pressekonferenz anmerkte: „Der FC St. Pauli war die bessere Mannschaft und hätte ganz klar mit drei Punkten belohnt werden müssen.“ Für Holger Stanislawski gab es an diesem Abend „wenige schlechte Spieler auf dem Platz – und das von mir peniblem Menschen. Ich kann meiner Mannschaft nur ein riesen großes Lob für diese Leistung aussprechen.“
Zu guter Letzt die letzte Szene der Partie: die FC St. Pauli-Fans erwiesen sich als faire Verlierer, indem sie „Nie mehr 2. Liga!“ skandierten. Eine Geste, die die Münder der SC-Spieler noch eine Weile offen stehen ließ.
Maren Harre
Fotos: Antje Frohmüller
Fotos: Antje Frohmüller
FC St. Pauli
Mathias Hain - Florian Lechner, Fabio Morena, Ralph Gunesch, Jan-Philipp Kalla - Timo Schultz (73. Fabian Boll), Thomas Meggle (81. Ömer Sismanoglu) - David Hoilett, Björn Brunnemann (61. Alexander Ludwig) - Morike Sako, Marius Ebbers
Trainer: HolgerStanislawski
SC Freiburg
Simon Pouplin - Daniel Schwaab, Pavel Krmas, Ömer Toprak, Heiko Butscher - Ivica Banovic (80. Oliver Barth), Julian Schuster - Yacine Abdessadki (34. Andreas Glockner), Jonathan Jäger - Mahamadou Idrissou, Tommy Bechmann (62. Vitali Rodionov)
Trainer: Robin Dutt
Tore: 1:0 Brunnemann (42.), 1:1 Butscher (63.), 1:2 Idrissou (77.)
Gelbe Karten: Sako - Abdessadki, Butscher, Rodionov
Zuschauer: 23.201

















