Sonntag, 25. Oktober, 2009
Max Kruse rettet einen Punkt gegen Energie Cottbus
FC St. Pauli gegen Energie Cottbus. Das ist seit dieser Saison wieder das Duell Holger Stanislawski gegen Claus-Dieter Wollitz.
Ein Duell zweier Trainer, zweier echter Typen. Auf die Ähnlichkeit angesprochen antwortet Stanislawski: „Wir leben und lieben diesen Sport. Das verbindet uns. Am Spielfeldrand sind wir immer zu 100% Prozent bei unserer Mannschaft.“ Lange Jahre spielten die Beiden erst gegeneinander. Nun sind sie wieder Gegner. Auch wenn „Pelè“ Wollitz die Gemeinsamkeiten mit einem Zwinkern wegwischt: „Emotional ist der Stani doch total entspannt. Der hat doch 8 Punkte mehr als wir auf dem Konto.“ Ein Grund warum die Beiden sich trotz aller Freundschaft nichts schenken wollen.
Holger Stanislawski baute wieder auf eine starke Zentrale. Fabian Boll kehrt wieder in die Mannschaft zurück. Ansonsten vertraut der Trainer seiner Elf aus Oberhausen. Cottbus erwartet St. Pauli tief gestaffelt. Echte Chancen gibt es in den ersten Minuten keine. Immer wieder setzen die Kiezkicker kleine Nadelstiche. Gefährlich wird es nach siebzehn Minuten das erste Mal. Florian Lechner erobert den Ball in der eigenen Hälfte, setzt zu einem Solo an und vollendet eben dieses mit einem Schuss aus 18 Metern neben das Tor. Wollitz tobt in bester Manier an der Seitenlinie.
„Insgesamt war es ein schlechtes Spiel. Langweilig, mutlos und wenig attraktiv.“ Das wird Holger Stanislawski nach Abpfiff zu Protokoll geben. Und es trifft zu. Torchancen sind Mangelware. Aufreger gibt es trotzdem. Die 30. Spielminute: Charles Takyi tritt zur Ecke an. Und plötzlichen fliegen Gegenstände auf den kleinen Offensivmann zu. Erst als zwei Cottbuser zum Fanblock gehen, beruhigt sich die Situation. Die Ecke bringt nicht viel, den geklärten Ball bringt erneut Takyi zu Ralph Gunesch – der zieht volley ab! Knapp drei Meter über den Kasten.
Cottbus nicht mit dem unbedingten Willen das Spiel zu gestalten. Offensiv geht es höchstens Mal über die beiden schnellen Außenspieler Radu und Kweuke. Bislang aber ohne großen Erfolg. Drei Chancen gibt es vor der Pause noch zu sehen, die bislang besten des Spiels. Cottbus mit einem Energieschub. Stanislav Angelov bedient Emil Jula am Sechzehnmeter-Raum, der Stürmer zieht sofort ab – der Ball landet am Außennetz (40.). Die erste richtig gute Chance der Gäste. Im Gegenzug muss Charles Takyi eigenlich zur Führung einschieben. Flo Bruns tanzt zwei Cottuser aus, spielt den Ball in den Lauf des Regisseurs. Den schwachen Linksschuss von Takyi aber hält Gerhard Tremmel ohne Probleme. Das war aber noch nicht alles. 45. Minute: Aus dem Nichts die Riesenchance zur Führung. Deniz Naki und Marius Ebbers, wunderbar von Lehmann freigespielt, tauchen vor Tremmel auf. Der 20jährige versuchts allein, übersieht Ebbers und schießt dem Cottbuser Schlussmann ans Bein.
Die Führung wäre inzwischen verdient. Holger Stanislawski übrigens verfolgt die ersten 45. Minuten reglos. Kein Gestikulieren, kein Aufspringen. Dafür ist der Coach immer wieder im Gespräch mit André Trulsen. Zufrieden sieht das Trainerteam nicht aus. „Die erste Hälfte wird unserem Anspruch nicht gerecht. Da hat die geistige Frische gefehlt. Der Rucksack den einige Spieler heute aufhatten war wohl etwas zu schwer.“
In der Kabine scheint der Coach die richtigen Worte zu finden. St. Pauli kommt mit frischer Kraft aus der Pause. Eine Angriffswelle nach der anderen rollt auf den Cottbuser Strafraum zu. Zeit für eine Spielunterbrechung scheinen sich einige Gästefans zu denken. Einige Chaoten versuchen mit aller Macht den schlechten Ruf der Energie-Anhänger zu bestätigen. Bengalos und Rauchbomben sorgen für eine minutenlange Pause. Szenen die auch dem Gästetrainer sichtlich unbehaglich waren: „Ich möchte mich ausdrücklich für das Verhalten einiger Chaoten entschuldigen und uns als Verein davon distanzieren. So etwas hat auf dem Platz nichts zu suchen, zumindest nicht da wo ich Trainer bin!“
In der 56. Minute stellt Leonard Kweuke den Spielverlauf auf den Kopf. Einen langen Pass auf Emil Jula klärt Rothenbach eigentlich, der Stürmer aber erläuft das Leder, flankt und Kweuke steht goldrichtig. Sein Kopfball bedeutet die 1:0 Führung der Gäste. Beide Trainer reagieren. „Pelé“ Wollitz mit Riesenfreude. Holger Stanislawski mit einem Dreifachwechsel: Boll, Takyi und Naki verlassen den Platz. Sako, Kruse und Hennings kommen (60.).
Nur sieben Minuten später zahlt das Risiko sich aus. Eckball Lehmann auf den Elfmeter-Punkt. Tremmel klärt zur Mitte – dort steht Max Kruse. Und der Youngster haut den Ball in die Maschen. Ausgleich und Startschuss für die Aufholjagd. Aber weder Gunesch (86.), noch Bruns (87.), noch Ebbers per Kopf (88.) und Morike Sako (90. +4) können den Siegtreffer erzielen. Dann ist Schluss. Ein Punkt ist zuwenig für den FC St. Pauli. Zumindest die Trainer aber sind am Ende wieder auf einer Wellenlänge
Wollitz: „Alles in allem geht das 1:1 in Ordnung.“
Stanislawski: „Da gebe ich Pelé Recht, unterm Strich ein gerechtes Ergebnis.“
Wollitz: „Stani, dir und deiner Mannschaft noch alles Gute!“
Stimmen zum Spiel gibts wie immer in der Flimmerkiste!
Holger Stanislawski baute wieder auf eine starke Zentrale. Fabian Boll kehrt wieder in die Mannschaft zurück. Ansonsten vertraut der Trainer seiner Elf aus Oberhausen. Cottbus erwartet St. Pauli tief gestaffelt. Echte Chancen gibt es in den ersten Minuten keine. Immer wieder setzen die Kiezkicker kleine Nadelstiche. Gefährlich wird es nach siebzehn Minuten das erste Mal. Florian Lechner erobert den Ball in der eigenen Hälfte, setzt zu einem Solo an und vollendet eben dieses mit einem Schuss aus 18 Metern neben das Tor. Wollitz tobt in bester Manier an der Seitenlinie.
„Insgesamt war es ein schlechtes Spiel. Langweilig, mutlos und wenig attraktiv.“ Das wird Holger Stanislawski nach Abpfiff zu Protokoll geben. Und es trifft zu. Torchancen sind Mangelware. Aufreger gibt es trotzdem. Die 30. Spielminute: Charles Takyi tritt zur Ecke an. Und plötzlichen fliegen Gegenstände auf den kleinen Offensivmann zu. Erst als zwei Cottbuser zum Fanblock gehen, beruhigt sich die Situation. Die Ecke bringt nicht viel, den geklärten Ball bringt erneut Takyi zu Ralph Gunesch – der zieht volley ab! Knapp drei Meter über den Kasten.
Cottbus nicht mit dem unbedingten Willen das Spiel zu gestalten. Offensiv geht es höchstens Mal über die beiden schnellen Außenspieler Radu und Kweuke. Bislang aber ohne großen Erfolg. Drei Chancen gibt es vor der Pause noch zu sehen, die bislang besten des Spiels. Cottbus mit einem Energieschub. Stanislav Angelov bedient Emil Jula am Sechzehnmeter-Raum, der Stürmer zieht sofort ab – der Ball landet am Außennetz (40.). Die erste richtig gute Chance der Gäste. Im Gegenzug muss Charles Takyi eigenlich zur Führung einschieben. Flo Bruns tanzt zwei Cottuser aus, spielt den Ball in den Lauf des Regisseurs. Den schwachen Linksschuss von Takyi aber hält Gerhard Tremmel ohne Probleme. Das war aber noch nicht alles. 45. Minute: Aus dem Nichts die Riesenchance zur Führung. Deniz Naki und Marius Ebbers, wunderbar von Lehmann freigespielt, tauchen vor Tremmel auf. Der 20jährige versuchts allein, übersieht Ebbers und schießt dem Cottbuser Schlussmann ans Bein.
Die Führung wäre inzwischen verdient. Holger Stanislawski übrigens verfolgt die ersten 45. Minuten reglos. Kein Gestikulieren, kein Aufspringen. Dafür ist der Coach immer wieder im Gespräch mit André Trulsen. Zufrieden sieht das Trainerteam nicht aus. „Die erste Hälfte wird unserem Anspruch nicht gerecht. Da hat die geistige Frische gefehlt. Der Rucksack den einige Spieler heute aufhatten war wohl etwas zu schwer.“
In der Kabine scheint der Coach die richtigen Worte zu finden. St. Pauli kommt mit frischer Kraft aus der Pause. Eine Angriffswelle nach der anderen rollt auf den Cottbuser Strafraum zu. Zeit für eine Spielunterbrechung scheinen sich einige Gästefans zu denken. Einige Chaoten versuchen mit aller Macht den schlechten Ruf der Energie-Anhänger zu bestätigen. Bengalos und Rauchbomben sorgen für eine minutenlange Pause. Szenen die auch dem Gästetrainer sichtlich unbehaglich waren: „Ich möchte mich ausdrücklich für das Verhalten einiger Chaoten entschuldigen und uns als Verein davon distanzieren. So etwas hat auf dem Platz nichts zu suchen, zumindest nicht da wo ich Trainer bin!“
In der 56. Minute stellt Leonard Kweuke den Spielverlauf auf den Kopf. Einen langen Pass auf Emil Jula klärt Rothenbach eigentlich, der Stürmer aber erläuft das Leder, flankt und Kweuke steht goldrichtig. Sein Kopfball bedeutet die 1:0 Führung der Gäste. Beide Trainer reagieren. „Pelé“ Wollitz mit Riesenfreude. Holger Stanislawski mit einem Dreifachwechsel: Boll, Takyi und Naki verlassen den Platz. Sako, Kruse und Hennings kommen (60.).
Nur sieben Minuten später zahlt das Risiko sich aus. Eckball Lehmann auf den Elfmeter-Punkt. Tremmel klärt zur Mitte – dort steht Max Kruse. Und der Youngster haut den Ball in die Maschen. Ausgleich und Startschuss für die Aufholjagd. Aber weder Gunesch (86.), noch Bruns (87.), noch Ebbers per Kopf (88.) und Morike Sako (90. +4) können den Siegtreffer erzielen. Dann ist Schluss. Ein Punkt ist zuwenig für den FC St. Pauli. Zumindest die Trainer aber sind am Ende wieder auf einer Wellenlänge
Wollitz: „Alles in allem geht das 1:1 in Ordnung.“
Stanislawski: „Da gebe ich Pelé Recht, unterm Strich ein gerechtes Ergebnis.“
Wollitz: „Stani, dir und deiner Mannschaft noch alles Gute!“
Stimmen zum Spiel gibts wie immer in der Flimmerkiste!
(Dennis Büsching)

















