Samstag, 16. Januar, 2010
Der Mann mit der magischen Zahl
Der FC St. Pauli gewinnt eine lange ausgeglichene Partie mit 2:0 gegen Rot-Weiss Ahlen. Marius Ebbers in der 77. Minute per Kopf und Winterneuzugang Richard Sukuta-Pasu nur 19 Sekunden nach seiner Einwechslung (87.) besorgen den Auswärtsdreier.
Richard Sukuta-Pasu hat wohl eine neue Glückszahl. 19 Jahre ist der Winterneuzugang aus Leverkusen alt. Mit der U19 wurde er im letzten Jahr Europameister. Klar, dass er bei St. Pauli die Rückennummer 19 trägt. Richtig verrückt wurde die Geschichte um die "magische 19" in seinem ersten Zweitligaspiel gegen RW Ahlen. In der 87. Minute beorderte Holger Stanislawski seinen neuen Stürmer zu sich, nahm Takyi für ihn aus dem Spiel. Deniz Naki, auch erst kurz zuvor eingewechselt, fasste sich ein Herz, dribbelte in Richtung Strafraum und schoss aus knapp 16 Metern einfach mal drauf. Sukuta-Pasu fälschte die Kugel noch leicht ab, Kirschstein konnte nur prallen lassen und den Nachschuss verwandelte der 19-jährige Neuzugang aus Leverkusen sicher zum ersten Saisontreffer. Und klar: Genau 19! Sekunden stand "Richie" da auf dem Feld! "Es ist nicht wichtig wer den Treffer zum 2:0 macht. Hauptsache er fällt. Nichtsdestotrotz ist es natürlich ein tolles Gefühl eingewechselt zu werden und so schnell zu treffen", so Sukuta-Pasu nach dem Abpfiff.
Lange war die Stimmung auf der Bank aber ziemlich schlecht. Zufrieden war Holger Stanislawski mit seinem Team nur in der Schlussphase: "Wir haben hier heute, genau das Geduldsspiel erlebt, das wir erwartet haben. Wir hatten Geduld und wir sind belohnt worden." Knapp 75 Minuten lief St. Pauli dem Tabellenschlusslicht aus Ahlen größtenteils hinterher.
Die erste Chance hatte Thomas Bröker direkt zu Beginn (2.). Im Strafraum setzte der 24-Jährige sich gegen Gunesch durch, seinen Schuss aus der Drehung konnte Mathias Hain parieren. Die Partie plätscherte vor sich hin. Die Platzverhältnisse nach Dauerschnee waren da auch nicht wirklich hilfreich. Bis zu 25. Minute mussten die Fans sich gedulden - die nächste Chance allerdings wieder für Ahlen. Gorschlüter nahm einen Abpraller aus 18 Metern direkt ab, wieder Mathias Hain mit eienr Glanztat in der kurzen Ecke.
Nach 34 Minuten hatten auch die knapp 2000 mitgereisten Hamburger was zu sehen. Einen Freistoß führt Charles Takyi schnell auf Max Kruse aus, der legt den Ball in die Mitte. Marius Ebbers aber kommt nicht an die Flanke heran. Im Gegenzug die größte Chance für die Hausherren. Alain Olle Olle
schnappt sich die Kugel, nach einer Kopfballkerze von Markus Thorandt - aus spitzem Winkel schiebt der Neuzugang aus Freiburg die Kugel aber am langen Pfosten vorbei. Dann ist schon Halbzeit. Ein fußballerischer Leckerbissen wird den Zuschauern aber nicht gerade geboten.
Das Spiel beginnt in Abschnitt zwei ähnlich. St. Pauli optisch ein wenig stärker, echte Torchancen aber bleiben Mangelware. Zumindest bis zu 67. Minute. Foulspiel an Ebbers - knapp 25 Meter vor dem Tor. Natürlich eine Sache für Matthias Lehmann. Den Freistoß bringt der Mittelfeldmann direkt aufs Tor, und zwar garnicht so schlecht. Kirschstein muss sich ganz lang machen um die Kugel aus dem Eck zu holen.
St. Pauli jetzt mit mehr Schwung und zwei Neuen. Deniz Naki und Rouwen Hennings ersetzen Fabian Boll und Max Kruse. 77. Spielminute. Florian Bruns will den Ball in den Strafraum spielen, Marcel Busch aber hat den Fuß dazwischen. Bruns setzt nach, spielt den Ball auf links. Rouwen Hennings mit der Flanke und Marius Ebbers steht am Fünfmeterraum mutterseelenallein. 1:0! Die Führung für den FC St. Pauli. 11 Treffer und 9 Assists hat Ebbers schon auf dem Konto. Das ist mit Abstand ligaspitze!
Die Hamburger jetzt wie verwandelt. Mit den neuen Kräften und freigelegter Energie geht es munter in Richtung Ahlener Tor. Einen Freistoß in halbrechter Position dreht Lehmann noch ans Außennetz (80.), dann aber folgen die magischen 19 Sekunden von Richard Sukuta-Pasu.
Stimmen
Holger Stanislawski: "Das sind Spiele, die muss man spielen, will man aber eigentlich garnicht, weil man schon vorher weiß, was passiert. Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden. Vom Aufstieg können aber andere reden. Wir tun das nicht!"
Statistik
Ahlen: Kirschstein - Busch, Di Gregorio, Döring, Pelzer - Gorschlüter, Kern - Lartey (ab 85. Köse), Olle Olle - Bröker, Tankulic (ab 72. Özkara). - Trainer: Hock
St. Pauli: Hain - Rothenbach, Thorandt, Gunesch, Lechner - Lehmann, Boll (ab 65. Hennings) - Bruns, Takyi (ab 87. Sukuta-Pasu), Kruse (ab 74. Naki) - Ebbers. - Trainer: Stanislawski
Schiedsrichter: Günter Perl (München)
Tore: 0:1 Ebbers (77.), 0:2 Sukuta-Pasu (87.)
Zuschauer: 6322
Gelbe Karten: Busch (2), Pelzer (3) - Lechner, Bruns (3), Hennings (2)
Lange war die Stimmung auf der Bank aber ziemlich schlecht. Zufrieden war Holger Stanislawski mit seinem Team nur in der Schlussphase: "Wir haben hier heute, genau das Geduldsspiel erlebt, das wir erwartet haben. Wir hatten Geduld und wir sind belohnt worden." Knapp 75 Minuten lief St. Pauli dem Tabellenschlusslicht aus Ahlen größtenteils hinterher.
Die erste Chance hatte Thomas Bröker direkt zu Beginn (2.). Im Strafraum setzte der 24-Jährige sich gegen Gunesch durch, seinen Schuss aus der Drehung konnte Mathias Hain parieren. Die Partie plätscherte vor sich hin. Die Platzverhältnisse nach Dauerschnee waren da auch nicht wirklich hilfreich. Bis zu 25. Minute mussten die Fans sich gedulden - die nächste Chance allerdings wieder für Ahlen. Gorschlüter nahm einen Abpraller aus 18 Metern direkt ab, wieder Mathias Hain mit eienr Glanztat in der kurzen Ecke.
Nach 34 Minuten hatten auch die knapp 2000 mitgereisten Hamburger was zu sehen. Einen Freistoß führt Charles Takyi schnell auf Max Kruse aus, der legt den Ball in die Mitte. Marius Ebbers aber kommt nicht an die Flanke heran. Im Gegenzug die größte Chance für die Hausherren. Alain Olle Olle
schnappt sich die Kugel, nach einer Kopfballkerze von Markus Thorandt - aus spitzem Winkel schiebt der Neuzugang aus Freiburg die Kugel aber am langen Pfosten vorbei. Dann ist schon Halbzeit. Ein fußballerischer Leckerbissen wird den Zuschauern aber nicht gerade geboten.
Das Spiel beginnt in Abschnitt zwei ähnlich. St. Pauli optisch ein wenig stärker, echte Torchancen aber bleiben Mangelware. Zumindest bis zu 67. Minute. Foulspiel an Ebbers - knapp 25 Meter vor dem Tor. Natürlich eine Sache für Matthias Lehmann. Den Freistoß bringt der Mittelfeldmann direkt aufs Tor, und zwar garnicht so schlecht. Kirschstein muss sich ganz lang machen um die Kugel aus dem Eck zu holen.
St. Pauli jetzt mit mehr Schwung und zwei Neuen. Deniz Naki und Rouwen Hennings ersetzen Fabian Boll und Max Kruse. 77. Spielminute. Florian Bruns will den Ball in den Strafraum spielen, Marcel Busch aber hat den Fuß dazwischen. Bruns setzt nach, spielt den Ball auf links. Rouwen Hennings mit der Flanke und Marius Ebbers steht am Fünfmeterraum mutterseelenallein. 1:0! Die Führung für den FC St. Pauli. 11 Treffer und 9 Assists hat Ebbers schon auf dem Konto. Das ist mit Abstand ligaspitze!
Die Hamburger jetzt wie verwandelt. Mit den neuen Kräften und freigelegter Energie geht es munter in Richtung Ahlener Tor. Einen Freistoß in halbrechter Position dreht Lehmann noch ans Außennetz (80.), dann aber folgen die magischen 19 Sekunden von Richard Sukuta-Pasu.
Stimmen
Holger Stanislawski: "Das sind Spiele, die muss man spielen, will man aber eigentlich garnicht, weil man schon vorher weiß, was passiert. Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden. Vom Aufstieg können aber andere reden. Wir tun das nicht!"
Statistik
Ahlen: Kirschstein - Busch, Di Gregorio, Döring, Pelzer - Gorschlüter, Kern - Lartey (ab 85. Köse), Olle Olle - Bröker, Tankulic (ab 72. Özkara). - Trainer: Hock
St. Pauli: Hain - Rothenbach, Thorandt, Gunesch, Lechner - Lehmann, Boll (ab 65. Hennings) - Bruns, Takyi (ab 87. Sukuta-Pasu), Kruse (ab 74. Naki) - Ebbers. - Trainer: Stanislawski
Schiedsrichter: Günter Perl (München)
Tore: 0:1 Ebbers (77.), 0:2 Sukuta-Pasu (87.)
Zuschauer: 6322
Gelbe Karten: Busch (2), Pelzer (3) - Lechner, Bruns (3), Hennings (2)
(Dennis Büsching)
Fotos: Norbert Harz
Fotos: Norbert Harz

















