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1. Frauen-Trainer Kai Czarnowski kündigt Abschied zum Saisonende an

Nach 13 Jahren hat Kai Czarnowski seinen Abschied als Coach unser 1. Frauen angekündigt. Für einen Trainer eine ungewöhnlich lange Zeit und noch erstaunlicher ist die Tatsache, dass es sportlich fast immer nur bergauf ging. Czarnowski führte das Team vom letzten Platz in der untersten Spielklasse bis in die Regionalliga Nord der Frauen. Auch wenn der endgültige Abschied noch etwas dauert, befragten wir ihn nach seinen Beweggründen.

Der Coach unserer 1. Frauen erklärt seine Beweggründe:

„Die letzte Saison war nicht nur sportlich die erfolgreichste mit der Hamburger Meisterschaft, der erfolgreichen Relegation zur Regionalliga, dem Derbysieg gegen den HSV und dem Erreichen des Pokalfinales, es war zugleich auch die anstrengendste Saison in den bald 13 Jahren. Wir durften kein Spiel verlieren, weil uns die Konkurrenz im Nacken saß. Ich konnte die Erfolge gar nicht so richtig genießen, weil das nächste Spiel immer noch wichtiger wurde. Am Ende haben alle das Pokalfinale, die Meisterschaft und den Aufstieg erwartet. Dafür als Trainer die Verantwortung zu tragen, war ein großer Druck. Am Ende ging alles gut, aber ich wusste nach der Saison lange Zeit nicht, ob ich die Energie für die Regionalliga habe. Nach drei Wochen Bedenkzeit, einigen Gesprächen mit unserer alten Abteilungsleitung, einem finalen Austausch mit unserer Betreuerin Wibke Seneberg und einigen Kilo weniger entschied ich mich dafür weiter zu machen - auch mit dem Wissen, dass die Saison durch den zu erwartenden Abstiegskampf noch mal härter werden könnte.

Sehr wichtig war nach der Entscheidung, dass ich mit „Chaly Rosemann“ eine tolle Unterstützung im Trainerteam gefunden habe. Wir wussten nicht, was uns in der Regionalliga erwarten würde. Ich glaube, dass alle im Team großen Respekt vor der Aufgabe hatten. Dass nun nach 13 Spieltagen acht Siege zu Buche stehen und wir nur drei Partien verloren haben, muss ich mir fast täglich in der Tabelle anschauen. Ich bin so dankbar, dass ich diese Saison auch noch erleben kann, aber danach muss einfach mal Schluss sein. Ich gehe glücklich und voller stolz über das Erreichte. Wir haben am Anfang dieser Saison viele Spiele noch gedreht. Es hätte alles anders laufen können und ich möchte das Glück nicht überstrapazieren. Meine Ziele habe ich mehr als erreicht. Jedes der 13 Jahre war in irgendeiner Form besonders, missen möchte ich keines.

Auch an dieser Stelle noch mal ein Danke an alle Menschen, die mich in all den Jahren begleitet haben! Da ich seit 1988 bei fast jedem Profi-Heimspiel dabei bin, bleibe ich dem FC St. Pauli natürlich treu! Jetzt muss ich erstmal alles sacken lassen und freue mich, wenn es im Januar in der Halle weiter geht!“

 

(hb)

Fotos: Stefan Groenveld / Ey! Die Hunde

 

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