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0:1 in Braunschweig verloren

Der FC St. Pauli kassierte beim Tabellenführer Eintracht Braunschweig eine bittere 0:1-Niederlage. Über eine Stunde in Unterzahl - Fin Bartels sah Rot (22.) - versuchten die Braun-Weißen alles, doch am Ende siegte die Eintracht dank des Tore von Kumbela.

Michael Frontzeck wechselte die Mannschaft auf drei Positionen. Für Florian Mohr, Florian Kringe und Daniel Ginczek kamen Jan-Philipp Kalla, Dennis Daube und Marius Ebbers in die Startformation.

Beide Mannschaften begannen verhalten und mit dem nötigen Respekt voreinander. St. Pauli stand kompakt und versuchte Braunschweig vom eigenen Strafraum fernzuhalten.  Das klappte zu Beginn gut. Nur Kruppke konnte sich einmal gegen Thorandt durchsetzen, schoss das Leder aber aus 13 Metern links vorbei (9.)

In der 13. Minute verbuchten die Kiezkicker die bislang beste Möglichkeit. Nach einer Flanke von Daube kam Schindler an den Ball, doch Braunschweigs Keeper Davari konnte den Kopfball mit größter Mühe über die Latte lenken.

Auf der Gegenseite prüfte Boland Tschauner mit einem Schuss aus 18 Metern, doch der Keeper war auf dem Posten (14.). Drei Minuten später musste sich Tschauni aber geschlagen geben. Ein Schuss von Kumbela nach Zuspiel von Kruppke schlug unhaltbar neben dem Pfosten ein.

In der 22. Minute kam es noch schlimmer für die Braun-Weißen. Nach einer Grätsche von Bartels gegen Kessel zückte Schiedsrichter Zwayer die Rote Karte. Eine zu harte Entscheidung.

In Unterzahl sahen sich die Braun-Weißen in der Folgezeit in die eigene Hälfte gedrängt. Sie bemühten sich zwar, weiter nach vorne zu spielen, allerdings fehlte es an der nötigen Durchschlagskraft. Auf der anderen Seite schafften es die Spieler von Michael Frontzeck aber auch, weitere Chancen der Gastgeber zu verhindern. So ging es mit der 1:0-Führung der Eintracht in die Halbzeit.

St. Pauli kam gut aus der Pause und spielte ordentlich mit, ohne jedoch gefährlich vor das Tor zu kommen. Die Braunschweiger ihrerseits konnten offensiv ebenfalls kaum Akzente setzen. So stellte ein abgeblockter Schuss von Gianluca Korte die größte Chance in der Anfangsphase der zweiten Hälfte dar (50.).

Korte war es auch, der die  nächste Möglichkeit verbuchen konnte. Eine scharf hereingespielte Flanke wurde zum Torschuss und klatschte an den linken Außenpfosten des St. Pauli Tores (59.).

Michael Frontzeck wechselte nun Gyau für Ebbers ein und wollte somit die Gefährlichkeit im Offensivspiel durch den schnellen US-Amerikaner steigern. Zunächst sahen sich die Braun-Weißen mehr und mehr mit Defensivaufgaben beschäftigt. Chancen für den Tabellenführer blieben aber weiterhin selten.

In der 71. Minute hatten dann die St. Pauli-Fans den Torschrei auf den Lippen, doch Schiedsrichter Zwayer gab einen Treffer von Gyau nicht, weil Avevor zuvor Braunschweigs Torwart im Fünfmeterraum behindert hatte. 

In der Schlussviertelstunde setzte der Chef-Trainer des FC St. Pauli noch ein klares Zeichen: Er nahm Funk aus der Partie und brachte mit Saglik einen zusätzlichen Angreifer. In dieser Phase schafften es die Kiezkicker das Spiel offener zu gestalten und kamen zu Offensivaktionen. Die Braun-Weißen stemmten sich gegen die Niederlage und warfen alles nach vorne. Zahlenmäßig wurde in der 81. Minute ausgeglichen, denn Kessel sah nach zwei Foulspielen innerhalb von zwei Minuten die Ampelkarte. Kurz darauf hatte Schachten mit einem zu unplatzierten Kopfball Pech. 

Zwei Minuten vor dem Ende fast die Entscheidung: Nach einem Konter taucht Ademi allein vor Tschauner auf, doch der Keeper hielt den Ball und seine Mansnchaft so im Spiel. Die Partie wurde jetzt ein offener Schlagabtausch. Die nächste Möglichkeit hatte erneut die Eintracht, doch der eingewechselte Edwini-Bonsu schloss einen Konter zu ungenau ab. Auch Sturmpartner Ademi konnte nach einem erneuten Konter den Ball nicht an Tschauner vorbei bringen.

Am Ende konnten die Kiezkicker, die eine tolle Moral bewiesen haben, leider das Tor der Braunschweiger nicht mehr in Gefahr bringen und mussten deshalb diese Niederlage hinnehmen.

Eintracht Braunschweig: Davari - Bohl, Bicakcic, Kessel, Reichel - Pfitzner - G. Korte (75. Vrancic),  Boland, R. Korte (68. Ademi) - Kruppke, Kumbela (87. Edwini-Bonsu)

FC St. Pauli: Tschauner - Kalla, Avevor, Thorandt, Schachten - Daube, Funk (76. Saglik) - Bartels, Buchtmann (50. Gogia), Schindler - Ebbers (59. Gyau)
 

Tore: 1:0 Kumbela (17.)

Gelbe Karte: Schachten (54.), Avevor (65.) - Kessel (80.)

Gelb-Rote Karte: Kessel

Rote Karte: Bartels (22.)

Schiedsrichter: Felix Zwayer

Zuschauer: 21.400

(cp)

Foto: Witters

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