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0:2 in München - Löwen mit Doppelschlag nach der Pause

Am 15. Spieltag reisten die zweitplatzierten Kiezkicker zum Vorletzten TSV 1860 München. In Halbzeit eins fielen keine Tore, nach der Pause schossen Michael Liendl (53.) und Rubin Okotie (56.) den TSV binnen drei Minuten mit 2:0 in Führung. Die Kiezkicker hatten keine Antwort mehr parat und blieben auch im sechsten Auswärtsspiel in Folge sieglos.

Zwölf Tage nach dem furiosem 4:0-Heimerfolg gegen Fortuna Düsseldorf ging es für unsere Kiezkicker mit dem Gastspiel bei den Münchner Löwen in der Liga weiter. Cheftrainer Ewald Lienen sah keinen Anlass, im Vergleich zum Düsseldorf-Spiel Änderungen in der Startelf vorzunehmen. 1860-Coach Benno Möhlmann tat es Lienen gleich und vertraute der Elf, die vor der Länderspielpause beim 0:0 in Braunschweig auf dem Platz gestanden hatte. Während die Löwen mit ihrem zweiten Saisonsieg einen direkten Abstiegsplatz verlassen wollten, konnten die Kiezkicker mit einem Dreier erstmals seit August 2011 wieder Tabellenführer werden.

Unterstützt von mehr als 3.000 St. Pauli-Fans kontrollierte die Lienen-Elf von Beginn an die Partie, den Abwehrriegel der tiefstehenden Münchner konnten die Braun-Weißen aber noch nicht knacken. Dann aber die riesen Chance zur Führung! Nach schöner Kombination über mehrere Stationen chippte Sebastian Maier den Ball in den Strafraum zu Lennart Thy. Dieser legte sehenswert per Hacke zu Waldemar Sobota ab und dessen Schuss aus acht Metern konnte 1860-Keeper Vitus Eicher gerade noch an den linken Pfosten lenken (8.).

Nur 120 Sekunden später legte dann Marc Hornschuh von der Grundlinie auf Thy zurück, doch Löwen-Kapitän Christopher Schindler blockte den Schuss des Stürmers, der gegen Düsseldorf noch viermal getroffen hatte (10.). Sieben Minuten später wieder das Duo Hornschuh/Thy im Blickpunkt: Thy, von Schindler alleine gelassen, kam nach perfekter Hornschuh-Flanke frei zum Kopfball, verpasste aber die erneute Chance zur Führung. Thy setzte das Leder mit der linken Schulter neben das Münchner Tor – gegen die Fortuna hatte er aus ähnlicher Position noch das 3:0 erzielt (17.).

Der Tabellenvorletzte lauerte eine halbe Stunde lang vornehmlich auf Konter, um dann mit schnellem Umschaltspiel gefährlich zu werden. Die braun-weiße Defensive stand nach Ballverlusten aber sicher und ließ nichts anbrennen. Nach einer guten halben Stunde wurden die Löwen dann aber mutiger und schnürten die Lienen-Elf nun immer häufiger in der eigenen Hälfte ein. Nach zwei Distanzschüssen von Michael Liendl (31., 33.) kam Daylon Claasen im Strafraum zum Abschluss, sein Schuss konnte aber geblockt werden (34.).

Es war die letzte nennenswerte Szene und so ging’s torlos in die Kabinen. Die Löwen hatten in der ersten Halbzeit mehr Torschüsse (7:5), die besseren Chancen (Sobota, Thy) sowie mehr Ballbesitz (54 Prozent) und deutlich bessere Zweikampfwerte (60 Prozent gewonnene Duelle) hatten aber die Kiezkicker.

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