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„Es ging nicht um Schönheitspreise“

Nach der Partie in Braunschweig sprach Cheftrainer Ewald Lienen mit den Hamburger Journalisten über die zurückliegenden 90 Minuten und analysierte das Spiel.

„Entgegen den Vorgaben, die wir in den letzten Spielen hatten, sind wir gegen Braunschweig nicht auf Ballbesitz gegangen, sondern haben uns entschieden eng und kompakt zu stehen. Braunschweig hat in einem 4-3-3-System gespielt, was für meine Mannschaft - so wie Braunschweig es gespielt hat - eine taktisch schwierige Aufgabe war, die sie gut gelöst hat. Es ging nicht um Schönheitspreise, sondern darum Zweikämpfe zu gewinnen und den Gegner vom Tor wegzuhalten. Und da muss ich sagen, dass wir so gut wie keine Torchancen zugelassen haben“, erklärte der 61-Jährige.

Ein Grund dafür war, dass die gesamte Mannschaft sehr gut defensiv gearbeitet hat. „Das hat ganz vorne bei Nöthe und Rzatkowski angefangen. Es war super wichtig, dass sie vorne so gut gearbeitet haben, sonst wäre es auch für die Abwehrspieler schwerer geworden. Wir wollten nicht sofort vorne draufgehen und Braunschweig so Räume bieten, damit sie auf Konter lauern konnten. Sie machen nicht so gerne das Spiel. Daher haben wir eng und kompakt gestanden. Für mich war es defensiv das beste Spiel, das wir bislang gemacht haben. Wir hatten die richtige Einstellung, wir waren frisch und konnten deshalb auch so in die Zweikämpfe gehen. Dann haben wir uns mit einem Tor belohnt und man konnte sehen, dass wir noch sicherer und noch aggressiver geworden sind“, sagte der Cheftrainer.

Ein Lob gab es in dem Gespräch für Jan-Philipp Kalla. „Schnecke hat eine vorbildliche Leistung gebracht, er ist immer wieder dran geblieben, auch wenn der Gegner vorbei war, hatte er schnelle Beine und ist hinterher und ist dann mit einer Grätsche dazwischen gegangen. So zieht man seinem Gegner den Nerv. Ich bin sehr froh, dass Schnecke diese Leistung gebracht hat“, war der Coach von der Leistung seines Abwehrspielers sehr angetan.

Für Ewald Lienen lag ein weiterer Schlüssel zum Erfolg in der Spielweise des Mittelfeldes. „Im Vergleich zu Aue haben wir umgestellt und man hat gemerkt, dass sich Dennis auf der Sechserposition wohler fühlt. Jule war da, wo er hingehört, gleiches gilt für Dennis und für Marc Rzatkowski.“

Dass Lasse Sobiech beinahe das zweite Tor der Kiezkicker gar nicht hätte schießen können, verriet der Fußballlehrer nach der Partie. „In der Halbzeit waren wir kurz davor, ihn auszuwechseln. Er hat ordentlich einstecken müssen und war ein bisschen neben der Kappe, aber am Ende der Halbzeit hat er grünes Licht und der Arzt ebenfalls sein OK gegeben und dann macht er noch ein Kopfballtor“, freute sich Lienen für den Defensivspieler, der gegen Braunschweig in beiden Spielen erfolgreich war.

Nach der Partie klagte Sobiech allerdings über starke Kopfschmerzen und fuhr daraufhin mit Prof. Dr. Hauke Mommsen ins UKE Hamburg. Nach einer MRT-Untersuchung wurde beim 24-Jährigen eine leichte Gehirnerschütterung diagnostiziert. Der Abwehrspieler muss daher die nächsten Tage kürzer treten, wird aber voraussichtlich am Mittwoch wieder ins Mannschaftstraining einsteigen können.

 

(cp)

Foto: Witters

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