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"Ich bin ein gnadenloser Optimist"

Am Donnerstagmittag machten sich unsere Kiezkicker im Mannschaftsbus auf den Weg nach Aue. Dort treffen die Braun-Weißen am Freitagabend auf die Veilchen. Bevor der dezimierte Tross die Reise ins Erzgebirge antrat, äußerte sich Coach Thomas Meggle ausführlich zum anstehenden Spiel, aber auch zu dem Urteil des DFB-Kontrollausschusses, der ihn für zwei Spiele gesperrt hat.

„Zwei Spiele Sperre hören sich dramatisch an, sie sind es aber nicht“, stellte der 39-Jährige, kurz nachdem er die Nachricht erhalten hatte, klar. „Bis 30 Minuten vor dem Anpfiff und 30 Minuten nach dem Abpfiff werde ich bei der Mannschaft sein. Die Mannschaftsbesprechung wird bereits im Hotel stattfinden, sodass ich lediglich bei der Halbzeitanalyse nicht dabei sein werde. Da wir uns immer sehr eng abstimmen,  sehe ich das aber nicht als Problem“, präzisierte Meggle seine vorher getroffene Aussage. Mit der Entscheidung gehe er „sehr entspannt“ um, so der Coach weiter.

Auf einen Einspruch habe man bewusst verzichtet, damit sich das Thema nicht bis in die Länderspielpause zieht. So darf der Cheftrainer der Braun-Weißen beim anstehenden Spiel in Aue nicht auf der Trainerbank sitzen, aber wo wird sich Meggle die 90 Minuten anschauen? „Das weiß ich noch nicht. Aue hat ein nettes Stadion, ich war dort schon häufiger zu Spielbeobachtungen. Vielleicht setze ich mich auf die Pressetribüne. Da habe ich ein Tisch und kann gleich für spätere Analyse mitschreiben“, so Meggle über seinen möglichen „Arbeitsplatz“ in Aue.

Für die Partie muss der 39-Jährige erneut auf eine Reihe verletzter und angeschlagener Spieler verzichten. Im Vergleich zur vergangenen Spiel gegen den TSV 1860 München, bei dem Meggle neben den angeschlagenen Christopher Buchtmann und Lasse Sobiech, die auf der Bank Platz genommen hatten, sieben weitere Akteure nicht zur Verfügung standen, hat sich nichts geändert. „Es kehrt keiner zurück. Lasse ist zwar nicht zu 100 Prozent fit, wird sich trotz diverser Blessuren wieder zur Verfügung stellen und sich reinknallen, wenn es sein muss. Lennart Thy, Dennis Daube und Florian Kringe sind angeschlagen, fahren aber alle mit“, gab Meggle einen detaillierten Einblick in die personelle Situation.

Jammern wollte der Cheftrainer angesichts der langen Verletztenliste aber nicht, im Gegenteil: „Ich bin ein gnadenloser Optimist. Es kann eine gute Woche für uns nach dem symbolträchtigen Spiel gegen 1860 werden. Es ist eine Situation, in der wir als Team ganz eng zusammenwachsen können. Es kann ein besonderer Teamgeist entstehen. Wir fahren mit den vorhandenen Mitteln, die dennoch richtig gut sind, nach Aue und wollen wie gegen 1860 auftreten. Dann wird man am Ende auch belohnt.“

Zum Spiel bei den Sachsen, die nach fünf Niederlagen in Folge das Tabellenende zieren, äußerte sich Meggle ausführlich: „Es ist ein schweres Spiel wie alle anderen auch. Es wird Feuer unter dem Dach sein. Aue steht mit dem Rücken zur Wand und will den Bock umstoßen. Für uns gilt es, dagegenzuhalten, zu fighten, uns wieder Torchancen zu erarbeiten und diese auch zu nutzen. Wenn ich mir die Entwicklung der Mannschaft, unser letztes Spiel, die Trainingswoche und den Teamspirit anschaue, haben wir gute Möglichkeiten, was mitzunehmen.“

 

(hb)

Foto: Witters

 

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