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„Ich fühle mich deutlich stärker als vorher“

Ryo Miyaichi, im Sommer vom FC Arsenal gekommen, sollte dem Offensivspiel der Kiezkicker noch mehr Tempo verleihen. Doch der 23-jährige Japaner verletzte sich ausgerechnet im Saisoneröffnungsspiel gegen Rayo Vallecano. Die Diagnose: Kreuzbandriss und die bittere Gewissheit, im Jahr 2015 kein Fußball mehr spielen zu können. Jetzt ist der Flügelflitzer auf dem Weg zurück – und hungrig.

Das Lächeln hat Ryo nie verloren. Auch, als er sich nur auf Krücken fortbewegen konnte, war Frust ein Fremdwort für den Mann aus Asien. Dennoch gibt er zu: „Es war eine sehr harte Zeit. Als Fußballer möchte man immer mit dem Ball am Fuß auf dem Rasen stehen. Drinnen im Kraftraum mein Programm abzuspulen, während ich den anderen dabei zuschauen konnte, wie sie sich draußen verausgabten, war manchmal schwer.“ Die Mannschaftskameraden versuchten, ihren Teil zur Genesung beizutragen. „Sören (Gonther) und Enis (Alushi) haben das Gleiche wie ich durchgemacht. Ihre Ratschläge haben mir eine Menge gebracht und sehr dabei geholfen, diese Zeit zu überstehen."

Wenn man den Weg zurück auf den Platz als eine Rennstrecke betrachtet, ist Ryo mittlerweile auf der Zielgeraden angelangt. „Mein Knie fühlt sich von Tag zu Tag besser an“, so der 23-Jährige optimistisch. Ins Lauftraining ist er schon vor längerer Zeit wieder eingestiegen, auch erste Übungen mit dem Ball sind bereits absolviert. Verzögerungen oder Rückschläge gab es bei der für den Offensivmann schlimmsten Verletzung seiner Karriere bislang keine – und das soll natürlich bis zum Ende so bleiben. Es ist auch die positive Art des Sommerneuzugangs, die ihn bei allen Sorgen auch Vorteile erkennen lässt: „Ich habe in den vergangenen Monaten viel im Fitnessbereich gearbeitet. Ich fühle mich deutlich stärker, als vor der Verletzung, das ist eine super Sache.“

Ein kurzfristiges Ziel hat der Japaner vor Augen: „Ich werde auf jeden Fall mit der Mannschaft ins Trainingslager fliegen und hoffe, dass ich zu diesem Zeitpunkt schon wieder mit dem Team trainieren darf.“ Fußball mit Vollkontakt, endlich wieder Kopfbälle, Grätschen, schießen, Zweikämpfe bestreiten – dafür arbeitet Ryo jeden Tag, selbstverständlich auch während der fußballfreien Zeit: „Ich habe ein straffes Programm vor mir und werde jeden Tag hart arbeiten“, verkündet er zuversichtlich. „Die Trainer haben mir einen Plan erstellt, Zeit zum Ausruhen habe ich nicht.“

Nicht nur Ryo selbst, sondern sicherlich auch alle Fans, die es mit den Braun-Weißen halten, warten sehnsüchtig darauf, dass der 23-Jährige zu den Klängen von Hells Bells den Rasen am Millerntor betritt. Er selbst gibt sich hinsichtlich seiner weiteren Saisonziele bescheiden: „Erst einmal muss ich wieder zurück auf den Platz. Und dann möchte ich dem Team helfen, so gut ich kann.“

Einem Team, das in den ersten zwanzig Partien der Saison respektable 30 Punkte sammelte und derzeit auf dem vierten Rang steht. „Die Jungs haben einen guten Start gehabt und eine tolle Saison gespielt. Wenn es im neuen Jahr so weitergehen sollte, wäre das fantastisch.“ Einer, der dann wieder auf dem Platz stehen möchte, um der Mannschaft mit seinem Tempo, seinen Pässen, seinen Dribblings und seiner Abwehrarbeit zu helfen: Ryo Miyaichi.


(th)

Foto: Witters


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