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Kiezkicker bezwingen den Tabellenführer

Es war viel los im Oktober. Die Kiezkicker hatten dramatische Partien bei Union Berlin, gegen den SC Freiburg und im Ruhrpott beim VfL Bochum zu absolvieren. Bei den Young Rebels war auch alles dabei. Von einem sieglosen Monat bei der U19, über einer ausgeglichene Bilanz bei U17 und U16, bis hin zu einer überragenden U15. Neben dem Sportlichen konnte der Verein die Einweihung der Nordtribüne feiern. Auch personell hat sich etwas getan. Stefan Studer wurde neuer Leiter der Scouting Abteilung.

Bittere Pille zum Oktoberauftakt

Gleich zu Beginn des Oktobers mussten die Kiezkicker eine bittere Pille schlucken. War die Elf von Cheftrainer Ewald Lienen zuvor in zehn Spielen am Millerntor ungeschlagen geblieben, setzte es gegen die Überraschungsmannschaft SV Sandhausen eine bittere 1:3 Niederlage am zehnten Spieltag. Es war wie verhext. Nicht nur, dass die Kiezkicker das Millerntor in den vorherigen Spielen zur Festung gemacht hatten, sondern stand die Null von Robin Himmelmann bis dato schon über 404 Minuten. Doch die Partie war an einem dieser Tage, an denen es einfach nicht lief. In der fünften Spielminute verfehlte ein Pass in der eigenen Hälfte von Mittelfeld-Motor Marc Rzatkowski seinen Adressaten und gab so leider die „perfekte“ Vorlage für einen Konter, der zum 1:0 für die Gäste durch Jakub Kosecki führte.

Um den Start ins Spiel „perfekt“ zu machen legten die Gäste nur drei Minuten darauf durch Ranisav Jovanovic sogar einen drauf (8.). Zwar verkürzte Kyoung Rok-Choi in der 75. Spielminute auf 1:2, doch ein verwandelter Elfmeter durch Aziz Bouhaddouz (77.) tütete den Erfolg für die Gäste ein.

Hochspannung in Berlin

Da die Kiezkicker nach der Niederlage gegen den SVS eine Länderspielpause zu ertragen hatten, dauerte es ganze zwei Wochen, ehe man wieder im Pflichtspieleinsatz war. Und wie! Ein Drama, wie geschrieben für die große Bühne, war es, was die Kiezkicker und ihre Gastgeber Union Berlin am 17. Oktober in der Alten Försterei den Fans boten. Erst gingen die Boys in Brown durch Waldemar Sobota mit 1:0 in Führung (22.), doch die Eisernen konnten noch vor der Pause die Partie drehen. Eroll Zejnullahu (42.) und Maximilian Thiel (45.) waren für Union zur Stelle.

Doch die Kiezkicker konnten kontern und im zweiten Durchgang in Person von Marc Hornschuh (54.) und Jeremy Dudziak (72.) das Spiel wieder zugunsten von Braun-Weiß drehen. Dass die Kiezkicker ein, milde ausgedrückt, ausbaufähiges Verhältnis zur Alten Försterei haben (es sei an die vorletzte Minute im Rückspiel der Saison 2014/15 erinnert), zeigte sich auch an jenem besagten Sonnabend. Es kam, wie es kommen musste, und nach einem Durcheinander im Strafraum der Boys in Brown stand es plötzlich 3:3. Torschütze war Benjamin Kessel (90.+3).

Drama, Baby! Last-Minute-Erfolg gegen den Spitzenreiter

Grund zum Jubeln hatten die Kiezkicker im Oktober jedoch auch. Mit einer kämpferischen Glanzleistung konnte der Tabellenführer aus dem Breisgau, SC Freiburg, mit 1:0 geschlagen werden (25.10.). Marc Rzatkowski stand in der Nachspielzeit goldrichtig und verwertete aus kurzer Distanz eine zu kurze Abwehr von Gäste-Keeper Alexander Schwolow. Der Jubel am Millerntor kannte keine Grenzen.

Nur fünf Tage später ging es für den magischen FC in den Ruhrpott (30.10.). Bei Flutlicht und kaltnassem Wetter lieferte sich die Lienen-Elf einen mitreißenden Schlagabtausch mit dem VfL Bochum. Auf beiden Seiten hätte in der zweiten Hälfte die Entscheidung fallen können, doch als Schiedsrichter Felix Zwayer abpfiff, flackerte auf beiden Seiten der Anzeigetafel eine Eins und man trennte sich mit einem gerechten Unentschieden. Die Tore hatten Jan-Philipp Kalla und Simon Terodde erzielt.

Gemischte Gefühle bei den Young Rebels

Einen durchwachsenen Monat erlebte die U23 von Remigius Elert. Auf ein 1:1-Unentschieden bei der SpVgg Drochtersen/Assel folgte eine 0:2-Niederlage gegen Eintracht Norderstedt. Da das Derby gegen die U23 vom HSV ausfiel (17.10.), konnten die Kiezkicker zunächst keine Wiedergutmachung betreiben und musste eine Woche aussetzen. Die zweiwöchige Zwangspause schien der Elert-Elf jedoch zu bekommen. Mit einem 1:0-Erfolg über den SV Meppen gelang der U23 der einzige Dreier des Monats Oktober (24.10.). Es blieb beim einzigen Erfolgserlebnis, da die Braun-Weißen in der darauffolgenden Woche mit 1:3 bei Eintracht Braunschweig verloren und den Monat Oktober auf dem 13. Tabellenplatz beendeten.

Nur zweimal im Einsatz war die U19 von Joachim Philipkowski. Im Derby gegen den HSV setzte es eine 1:3-Niederlage im Wolfgang-Meyer-Stadion zum Oktoberauftakt und gegen Ende des Monats hatte man gegen Hannover das Nachsehen. Erfolgreicher schlug sich die U17, die aus vier Spielen eine positive Bilanz von zwei Siegen (Magdeburg, und Leipzig) einem Unentschieden (Carl Zeiss Jena) und einer Niederlage (SV Werder Bremen) zu verzeichnen hatte.

Malte Schlichtkrulls U16 kassierte zwar zum Auftakt eine Niederlage beim JFV Nordwest, erholte sich aber schnell davon und schlug in der folgenden Woche den Heider SV. Ungeschlagen ging die Elf von Baris Tuncay aus dem Oktober. Nach einem Unentschieden beim HSV konnte die U15 erst den SV Werder Bremen und dann auch noch den TSV Havelse besiegen.

Einweihung der Nordkurve

Zwar wurde das letzte fehlende Puzzle-Teil des nun fertigen Millerntors bereits in mehreren vorherigen Partien vollständig genutzt, doch erst mit der offiziellen Einweihung schloss sich der Kreis, der mit dem Abriss der Südkurve im Dezember 2006 durch Corny Littmann begonnen hatte. Oke Göttlich in seiner Rede zu den 150 Gästen:

„Ich danke allen, die direkt vor Ort unfassbare Arbeit geleistet haben. Handwerkern, Bauunternehmern, der Projektleitung, weiteren Partnern und selbstverständlich auch denen, die den Anschub für das Projekt geleistet haben. Corny Littmann sei dabei namentlich erwähnt, ebenso sämtliche Präsidien und Aufsichtsräte.“

 

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