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Trainingslager endet mit unglücklicher Niederlage

Einen Tag vor der Abreise aus Maria Alm standen sich unsere Kiezkicker im dritten Testspiel des Trainingslagers dem FC Zbrojovka Brünn gegenüber. Gegen tschechischen Erstligisten war die Lienen-Elf spielbestimmend, am Ende unterlag sie jedoch knapp mit 0:1 (0:0). Francis Litsingi erzielte kurz nach der Pause den Siegtreffer für Brünn (46.).

Zum Abschluss des diesjährigen Trainingslagers in Maria Alm stand für unsere Kiezkicker das dritte Testspiel binnen sechs Tagen an. Nach der knappen 2:3-Niederlage gegen Borussia Dortmund und dem überzeugenden 2:0-Erfolg gegen den russischen Erstligisten FK Ufa wollte sich das Team von Coach Ewald Lienen mit einem Erfolgserlebnis aus Österreich verabschieden. Auf der Sportanlage des SK Bischofshofen taktierten beide Teams nicht lange herum, sondern suchten immer wieder den Weg nach vorne. Aziz Bouhaddouz zog gleich mal aus gut 25 Metern ab, doch Brünn-Keeper Dusan Melicharek packte sicher zu (3.). Wenig später wurde Kapitän Sören Gonther im Zbrojovka-Strafraum umgerissen, doch der Unparteiische zeigte nicht auf den Punkt – weiter ging’s (7.).

Nach gutem Doppelpass mit Kyoungrok Choi kam Maurice Litka nach einer Viertelstunde aus 22 Metern zum Abschluss. Sein Rechtsschuss strich zwei Meter über den Querbalken hinweg (15.). Litka probierte es 60 Sekunden später erneut aus gut 20 Metern, dieses Mal aber mit dem starken linken Schlappen. Das Leder verfehlte das Zbrojovka-Gehäuse aber wiederum um gut zwei Meter – es blieb beim 0:0 (16.).

In der Defensive standen die Braun-Weißen sehr sicher, was vor allem am guten Umschaltspiel lag, und so musste Keeper Philipp Heerwagen so gut wie gar nicht ins Spielgeschehen eingreifen. Beide Teams schenkten sich in der Folgezeit nichts, intensiv führten sie die Zweikämpfe. Die Lienen-Elf mit deutlich mehr Spielanteilen, aber noch ohne Fortune im Abschluss. Einige Male konnten sich die Kiezkicker bis zum Strafraum durchspielen, der letzte Pass kam dann allerdings nicht an.

So erfolgte die nächste Halbchance dann nach einer Standardsituation: Nach Ecke von Choi stieg Jacob Rasmussen am höchsten, den leicht abgefälschten Ball faustete Melicharek aus der Gefahrenzone (35.). Auf der Gegenseite wurde es dann eng: Im Anschluss an den ersten Eckball für Brünn kam Michal Skoda an den Ball, der diesen nur knapp am rechten Pfosten vorbei köpfte (43.). Kurz danach ging’s torlos in die Halbzeitpause.

Die zweite Halbzeit begann alles andere als optimal für unseren FCSP. Nach Ballverlust am eigenen Strafraum erzielte Francis Litsingi nach gerade einmal 25 Sekunden das überraschende 1:0 für Brünn – Heerwagen war machtlos gegen den Schuss aus acht Metern (46.). Der FC Zbrojovka hatte auch die nächste Torchance: Ein von Skoda getretener Freistoß von der linken Seite wurde länger und länger und klatschte an den Außenpfosten – das war knapp (51.).

Unsere Kiezkicker mussten sich erst einmal schütteln und kämpften sich gegen den letztjährigen Tabellensechste aus Tschechien zurück in die Partie. Mehr als ein geblockter Schuss von Bouhaddouz sprang vorerst aber nicht heraus (59.). Wenig später bot sich per 24-Meter-Freistoß eine gute Möglichkeit: Jan-Philipp Kalla schnappte sich das Leder, blieb mit seinem Versuch aber an der Mauer hängen – weiter 0:1 (62.).

Nur 120 Sekunden später verpasste Choi dann nur hauchdünn den Ausgleich. Seine Freistoßflanke segelte an Freund und Feind vorbei und sprang vom Innenpfosten wieder ins Feld (64.). Kallas Nachschuss wurde auf Kosten einer Ecke geblockt. Choi brachte das Leder in die Mitte, den abgewehrten Ball jagte Kalla dann aus dem Rückraum auf den Kasten. Melicharek machte sich lang und parierte stark. Schade: Hier lag der Ausgleich in der Luft (65.).

Die Schlussphase brach so langsam an und Lienen wechselte zum ersten Mal. Nico Empen, zweifacher Torschütze gegen den BVB, ersetzte Bouhaddouz (72.). Kurz darauf probierte es Jan Stohanzl von der linken Strafraumecke, doch Heerwagen konnte dem Ball in Ruhe hinterhergucken (73.). Für die letzten 15 Minuten schickte Lienen dann noch mal sieben weitere frische Kräfte auf den Rasen. Sie sollten mithelfen, die drohende Niederlage noch abzuwenden (75.). Christopher Buchtmann suchte sein Glück aus der Distanz, aber auch er konnte Melicharek nicht überwinden (87.) und so blieb es am Ende beim aus braun-weißer Sicht unglücklichen 0:1.

 

FC St. Pauli

Heerwagen – Hornschuh (75. Hedenstad), Gonther (75. Sobiech), Rasmussen (75. Koglin), Buballa – Pahl (75. Buchtmann), Kalla (75. Ducksch) – Rosin, Choi (75. Picault), Litka (75. Sobota) – Bouhaddouz (72. Empen)

Cheftrainer: Ewald Lienen

 

FC Zbrojovka Brünn

Melicharek – Hycka, Vrastil, Kijanskas, Lutonsky – Lacko (42. Weber), Buchta – Litsingi, Skoda, Stohanzl – Reznicek

Cheftrainer: Svatopluk Habanec

 

Tor: 0:1 Litsingi (46.)

Gelbe Karten: Hornschuh, Bouhaddouz / Lutonsky

 

(hb)

Fotos: Witters

 

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