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U23 unterliegt VfB Lübeck mit 1:2

Die U23 hat ihr Heimspiel gegen den VfB Lübeck knapp verloren. Nachdem Maurice Litka die Kiezkicker in Führung geschossen hatte (29.), drehten die Gäste von der Ostsee die Partie durch Treffer von Kubilay Büyükdemir (45.) und Dennis Wehrend (65.).

Die Kiezkicker hatten die Gelegenheit, mit einem Sieg nach Punkten mit dem VfB gleichzuziehen. Bei diesem Vorhaben vertraute Cheftrainer Remigius Elert der gleichen Startelf, die schon beim Elfmeterdrama in Havelse unter der Woche erfolgreich gewesen war. Und den Rückenwind von diesem wichtigen Sieg wollten die Kiezkicker auch beim Heimspiel an der Hohenluft mitnehmen.

Zu Beginn war jedoch erst mal beidseitiges Abtasten angesagt, bis Patrick Franke es nach vier Minuten mit einem ersten, aber noch zu unplatzierten Fernschuss probierte. Ansonsten spielte sich das Geschehen in der Anfangsviertelstunde fast ausschließlich im Mittelfeld ab. St. Pauli hatte meist den Ball, ließ aber bei den entscheidenden Pässen noch die nötige Präzision vermissen. So entsprang auch die nächste Gelegenheit eher dem Zufall. In der 16. Minute herrschte Konfusion im Strafraum der Gäste, bis der Ball nach mehern Stationen schließlich bei Franke landete, der aber recht deutlich verzog.

Während von Lübeck offensiv weiterhin nichts zu sehen war, erarbeite sich Braun-Weiß ein immer größeres Übergewicht. Der auffällige Dennis Rosin prüfte Gästekeeper Jonas Toboll mit einem Schuss aus gut 20 Metern (20.). Die fällige Führung besorgte dann Maurice Litka. Der Offensivmann zielte in der 29. Minute ganz genau und traf von der rechten Strafraumkante per Aufsetzer ins kurze Eck. Die Gäste antworteten nur eine Minute später mit ihrer ersten Gelegenheit nach einer Ecke. Der anschließende Kopfball strich allerdings knapp am Gehäuse von Svend Brodersen vorbei.

Ansonsten ließen die Kiezkicker wenig zu und hätten durch Nico Empen sogar noch erhöhen können. Sein Abschluss nach schönem Solo stellte aber kein Problem für Toboll dar (36.). Kurz vor der Pause wurde es dann nochmal brenzlig: Lübecks Toptorjäger Christopher Kramer prüfte Brodersen mit einem strammen Schuss, den der Keepe mit einem tollen Reflex zur Ecke abwehrte. Mit dem Pausenpfiff kamen die Gäste dann doch noch zum Ausgleich. Der kurz zuvor für den angeschlagenen Andre Senger eingewechselte Kubilay Büyükdemir netzte nach einem Fehler in der braun-weißen Hintermannschaft trocken ein.

Beide Teams kamen unverändert aus der Pause und die Kiezkicker waren direkt um die erneute Führung bemüht. Andrej Startsev gab einen ersten Schuss ab, beim dem Toboll nicht ganz sicher wirkte (46.). Die klare Linie der ersten Hälfte war allerdings nicht mehr zu erkennen, auch weil die Gäste nun konsequenter verteidigten und ihrerseits zu Chancen kamen. Eine Kontergelegenheit nach einer verunglückten Ecke der Hausherren konnte Okan Kurt noch in letzter Sekunde klären, beim anschließenden Eckball stieg dann aber VfL-Kapitän Dennis Wehrendt am höchsten und nickte zum 1:2 ein (65.).

Remigius Elert reagierte mit zwei offensiven Wechseln auf den Rückstand. Für Okan Kurt und Patrick Franke kamen Marian Kunze und Jan-Marc Schneider (69.). Die erhoffte Torgefahr entstand dadurch aber nicht, vielmehr waren die Lübecker immer wieder durch Konter gefährlich. Die beste dieser Chancen vereitelte Brodersen mit einer starken Parade (76.). In der Schlussphase warfen die Braun-Weißen dann noch mal alles nach vorne, der Ausgleich sollte allerdings nicht mehr gelingen.

Remigius Elert"Wir sind natürlich enttäuscht. Wir sind sehr gut in die Partie gekommen, haben eine große Sicherheit am Ball ausgestrahlt und uns Chancen erspielt. Das 1:0 war dann verdient. Der Ausgleich mit dem Pausenpfiff ist besonders bitter, aber in solchen Situationen müssen wir uns auch besser konzentrieren und in einigen Szenen auch klarer spielen. In der zweiten Halbzeit ist uns die Sicherheit abhanden gekommen, dabei spielte auch die Belastung unter der Woche sicherlich eine Rolle. Am Schluss fehlte uns dann die Frische, um das Spiel noch zu drehen. Dennoch haben wir sehr viele gute Sachen gesehen, an die wir anknüpfen wollen. Jetzt werden wir alle Kräfte für das Derby bündeln."

 

FC St. Pauli U23

Brodersen – Nadjem, Keller, Eden, Startsev – Deichmann, Kurt (69. Kunze) - Rosin, Franke (69. Schneider) - Litka (87. Gorkow), Empen

Cheftrainer: Remigius Elert

 

VfB Lübeck

Toboll – Knechtel, Wehrendt, Nogovic, Kramer, Voss, Sirmais, Thiel (88. Bremser), Maletzki, Senger (38. Büyükdemir, 90+1 Dagli), Sievers

Cheftrainer: Denny Skwierczynski

 

Tore: 1:0 Litka (29.), 1:1 Büyükdemir (45.), 1:2 Wehrendt (65.)

Gelbe Karten: Nadjem / Knechtel, Nogovic

Schiedsrichter: Henrik Bramlage

Zuschauer: 221

 

(hbü)

Fotos: Gabriel Gabrielides

 


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