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Unverständnis über Wechsel

In den letzten Tagen wurde der bevorstehende Wechsel des 13-jährigen Sidnei Djalo vom FC St. Pauli zum VfL Wolfsburg medial sehr stark diskutiert. Die Verantwortlichen beim FC St. Pauli sehen den bevorstehenden Vereinswechsel aus mehreren Gründen kritisch.

„Ich wundere mich, dass von Wolfsburger Seite von einer absoluten Ausnahme gesprochen wird. Denn vor Sidnei wurde bereits Alexander Laukart mit 13 Jahren vom FC St. Pauli nach Wolfsburg geholt, was damals auch zu großen Diskussionen geführt hat. Nach einem halben Jahr ist Alexander dann aber wieder zurückgekommen, da die Trennung von der Familie anscheinend doch problematischer war als erwartet“, sagt St. Paulis Sportdirektor Rachid Azzouzi.

Sidnei Djalo, eigentlich noch Spieler der U14, hatte durch neun Tore in neun Spielen in der U15 des FC St. Pauli für Aufsehen gesorgt und das Interesse anderer Vereine geweckt. Nun steht ein Wechsel zum VfL Wolfsburg bevor.

Für Joachim Philipkowski, Leiter des Nachwuchsleistungszentrums beim FC St. Pauli, ein Wechsel, der viele Fragen offen lässt. „Dass ein Spieler unseren Verein verlassen möchte, ist völlig legitim. Hier wird aber ein 13-jähriger Junge in einer wichtigen Entwicklungsphase aus seinem gewohnten familiären und sozialen Umfeld gerissen, um in Wolfsburg unter vermeintlich besseren Bedingungen Fußball spielen und zur Schule gehen zu können. Für uns trifft diese Erklärung nicht zu, ist doch unser Nachwuchsleistungszentrum ebenfalls mit drei Sternen zertifiziert, genau wie das des VfL. Sidnei hat auch beim FC St. Pauli die Möglichkeit, in unser Schulprojekt zu wechseln und erfährt dadurch eine umfangreiche Betreuung. Eine unterstützende Unterbringung in unserem Jugendtalenthaus ist ebenfalls möglich. Und auch sportlich messen wir uns mit den Jugendmannschaften des VfL Wolfsburg in den gleichen Ligen. Aus Sicht des FC St. Pauli sind die Nachwuchsleistungszentren zur Vorgabe für die Vereine gemacht geworden, um eine professionelle Ausbildung von Talenten flächendeckend gewährleisten zu können und somit eine Ausbildung von Spielern in ihrem sozialen Umfeld zu gewährleisten.“

 


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