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"Wir fangen am Sonntag wieder bei Null an"

Am Freitag (28.2.) stellte sich Jos Luhukay auf der offiziellen Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen den VfL Osnabrück (1.3., 13:30 Uhr) den Fragen der Journalisten, die sich vor allem um das gewonnene Derby in der Vorwoche sowie personelle Überlegungen drehten. Unter anderem äußerte sich der Cheftrainer über...

...die Personalsituation: "Bis auf Christian Conteh und Christopher Avevor sind alle Spieler einsatzfähig. Nach dem Derby waren Waldemar Sobota und Ryo Miyaichi ein bisschen angeschlagen, aber sie sind beide wieder bei 100 Prozent. Was den Kader betrifft, haben wir keine Probleme. Es spricht auch für die Arbeit meines gesamten Teams, dass wir die Verletzungsmisere aus der Hinserie gut bewältigt haben. Jetzt haben wir, was wir wollten: einen größeren Kader und eine höhere Konkurrenz."

...die mögliche Rückkehr von James Lawrence: "Er hat die ganze Woche mit der Mannschaft trainieren können und macht einen guten Eindruck in den Einheiten. Wir werden heute oder morgen entscheiden, wie wir mit ihm planen. Da möchte ich noch die beiden Trainingseinheiten abwarten."

...Rückenwind durch den Derbysieg: "Es war in der Hinrunde schon ähnlich. Jetzt haben wir auswärts vor 60.000 Fans gespielt und das ist schon eine Bestätigung dafür, was die Mannschaft geleistet hat. Wir fangen am Sonntag wieder bei Null an und müssen zunächst an unseren eigenen Stärken arbeiten, um auch Osnabrück vor Probleme zu stellen. Das Derby kann eine zusätzliche Motivation sein, um das Selbstvertrauen zu stärken."

...die Feierlichkeiten nach dem Derby: "Ich habe nicht gefeiert, aber die Mannschaft hat ja einen zusätzlichen Tag frei bekommen. Ich wurde nach dem Spiel in der Kabine angesprochen und darum gebeten, weil die Mannschaft vielleicht eine lange Nacht vor sich hatte. Deswegen haben wir entschieden, dass es vernünftiger ist, am Sonntagmorgen nicht zu trainieren. Die Verletzungsgefahr wäre mit Alkohol im Blut vielleicht zu groß gewesen. Die Jungs haben es sich verdient, miteinander zu feiern, und das kann die Spieler auch näher zusammen bringen. Wichtig ist, dass wir das Training am Anfang der Woche wieder fokussiert aufgenommen haben."

...Aufstellung mit zwei Stürmern gegen den HSV: "Das war eine taktische Entscheidung. Bei unserem Heimspiel gegen den HSV haben die Innenverteidiger zusammen mit dem defensiven Sechser das Spiel nach vorne gestaltet. Das haben wir am Sonnabend neutralisiert. Die Gefahr kam meistens über außen, aber die Mitte war komplett ausgeschaltet. Das war das Verdienst von Henk und Dimi gegen die Innverteidiger und Waldi gegen das defensive Mittelfeld. Am Sonntag gegen Osnabrück müssen wir uns wieder etwas einfallen lassen. Wir haben jetzt einen fitten und frischen Kader. In erster Linie zählen bei mir die täglichen Trainingseindrücke, die Leistung aus dem letzten Spiel und letztlich auch die Qualitäten des Gegners. Danach richtet sich, wie wir aufstellen und vorgehen wollen."

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Die komplette Pressekonferenz im Video:

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...den "Derbyfluch": "Ich muss damit leben. Jeder darf seine Meinung haben, aber ich habe da keine Probleme mit. Man kann gerne in die Vergangenheit schauen, aber das Spiel vom Samstag ist eigentlich schon abgehakt. Wir wollen in unserem Stadion dominant auftreten und mit der Unterstützung unserer Fans wieder ein gutes Spiel machen. Wir müssen jetzt nicht an uns zweifeln, dürfen aber auch nicht überheblich sein. Wir müssen in beide Richtungen dafür sorgen, dass wir unseren Fokus haben."

...die unterschiedlichen Ergebnisse gegen "große" und "kleine" Gegner: "Ich glaube, dass die Mannschaft in unseren Heimspielen durch die Fans und die Atmosphäre zu großen Leistungen in der Lage ist. Ob der Gegner klein oder groß ist, es liegt an uns, ihn mit unseren Stärken vor Probleme zu stellen. Osnabrück steht in der Tabelle höher als wir, deswegen sind wir auch nicht die Großen und sie die Kleinen. Wir haben jetzt die Chance, mit ihnen gleichzuziehen."

...die Besetzung des zentralen Mittelfelds: "Sonntag wird entweder Finn Ole oder Marvin spielen. Finn Ole ist vielleicht fußballerisch ein bisschen besser, Marvin kommt mehr über seine Leidenschaft und Aggressivität. Dazwischen müssen wir uns entscheiden. Das ist nicht so einfach und natürlich auch für die Spieler nicht. Man kann die beiden schwer vergleichen, weil sie ganz unterschiedliche Spielertypen sind."

...die Leistungen von Henk Veerman: "Entscheidend ist, dass er wichtige Tore für uns macht. Aber er kann noch wertvoller für die Mannschaft sein, als erster Spieler im Pressing und auch als Anspielstation, wenn wir den Ball haben. Natürlich geht es am Ende um die Tore und das macht er richtig gut und eindrucksvoll, aber er kann sich trotzdem noch weiterentwickeln."

 

(hbü)

Foto: Witters

 

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