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"Wir müssen investieren und bereit sein, jeden Zweikampf und jeden Meter anzunehmen"

Bevor unsere Kiezkicker am Sonntagvormittag (18.10.) ihr Abschlusstraining vor dem Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg absolvierten, stand unser Cheftrainer Timo Schultz den Pressevertreter*innen erst noch Rede und Antwort. Bei einer Tasse Ostfriesentee sprach Schulle u.a. über...

...die personelle Situation und die Kaderzusammenstellung: "Zu viele Spieler kann man nie haben. Schlimmer wäre es, wenn man zu wenig hat. Neben Christopher Buchtmann und Ryo Miyaichi werden Marvin Senger und Luis Coordes nicht zur Verfügung stehen, sonst sind alle Spieler fit. Leart Paqarada ist wieder da und heil von der Länderspielreise zurückgekommen. Wenn man die Flüge und Spiele nimmt, hatte er eine extreme Belastung. Paqa hat gestern voll mittrainiert und wird das auch heute tun. Ein, zwei Spieler werden zur U23 gehen. Das entscheiden wir, wenn wir die letzten Fragezeichen beseitigt haben."

...Guido Burgstaller: "Vor dem Spiel in Sandhausen hat er nur eineinhalb Einheiten mit der Mannschaft absolviert, da kann man nicht von Integration sprechen. Er war die letzten 14 Tage komplett dabei und da konnten wir mit ihm alles besprechen, wie wir uns das vorstellen - seine Position, seine Rolle auf dem Platz mit dem Ball und gegen den Ball. Da sind wir in der Länderspielpause mindestens einen Schritt weitergekommen. Guido ist topfit, ihm fehlt lediglich die letzte Spielpraxis. Die letzten fünf bis zehn Prozent kann man sich nur im Wettkampf holen und nicht im Training holen."

...das Training in der Länderspielpause: "Wir haben daran gearbeitet, dass wir permanent Druck auf den Ball haben wollen, um den Gegner früher unter Druck setzen zu können. Wir wollen dem Gegner nicht zu viele Pausen geben, damit er das Spiel nicht in Ruhe entwickeln kann. Das war der größte Punkt, bei dem wir uns entwickeln konnten. Darüberhinaus haben wir auch an den offensive Abläufen gearbeitet. Mit Blick auf die späten Verpflichtungen von Simon und Guido haben wir uns weiter eingespielt, abgestimmt und geschaut, welches System das Beste ist. Da sind wir noch immer in einem Prozess, wir sind aber auf jeden Fall einen Schritt weiter als vor der Länderspielpause."

...die bislang fehlende Konstanz über 90 Minuten: "Die Phasen, in denen wir es gut gemacht haben, waren die, in denen wir uns an den Plan gehalten haben. Immer wenn etwas passiert, das uns aus der Bahn wirft und da gehört ein Gegner manchmal ja auch dazu, dann tun wir uns häufig schwer, sofort darauf die passende Antwort zu finden. Da geht uns die Dominanz ein bisschen flöten. Aber das ist gar nicht schlimm, denn das ist ein Entwicklungsprozess. Mal ein Spiel konstant über 90 Minuten runterzuspielen, dazu sind wir noch nicht in der Lage. Wir sind eine Mannschaft, die investieren und bereit sein muss, jeden Zweikampf und jeden Meter anzunehmen."

...FCN-Cheftrainer Robert Klauß: "Dass er Jahrgangsbester wurde, hat er sich absolut verdient. Er hat eine richtig gute Performance hingelegt, er war parallel sogar noch in der Youth League mit Leipzigs U19 im Einsatz. Wir haben uns während des Fußballlehrer-Lehrgangs gut verstanden, haben ein gutes Verhältnis und schreiben uns regelmäßig, wenn auch nicht jede Woche. Wir kennen uns bereits länger, wir haben erstmals als U17-Trainer gegeneinander gespielt."

...Nürnbergs Spielweise: "Sie haben eine sehr gute und kompakte Mannschaft, die aggressiv nach vorne verteidigt und ihre Stärken vor allem im schnellen Umschalten in die Offensive mit vielen schnellen und wendigen Spielern hat. Das ist immer ein Steckenpferd von Leipziger Trainern und das haben die Mannschaften von Klauß immer ausgezeichnet."

...ein Duell auf Augenhöhe mit dem FCN: "Ich würde behaupten, dass in der zweiten Liga 95 Prozent aller Spiele auf Augenhöhe stattfinden. Es gibt immer mal auch gebrauchte oder überragende Tage, wo man Spiele souverän gewinnt oder leider auch verliert. Ich gehe in jedes Spiel rein und weiß, dass es in alle Richtung gehen kann, aber auch mit der Gewissheit, dass man das Spiel gewinnen kann."

...die 1.000 Fans am Millerntor: "Gegen Heidenheim waren es etwas mehr als 2.000 Fans, jetzt werden es nur 1.000 sein. Den großen Unterschied macht das nicht aus. Ich bin froh, dass überhaupt jemand im Stadion ist. Angesichts der Zahlen der letzten Tage können wir auch froh sein, dass es diese 1.000 Fans sind. Ich hoffe nicht, dass wir noch einen Schritt zurück müssen und dann keiner mehr im Stadion dabei ist."

 

(hb)

Fotos: Witters

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