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Mit Geduld und Lust am Fußball gegen die Roten Teufel

Es geht weiter in der 2. Bundesliga. Nach der zweiten Länderspielpause der Saison eröffnet der FC St. Pauli am Freitag (13.10., 18:30 Uhr) den zehnten Spieltag. Im Millerntor zu Gast: Der 1. FC Kaiserslautern. Aus der vergangenen Saison haben die Kiezkicker noch gute Erinnerungen an die Begegnungen gegen die Pfälzer.

Vor gut zwei Wochen bejubelte der FC St. Pauli den 2:0-Auswärtserfolg bei Eintracht Braunschweig. In der ersten Halbzeit hatte dabei noch nicht vieles für einen Dreier bei den Löwen gesprochen. Doch eine starke zweite Halbzeit sicherte der Janßen-Elf den fünften Saisonsieg und ein ruhiges spielfreies Wochenende. „Das war ein sehr wichtiger Sieg für uns. Wir stehen jetzt gut da in der Tabelle. Aber wir haben noch viel zu verbessern und werden in der Länderspielpause an uns arbeiten“, erklärte Waldemar Sobota nach dem Sieg in Braunschweig.

Gesagt, getan – Die Kiezkicker nutzten die Spielpause für die intensive Vorbereitung auf das anstehende Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern. Immerhin stimmten die Ergebnisse am Millerntor zuletzt noch nicht mit den Erwartungen überein. Das soll am Freitag (13.10.) anders laufen. „In der Trainingswoche haben wir den Fokus auf unser Ballbesitzspiel und das Offensivspiel über die Flügel gelegt, auf und neben dem Platz. Wir haben uns gut auf das Spiel und den Gegner eingestellt, werden uns jetzt aber auf uns konzentrieren“, stellte Cheftrainer Olaf Janßen vor der Partie gegen den Tabellenvorletzten klar.

Gegen die Pfälzer haben sich die Boys in Brown einiges vorgenommen. „Wir wollen die Lust am Fußball auf den Platz bringen. Der Tabellenplatz oder irgendwelche Statistiken spielen keine Rolle, wenn der Schiedsrichter das Spiel anpfeift“, betont FCSP-Coach Janßen. Doch gelte es in erster Linie, die Gäste nicht zu unterschätzen. Am vergangenen Spieltag gelang den Roten Teufeln am Betzenberg der erste Saisonsieg. Dabei setzte die Mannschaft mit dem 3:0 gegen den Tabellennachbarn Greuther Fürth unter dem neuen Trainer Jeff Strasser gleich ein gehöriges Ausrufezeichen. „Es war nicht nur Leidenschaft und Kampf erkennbar, sondern es wurde auch mit einer ausgesprochen stabilen Fünferkette in einem neuen System gespielt. Das ist die Handschrift des Trainers, sie werden sehr wenig zugelassen“, erklärte Janßen.

Der Cheftrainer der Braun-Weißen gab eine klare Marschroute vor: „Der Kader des FCK ist in Sachen Umschaltspiel und Tempo enorm gut aufgestellt und kann Fehler sofort bestrafen. Wir wollen Geduld haben und spielerische Lösungen finden.“ Noch nicht wieder zurückgreifen können wird der 50-Jährige auf die verletzten Marc Hornschuh, Philipp Heerwagen, Philipp Ziereis und Ryo Miyaichi. Dazu kommt kurzfristig der angeschlagen von der Nationalelf zurückgekehrte Aziz Bouhaddouz. Dagegen wird der zuletzt ausgefallene Norweger Mats Møller Dæhli wieder im Kader stehen. „Mats hat jetzt eine Woche trainiert, hat aber sicher auch noch etwas Rückstand. Da müssen wir die Spielentwicklung abwarten, ab wann sich ein Einsatz anbietet“, so Janßen zur Personalsituation.

Bei Lautern fehlt neben dem zentralen Mittelfeldspieler Mads Albaek und Stürmer Kacper Przybylko eventuell auch der angeschlagene Kapitän Daniel Halfar. Przybylkos schwedischer Vertreter Sebastian Andersson machte vor allem im letzten Spiel gegen Fürth auf sich aufmerksam, bei dem er alle drei Treffer erzielte. Mit insgesamt vier Toren ist der Angreifer erfolgreichster Torschütze des FCK. Die momentane Situation der Pfälzer können die Kiezkicker gut nachempfinden. In der Vorsaison steckte der FC St. Pauli zu diesem Zeitpunkt der Saison mit einer vergleichbaren Punkteausbeute im Tabellenkeller fest. Ausgerechnet das 0:0 gegen die Roten Teufel läutete damals die Aufholjagd der Boys in Brown ein. Am 32. Spieltag wurde diese im Rückspiel am Betzenberg nach einem 2:1-Erfolg und dem damit verbudenen Klassenerhalt gekrönt.

 

(jb)

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