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Es geht wieder los – mit dem Roar im Herzen

Es geht wieder los. Am Sonntag (17.5., 13:30 Uhr) empfangen die Kiezkicker den 1. FC Nürnberg am Millerntor. Gut zwei Monate nach der ursprünglichen Ansetzung dieser Partie, aber gefühlt liegt deutlich mehr zwischen damals und heute. Denn am Sonntag wird im Stadion all das fehlen, was die Heimspiele des FC St. Pauli so besonders macht: der Roar, der Gesang, die Fahnen und Banner, das Meckern, die Freude. Oder anders ausgedrückt: Ihr werdet fehlen. 

Es dürfte also ein merkwürdiges Gefühl sein, wenn sich die Mannschaften kurz vor dem Anpfiff auf den Weg zu ihrem Arbeitsplatz machen. Der Kabinengang und die mit schwarzen Totenköpfen verzierten Wände versprechen den Weg in die "Hell of Sankt Pauli". Doch dieser Hölle wird ihr Feuer fehlen. Mit dieser ungewohnten Situation müssen sich die 22 Protagonisten auf dem Rasen arrangieren  

Und trotzdem wollen und müssen die Kiezkicker einen guten Job machen. Denn auf dem Trainingsplatz ist das Feuer nicht verloren gegangen. Cheftrainer Jos Luhukay betonte im Vorfeld der Partie, wie gut die Mannschaft die Situation angenommen und gearbeitet hat. Die Rückkehr der langzeitverletzten Henk Veerman, Christian Conteh (der am Sonntag allerdings passen muss) und Kapitän Christopher Avevor hat dem Team zusätzlichen Schub verliehen. Und auch wenn sie eine Ewigkeit zurückzuliegen scheint, gilt es, eine Serie von vier Partien ohne Niederlage auszubauen. 

Um sich auf die fehlende Kulisse einzustellen, probten die Profis am Donnerstag (14.5.) bereits im Stadion – unter nicht viel mehr Augen als auch am Sonntag die Begegnung vor Ort verfolgen werden. Ein realistischeres Trainingsspiel dürfte es wohl selten gegeben haben. Die große Unbekannte bleibt damit der Gegner. Denn nach rund zwei Monaten ohne Mannschaftstraining und Wettkampf fällt es allen Beteiligten schwer, eine Standortbestimmung vorzunehmen.  

Und so bleibt Jos Luhukay vor allem der Blick auf das Personal des FCN, um die Größe der Aufgabe zu beschreiben: „Sie haben eine sehr erfahrene Mannschaft mit vielen Spielern, die auch schon in der ersten Liga gespielt haben. Sie sind in der Offensive unberechenbar, weil Frey, Dovedan, Hack und Behrens sehr viel rotieren und alle torgefährlich sind. Ich schätze sie viel höher ein, als es ihr Tabellenplatz aussagt. 

Es ist also alles angerichtet für einen spannenden Re-Start, bei dem sich die Kiezkicker gegen einen starken Gegner beweisen wollen, dass sich die harte Arbeit der letzten Wochen gelohnt hat. Die Arbeit im "Home Office"in Kleingruppen und dem einwöchigen Quarantäne-Trainingslager. Jetzt geht es wieder um drei Punkte. Die Millerntor-Atmosphäre werden sie allerdings nur in ihren Köpfen und Herzen mit auf den Rasen nehmen können. Und doch schmerzlich vermissen. Aber ganz sicher werden sie alles investieren, um all denen, die ihnen sonst so viel geben, hinter der Maske ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern. 

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VIVA St. Pauli - unsere Stadionzeitung zum Spiel

Auch wenn das Millerntor am Sonntag leerbleibt, haben wir uns es nicht nehmen lassen, Euch eine Lektüre zum Spiel zu schreiben. Wir sprachen mit Teammanager Jonas Wömmel über seine Aufgaben und Herausforderungen in der aktuellen Situation. Weiter haben wir noch allerhand Infos aus dem Museum und dem NLZ für Euch.

Hier geht's zu VIVA: KLICK!

 

(hb/hbü)

Fotos: Witters

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