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1:1 in Nürnberg: Kiezkicker nun seit sechs Spielen ungeschlagen

Der FC St. Pauli spielt beim 1. FC Nürnberg am Sonntag (6.10.) 1:1. In der ersten Halbzeit brachte Viktor Gyökeres die Kiezkicker in Führung (23.), bevor Club-Kapitän Hanno Behrens nach dem Seitenwechsel ausgleichen konnte (50.). Durch die Punkteteilung bleiben die Kiezkicker im sechsten Spiel in Folge ungeschlagen, warten aber weiterhin auf den ersten Auswärtssieg der Saison.

Beim Duell in Nürnberg trafen zwei formstarke Teams aufeinander. Die Gastgeber waren zuletzt immer besser in Fahrt gekommen und hatten fünf Spiele in Folge nicht verloren. Gleiches galt allerdings auch für das Team von Jos Luhukay, das im gleichen Zeitraum sogar zwei Punkte mehr als der FCN geholt hatte. Entsprechend sahen beide Cheftrainer nach den jeweils souveränen Siegen ihrer Mannschaften gegen Hannover und Sandhausen am vorherigen Spieltag keinen Handlungsbedarf und schickten die Teams personell unverändert auf den Rasen. Auch taktisch waren zu Beginn keine Veränderungen zu erkennen.

Man durfte also gespannt sein, welcher der Tabellennachbarn den Schwung aus der Vorwoche besser würde mitnehmen können. Großes Spektakel war in der Anfangsphase allerdings nicht zu sehen, weil beide Mannschaften sich diszipliniert und defensiv aufmerksam präsentierten. Entsprechend ließ die erste Strafraumszene ein wenig auf sich warten. Ryo Miyaichi probierte es mit einer Direktabnahme, wurde dabei aber von Gyökeres irritiert und verzog (9.). Für Nürnberg verzeichnete Georg Margreitter nach einem Freistoß von Johannes Geis die erste Gelegenheit (10.). Abgesehen davon blieb es, so wie beim Distanzschuss von Nikola Dovedan (22.), auf beiden Seiten bei einigen guten Ansätzen im Offensivspiel.

Kurios wurde es in der 23. Minute: Finn-Ole Becker schickte auf der rechten Seite Sebastian Ohlsson, der nach innen flankte, wo schließlich Gyökeres zum 1:0 vollstreckte. Allerdings hatte der Assistent an der Seite Ohlsson zuvor fälschlicherweise im Abseits gesehen und früh die Fahne gehoben. Nach der Überprüfung durch den Videoschiedsrichter wurde der Treffer trotz der teilweise nachvollziehbaren Proteste der Nürnberger richtigerweise gegeben. Die Gastgeber suchten anschließend konsequenter den Weg nach vorne. Die besten Gelegenheiten zum Ausgleich hatten Hanno Behrens und Robin Hack, die direkt nacheinander jedoch beide im Strafraum abgeblockt wurden (31.). Auch Lukas Jäger konnte den Ball nach Ecke von Geis nicht auf das Tor von Robin Himmelmann bringen (35.).

Dem zunehmenden Druck des FCN setzten die Kiezkicker Nadelstiche durch Konter entgegen, die besseren Chancen hatte aber weiterhin der Club. So setzte Behrens einen Lupfer oben aufs Tornetz, nachdem Himmelmann zuvor einen langen Ball vor seinem Strafraum hatte klären müssen (41.). Und auch gegen den abgefälschten Versuch aus spitzem Winkel von Michael Frey zeigte der Schlussmann sich aufmerksam (42.). Die größte Chance auf den Ausgleich vereitelte Himmelmann schließlich mit einer Glanzparade gegen Hack in der Nachspielzeit der ersten Hälfte. So war es am Schluss des ersten Durchgangs etwas schmeichelhaft, dass die Luhukay-Elf mit der Führung in die Pause gehen konnte.

Zweiter Startelfeinsatz, zweites Tor: Viktor Gyökeres trifft in der 23. Minute zur Führung der Kiezkicker

Zweiter Startelfeinsatz, zweites Tor: Viktor Gyökeres trifft in der 23. Minute zur Führung der Kiezkicker

In der zweiten Hälfte waren die St. Paulianer zunächst bemüht, sich nicht erneut am eigenen Strafraum einschnüren zu lassen. Doch in der 50. Minute traf Behrens mit einem satten Abschluss zum Ausgleich. Waldemar Sobota hatte zuvor seinen Fuß an einen Pass in den Strafraum gebracht, dabei jedoch unfreiwillig für Nürnbergs Kapitän aufgelegt. Die Kiezkicker zeigten jedoch die richtige Reaktion und wären beinahe direkt wieder in Führung gegangen. Nach starker Vorarbeit von Miyaichi konnte Gyökeres allerdings im letzten Moment von Oliver Sorg gestoppt werden (52.). In der Folge sahen die rund 3.000 mitgereisten St. Pauli-Fans eine offene Partie, in der beide Teams erkennbar den Sieg wollten.

Und in der 65. Minute hatten die Gäste kurz Grund zum Jubeln. Matt Penney bediente Mats Møller Dæhli im Rückraum und der Norweger hämmerte den Ball unter die Latte. Weil Penney dabei jedoch im Blickfeld von Keeper Christian Mathenia im Abseits stand, versagte Schiedsrichter Lasse Koslowski dem Treffer die Anerkennung. Nürnberg kam nach dem Ausgleich in Person von Hack zu seinem nächsten besseren Abschluss, doch auch hier war Himmelmann auf dem Posten (75.). Der deutsche U21-Nationalspieler hatte per Kopf anschließend erneut die Gelegenheit zur Führung, verfehlte aus 11 Metern aber das Tor (81.). Hack blieb auffälligster Akteur auf dem Rasen. In der 86. Minute hatten die Kiezkicker Glück, dass er nach einer Ecke von der linken Seite aus dem Rückraum nur den Pfosten traf.

In der Schlussphase waren die Nürnberger dichter dran am Sieg, doch auch St. Pauli hätte noch entscheidend treffen können. In der Nachspielzeit hatte der eingewechselte Borys Tashchy den Treffer auf dem Fuß, doch Mathenia rettete in höchster Not. So blieb es letztlich bei der nicht unverdienten Punkteteilung im Max-Morlock-Stadion.

1. FC Nürnberg

Mathenia - Sorg, Margreitter, Sörensen, Handwerker (87. Valentini) - Jäger - Geis (70. Medeiros), Behrens - Dovedan (84. Kerk), Frey, Hack

Cheftrainer: Damir Canadi

 

FC St. Pauli

Himmelmann - Ohlsson, Østigård, Buballa, Penney – Becker (90.+1 Carstens) - Miyaichi, Møller Dæhli, Knoll, Sobota (87. Buchtmann) – Gyökeres (71. Tashchy)

Cheftrainer: Jos Luhukay

 

Tore: 0:1 Gyökeres (23.), 1:1 Behrens (50.)

Gelbe Karten: Geis, Hack, Frey / Ohlsson

Schiedsrichter: Lasse Koslowski (Berlin)

Zuschauer: 32.117

 

(hbü)

Fotos: Witters

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