Zum Inhalt springen

1:0-Sieg in Nürnberg: Sobota-Tor sichert den zweiten Auswärtssieg der Saison

Beim 1. FC Nürnberg hat der FC St. Pauli den zweiten Auswärtssieg der Saison gefeiert. Das Tor des Tages erzielte Waldemar Sobota in der 63. Minute, als er nach einem weiten Abschlag von Torwart Robin Himmelmann plötzlich alleine vor dem Tor der Franken auftauchte. Durch eine starke kämpferische Leistung und etwas Glück hielten die Braun-Weißen das Ergebnis bis zum Schlusspfiff nach 95 Minuten.

Chefcoach Olaf Janßen hatte im Vorfeld der Partie im Max-Morlock-Stadion angedeutet, den Gegner mit seiner Aufstellung überraschen zu wollen. Die erste Veränderung: Nach dem Ausfall von Aziz Bouhaddouz setzte der Trainer auf ein 4-2-3-1-System mit Sami Allagui als einzige Spitze. Dahinter kehrte Mats Møller Dæhli als dessen Kreativpartner in die Startelf zurück. Auf dem Flügel kam Maurice Litka zu seinem Startelf-Debüt in der Liga, sodass Cenk Sahin auf der Bank Platz nehmen musste. Für den wie Bouhaddouz am Sprunggelenk verletzten Christopher Buchtmann rückte Johannes Flum auf den Platz neben Bernd Nehrig im defensiven Mittelfeld. Die Viererkette blieb unverändert, weil sich Marc Hornschuh nach Rückenproblemen unter der Woche rechtzeitig zurückgemeldet hatte.

Die Frage zum Anpfiff war, welches der beiden ersatzgeschwächten Teams – auch die Nürnberger mussten auf mehrere Spieler verzichten – sich mit den Veränderungen besser zurechtfinden würde. Das Spiel machten dabei zunächst die Gastgeber, die den Aufbau der Braun-Weißen früh störten. Die ersten nennenswerten Offensivaktionen verzeichneten allerdings die Kiezkicker, als erst Litka aus spitzem Winkel das Außennetz traf (9.) und Waldemar Sobota es mit einem Schlenzer probierte, den Thorsten Kirschbaum aber ohne Probleme entschärfen konnte (12.). Abgesehen davon entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der beiden Mannschaften im Angriff noch die letzte Durchschlagskraft fehlte.

Eine Schrecksekunde mussten die Braun-Weißen in der 29. Minute nach einem langen Ball auf Tobias Werner überstehen, doch der herausgeeilte Robin Himmelmann konnte die Situation entschärfen. Die Nürnberger machten jetzt Druck und kurz darauf war Himmelmann erneut auf dem Posten, als er gegen Enrico Valentini mit einem starken Reflex gerade noch die Beine zusammenbekam (33.). Sekunden später war der Schlussmann auch bei einer unangenehmen Hereingabe von Tim Leibold zur Stelle. Nach diesen turbulenten Minuten fanden die Kiezkicker aber wieder zu ihrer defensiven Ordnung zurück und ließen gegen jetzt zielstrebigere Nürnberger bis zum Pausenpfiff nichts mehr anbrennen, auch wenn die offensive Entlastung in dieser Phase fehlte.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs, den beide Teams personell unverändert angingen, wurden die Braun-Weißen direkt kräftig durchgeschüttelt. Nach einem Freistoß von der rechten Seite traf erst Georg Margreitter die Latte und den Abpraller beförderte Werner direkt wieder auf das Aluminium (49.). Zehn Minuten später meldete sich auch die Janßen-Elf offensiv zurück. Litka kurvte mit dem Ball am Fuß von rechts nach innen, sein Abschluss aus der zweiten Reihe landete auf dem Tornetz. Die Führung für die Boys in Brown fiel dann aber doch eher aus heiterem Himmel. Nach einem langen Abschlag von Himmelmann konnte die Nürnberger Hintermannschaft nicht klären, Waldemar Sobota war durchgelaufen und spitzelte den durchgerutschten Ball am herauseilenden Kirschbaum vorbei in die Maschen (63.).

Die Gastgeber waren durch diesen Rückschlag sichtlich beeindruckt und brauchten einen Moment, um wieder gefährlich zu werden. Erst zischte ein Distanzschuss von Ondrej Petrak knapp am Kasten von Himmelmann vorbei (68.) und in der nächsten Szene musste der Keeper beim Herauslaufen Kopf und Kragen riskieren, um vor Lucas Hufnagel zu klären (70.). Der Zusammenprall mit dem Nürnberger Offensivspieler hinterließ bei Himmelmann Spuren, nach kurzer Behandlung ging es aber weiter für ihn. Bei den aufopferungsvoll verteidigenden Kiezkickern kamen für die Schlussphase nacheinander Jan-Marc Schneider, Richard Neudecker und Jan-Philipp Kalla in die Partie.

Obwohl die Gastgeber am Ende noch alles versuchten, gelang es den Braun-Weißen immer wieder, die Angriffsbemühungen der Franken zu unterbinden und durch Konter Zeit von der Uhr zu nehmen. Schließlich waren auch die nach mehreren Behandlungspausen gerechtfertigten fünf Minuten Nachspielzeit überstanden und der zweite Auswärtserfolg der Saison eingefahren. Der Rest war trotz völliger Erschöpfung Jubel mit den mitgereisten Fans.

Nach dem umkämpften Auswärtssieg lassen sich die Kiezkicker in der Kurve feiern.

Nach dem umkämpften Auswärtssieg lassen sich die Kiezkicker in der Kurve feiern.

1. FC Nürnberg

Kirschbaum – Margreitter, Löwen, Ewerton – Petrak, Behrens - Leibold, Valentini – Werner (84. Ishak), Möhwald (30. Hufnagel), Salli (73. Teuchert)

Cheftrainer: Michael Köllner

 

FC St. Pauli

Himmelmann - Dudziak, Avevor, Hornschuh, Buballa - Nehrig, Flum (79. Neudecker) – Sobota, Møller Dæhli (74. Schneider), Litka (83. Kalla) - Allagui

Cheftrainer: Olaf Janßen

 

Tore: 0:1 Sobota (63.)

Gelbe Karten: Valentini, Ewerton / Nehrig, Dudziak

Schiedsrichter: Daniel Schlager

Zuschauer: 27.375

 

(hbü)

Fotos: Witters

Anzeige

Congstar
Under Armour
Astra
BetWay
Under Armour
Levi's
ok.-