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2:2 gegen Nürnberg - Buballa sichert einen Punkt für starke Kiezkicker

Der FC St. Pauli hat sich am Montagabend (19.10.) am Millerntor mit 2:2 (1:1) vom 1. FC Nürberg getrennt. In einer temporeichen Partie gingen die Gäste vor 1.000 Fans durch Manuel Schäffler früh in Führung (8.), per Foulelfmeter konnte Rodrigo Zalazar für die Kiezkicker ausgleichen (28.). Nach dem Seitenwechsel verwandelte Johannes Geis früh einen Handelfmeter für den FCN (49.), Daniel Buballa sicherte den starken Kiezkickern mit einem sehenswerten Treffer (78.) dann immerhin noch einen Punkt.

Nach der gut zweiwöchigen Länderspielpause, in der unsere Kiezkicker zwei Testspiele (1:4 gegen Werder Bremen, 1:0 gegen Holstein Kiel) bestritten hatten, nahm Cheftrainer Timo Schultz im Vergleich zum zurückliegenden 0:1 beim SV Sandhausen drei Wechsel vor. Für Leart Paqarada, Marvin Knoll und Lukas Daschner (alle Bank) begannen Maximilian Dittgen, Rodrigo Zalazar und Guido Burgstaller. Der ehemalige Nürnberger bildete mit Simon Makienok die Doppelspitze, hinter dem Duo sollte Daniel-Kofi Kyereh wirbeln.

Vor gut 1.000 Fans, mehr waren am Millerntor aufgrund der aktuellen Corona-Zahlen nicht erlaubt, legten die Braun-Weißen direkt den Vorwärtsgang ein und hatten früh die erste Chance. Rodrigo Zalazar trat zum Freistoß an und jagte den Ball mit feiner Technik, aber und viel Wucht über die Mauer, doch Christian Mathenia war zur Stelle (2.). Fast im Gegenzug zappelte der Ball im braun-weißen Netz, doch der Treffer von Robin Hack zählte wegen einer Abseitsstellung nicht – eine knappe, aber richtige Entscheidung (4.).

Wenig später jubelten die Gäste erneut und der Treffer zählte. Nach einem Fehlpass von Christopher Avevor schaltete der FCN schnell um, Felix Lohkemper wurde lang geschickt und der bediente Manuel Schäffler. Vom Elfmeterpunkt ließ der Stürmer Robin Himmelmann keine Chance (8.). Die Braun-Weißen nicht wirklich geschockt und mit zwei Möglichkeiten zum schnellen Ausgleich: Erst zielte Maximilian Dittgen nach Ballverlust von Enrico Valentini von der Strafraumgrenze zu hoch (9.), dann traf Finn Ole Becker nach einer guten Kombination aus 14 Metern nur den Außenpfosten (11.). Burgstaller probierte es dann nach einem Einwurf aus dem Rückraum, verzog aber um einige Meter (20.).

Die Kiezkicker waren die aktivere Mannschaft und hatten mehr vom Spiel, die Gäste wiederum standen tief, lauerten auf Fehler und daraus resultierende Umschaltaktionen. Die nächste Möglichkeit aber wieder für die Schultz-Elf: Daniel-Kofi Kyereh legte links raus zu Dittgen und dessen Schuss konnte Mathenia über den Querbalken lenken (23.). Dann zeigte Schiedsrichter Florian Heft auf den Punkt, allerdings er nach Hinweis des Video-Assistenten. Kyereh wurde zuvor von Tom Krauß am linken Stramfraumeck getroffen, was schwer zu sehen war und was kein Kiezkicker wirklich moniert hatte. Zalazar, zuvor mit vielen guten Aktionen, schnappte sich selbstbewusst den Ball und verwandelte sicher – 1:1 (28.)!

Vom Nürnberg kam länger, dann wurde es aber sehr brenzlig für die Boys in Brown. Nach einem langen Ball legte Fabian Nürnberger quer zu Hack und der hatte die erneute Führung auf dem Fuß. Aus zwölf Metern zielte er aber zu hoch (30.). Zu mittig zielte auf der Gegenseite Simon Makienok. Eine Hereingabe von Dittgen köpfte der Stürmer aus elf Metern wuchtig aufs Tor, doch Mathenia packte sicher zu (38.). Kurz vor der Pause scheiterte Dittgen nach starker Zalazar-Vorarbeit erneut an Mathenia (42.) und so ging’s mit dem 1:1 in die Kabinen.

Rodrigo Zalazar kurbelte das braun-weiße Spiel immer wieder an. Der Uruguayer war in den ersten 45 Minuten der auffälligste Kiezkicker und zudem treffsicher vom Punkt.

Rodrigo Zalazar kurbelte das braun-weiße Spiel immer wieder an. Der Uruguayer war in den ersten 45 Minuten der auffälligste Kiezkicker und zudem treffsicher vom Punkt.

Personell unverändert kehrten beide Teams auf den Rasen zurück und sehr früh forderten die Gäste einen Elfmeter. Fabian Nürnberger hatte aus 20 Metern abgezogen und den sich wegdrehenden Avevor am Arm getroffen. Nach VAR-Einsatz gab’s erneut Elfmeter – eine harte Entscheidung. Johannes Geis war es egal, er traf mit Hilfe des linken Pfostens zum 2:1 für die Gäste. Himmelmann war zwar im richtigen Eck, hatte aber keine Chance (49.).

Wie schon zu Beginn des Spiels mussten die Braun-Weißen einen frühen Gegentreffer hinnehmen, sie suchten erneut den schnellen Vorwärtsgang, blieben zunächst aber an der inzwischen etwas besser gestaffelten FCN-Defensive hängen. Auf der Gegenseite kam Geis nach einem Konter der Gäste aus dem Rückraum zum Abschluss – Himmelmann packte sicher zu (58.). Kurz darauf Doppelwechsel von Schultz: Luca Zander und Marvin Knoll kamen für Christopher Avevor und Philipp Ziereis rein und ersetzten diese in der Dreierkette (61.).

Die Boys in Brown hatten weiter mehr vom Spiel, die nächste Chance ließ aber noch auf sich warten. Oft sah es bis zum Strafraum gut aus, dann aber fehlte dem letzten Ball die nötige Präzision. Dann mal eine Flanke von Zalazar aus dem Halbfeld auf Dittgen, dessen Kopfball aus 13 Metern aber kein Problem für Mathenia (69.). Die Schlussviertelstunde war gerade angebrochen, da nahm Schultz einen weiteren Doppelwechsel vor. Lukas Daschner und Boris Tashchy nun für Maximilan Dittgen und Guido Burgstaller dabei (76.).

Kurz darauf kam der Ball bei einer flach getretenen Makienok gleich zwei Mal zu Makienok, doch beide Schussversuche konnten die Gäste blocken (76.). Keine 120 Sekunden später gelang den Kiezkickern der Ausgleich und es war der aufgerückte Daniel Buballa, der sehenswert zum Ausgleich treffen sollte. Eine Hereingabe von Zander flog durch den Strafraum und kam zu Buballa. Der nahm das Leder mit dem Oberschenkel an und setzte es mit Vollspann und doch mit viel Gefühl aus 15 Metern ins rechte Eck – 2:2 (78.)!

Die Boys in Brown machten weiter Druck und wollten das dritte Tor, einen Schuss von Zalazar konnte Mathenia aber entschärfen (81.). Kurz darauf war Feierabend für den Uruguayer, Rico Benatelli für ihn nun im Spiel (82.). Nürnberg suchte auch noch mal den Weg zum FCSP-Gehäuse, kam aber nicht zwingend zum Abschluss. Für die Braun-Weißen hatte Makienok in der Nachspielzeit noch  mal aus dem Rückraum abgezogen, weil der Ball aber deutlich vorbeiging (90.+5), mussten sie sich trotz Überlegenheit mit nur einem Zähler zufrieden geben.

FC St. Pauli

Himmelmann - Avevor (61. Knoll), Ziereis (61. Zander), Buballa - Ohlsson, Zalazar (82. Benatelli), Becker, Dittgen (77. Daschner) - Kyereh - Makienok, Burgstaller (77. Tashchy)

Cheftrainer: Timo Schultz

 

1. FC Nürnberg

Mathenia - Valentini, Margreitter, Sörensen, Handwerker - Hack (90.+2 Sorg), Geis, Krauß, Nürnberger (87. Rhein) - Lohkemper (70. Schleusener), Schäffler (70. Köpke)

Cheftrainer: Robert Klauß

 

Tore: 0:1 Schäffler (8.), 1:1 Zalazar (28., FE), 1:2 Geis (49., HE), 2:2 Buballa (78.)

Gelbe Karten: Ohlsson, Avevor, Becker / Krauß, Sörensen, Schäffler, Lohkemper, Köpke, Nürnberger

Schiedsrichter: Florian Heft (Neuenkirchen)

Zuschauerzahl: 1.000

 

(hb)

Fotos: Witters

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