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Der Verein im Jahresrückblick 2019 – Teil 2

Auch abseits des Profisports blickt man beim FC St. Pauli auf ein sehr ereignisreiches Jahr zurück. Im Fokus des zweiten Teils unseres Jahresrückblickes stehen unter anderem die neue Struktur des Vereins sowie wichtige Ereignisse und Erfolge diverser Geschäftsbereiche.

Nachdem Andreas Rettig im Frühjahr seinen Abschied als kaufmännischer Geschäftsleiter zum 30. September bekannt gab, wurden im Sommer 2019 die Weichen für eine neue Struktur beim FC St. Pauli gestellt. Die Verantwortung für die wirtschaftlichen, organisatorischen und gesellschaftlichen Belange konzentriert sich seit dem 1. August nicht mehr auf die übergeordnete Position eines Geschäftsleiters, sondern wurde auf einer neu geschaffenen Geschäftsleiterebene auf mehrere Schultern verteilt. Zwei dieser Schultern gehören Thomas Michael, der sich als Amateurvorstand dafür einsetzt, die Rolle des Amateursports zu stärken und die Abteilungen untereinander zu vernetzen.

Ein tolles Beispiel dafür ist die gemeinsame Organisation und Teilnahme am Christopher Street Day (CSD) am 3. August, bei der es seitens des FC St. Pauli unter dem Motto "Lieb doch wen du willst" einen eigenen Block gab. Diesen Slogan tragen wiederum die im Dezember 2019 mit dem Partner Budnikowsky erschienene Unisex-Pflegeserie sowie das entsprechende T-Shirt in Regenbogenfarben, das im Nachgang des CSDs innerhalb kürzester Zeit vergriffen war.

Doch für die Merchandising-Abteilung geht nicht nur aufgrund dieses wichtigen Statements und den neuen Produktions-Standards ein sehr ereignisreiches Jahr zu Ende. Seit dem Rückkauf der Merchandising-Rechte vor dreieinhalb Jahren, war das Geschäftsjahr 2018/2019 das ökonomisch und inhaltlich erfolgreichste, sodass bereits mit Ablauf des Jahres 2019 der damalige Kaufpreis zurück verdient werden konnte.

Und auch für die Vermarktung des FC St. Pauli war das Jahr 2019 ein ganz besonderes. Nach zehn Jahren der Zusammenarbeit mit U! Sports vermarktet sich der Verein seit dem 1. Juli wieder selbst. Bereits vorher wurde unter der Leitung von Bernd von Geldern (Geschäftsleiter Vertrieb) und Dirk Schlünz ein neues Team aufgebaut, das in diesem Jahr unter anderem Jack Daniel’s als neuen Partner hinzugewinnen konnte.

Ein ebenso positives Jahres-Fazit vermeldet Martin Drust, Geschäftsleiter Marketing beim FC St. Pauli. Mit dem Eisbecher „Melting Pott“, der gemeinsamen Förderkampagne mit Ben & Jerry’s und der Amadeu Antonio Stiftung, konnten rund 150.000 Euro für den guten Zweck generiert werden. Und bei der mit der Techniker Krankenkasse ins Leben gerufene #waldverbesserer-Kampagne wird mit dem Pflanzen von Bäumen ein Beitrag fürs Klima geleistet. Durch die Ausweitung des Engagements von congstar konnte mit dem eFootball im Jahr 2019 sogar eine vollständig neue Sparte geschaffen werden. Nach dem erfolgreichen congstar Mobile Gaming Festival im Juli, nimmt der FC St. Pauli seit November mit einem eigenen Team an der virtuellen Bundesliga teil.

Eine traurige Nachricht erreichte den Verein Ende November. Der ehemalige Vizepräsident Tjark Woydt des FC St. Pauli starb im Alter von 76 Jahren. Trotz schwerer Krankheit kam sein Tod überraschend. Der Verein gedachte Tjark Woydt mit einem Nachruf und würdigte seine Verdienste mit einer Schweigeminute vor dem Heimspiel gegen Hannover 96.

Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung am 28. November konnte Vereinspräsident Oke Göttlich, der am 21. August dieses Jahres ins Präsidium der DFL gewählt wurde, schließlich zum wiederholten Male wirtschaftliche Erfolge aus der vom neuen Geschäftsleiter Martin Urban geführten Abteilung Operations und Finanzen vermelden: Ein Rekordumsatz von 55,1 Mio. Euro, einen Konzerngewinn von 1,56 Mio. Euro und die Tilgung von Verbindlichkeiten in Höhe von 8 Mio. Euro im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018/2019. Und das bei einem selbstgemachten Wettbewerbsnachteil, weil der Verein auf Basis der Vereinswerte laut Göttlich "bewusst auf Mittel verzichtet".

Nicht nur aus wirtschaftlicher Sicht ist damit ein sehr erfolgreiches Jahr 2019 für den FC St. Pauli zu Ende gegangen.

 

(akö)

Fotos: Witters


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