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"Genauso stelle ich mir ein Spiel auf St. Pauli vor"

Es war ein ereignisreiches Montagabendspiel zwischen unseren Kiezkickern und den Nürnbergern, die gerne einen Zähler vom Millerntor entführt haben. Unsere Boys in Brown freuten sich nach den beiden Rückständen zwar über eine gute Moral, ärgerten sich unterm Strich aber auch, die Partie nicht gewonnen zu haben.

Cheftrainer Timo Schultz: "Wir haben ein rassiges Zweitliga-Spiel gesehen. Wir haben alles in die Waagschale geworfen und extrem viel investiert. Im Spiel nach vorne hatten wir viele gute Momente und haben den Gegner in die Bredouille gebracht. Das Spiel ist so gelaufen, wie man es sich vorstellt. Wir wussten, dass Nürnberg gut kontern kann und wir nicht alles weghalten können. Trotzdem ärgere mich, dass es nur ein 2:2 geworden ist. Wir waren die aktivere Mannschaft und die Mannschaft, die den Sieg eher verdient hatte. Man weiß aber auch, wie es laufen kann, mit Pech kassiert man ganz am Ende noch ein Gegentor und steht mit leeren Händen da. Insofern ist der Punkt okay. Bei der Art und Weise, wie die Mannschaft aufgetreten ist, wäre das Dach bei 30.000 Fans heute abgehoben. Dann wären wir am Ende auch mit Standing Ovations verabschiedet wurden, die Mannschaft hat einfach wirklich alles rausgehauen und alles investiert. Genauso stelle ich mir ein Spiel auf St. Pauli vor. Wir wussten, dass wir heute mit der Aufstellung ein gewisses Risiko eingehen. Mir ist es aber lieber, dass wir mutig auftreten und nach vorne spielen wollen und dann vielleicht auch die eine oder andere Chance des Gegners zulassen, als dass ich verwalte, abwartend bin, nur hinten drinstehe und hoffe, vorne einen rein zu machen. Wir wollen mutig sein, wir wollen nach vorne spielen und dann gehören Fehler auch dazu."

Daniel Buballa: "Normalerweise übe ich nicht so viel Torschüsse, aber diese Woche habe ich zwei Tage lang mit dem Spann geschossen und wurde heute direkt belohnt. Enrico Valentini, mit dem ich zwei Jahre in Aalen zusammengespielt habe, hat in der Szene auch nicht damit gerechnet, dass ich da so einen Schuss auspacke. Bei uns in der Mannschaft und der Trainer haben mir das auch nicht zugetraut. Ich kann aber auch das Tor treffen (lacht) und freue mich riesig, dass ich mich mit dem Tor belohnen konnte und wir als Mannschaft den Punkt geholt haben. Wir wollten unbedingt gewinnen, hinten raus haben wir noch mal alles reingelegt und nach vorne geworfen, um das 3:2 zu erzielen. Heute haben die Kräfte aber nicht ganz für den Sieg ausgreicht."

Robin Himmelmann: "Von der ersten Minute an haben wir ein sehr gutes Spiel gemacht und haben versucht, die Kontrolle zu übernehmen. Über 90 Minuten kann man uns nicht viel vorwerfen - nur dass wir das Spiel nicht gewonnen haben."

Christopher Avevor: "Ich berühre den Ball auf jeden Fall mit der Hand, das ist extrem bitter. Man versucht, den Ball irgendwie mit dem Bein abzuwehren und gleicht dann mit dem Oberarm das Gewicht aus. Man sieht ganz gut, dass mein Arm auch weggeht und ich keine Spannung im Arm habe. Es ist aber ein Elfmeter, da brauchen wir nicht weiter zu diskutieren. Es wird sicherlich nicht die letzte Diskussion bei solchen Entscheidungen sein. Vor dem ersten Tor spiele ich den Ball zu riskant, den darf ich nicht spielen. Wir kämpfen uns aber super zurück und waren die klar bessere Mannschaft, dann rennen wir nach der Pause wieder hinterher. Man muss der Mannschaft ein riesen Kompliment machen, sie hat eine super Moral bewiesen. Die Jungs, die reingekommen sind, haben sich super eingefügt. Und Buba natürlich, der ein sehr schönes Tor erzielt hat. Für ihn freue ich mich und für uns alle, weil wir einen Punkt mitnehmen. Unterm Strich können wir aber nicht zufrieden sein, weil wir hier gewinnen wollten."

FCN-Coach Robert Klauß: "Am Ende war es eine gerechte Punkteteilung. Wir haben ein gutes Zweitligaspiel mit vielen Offensivaktionen gesehen. Diese Art von Fußball gefällt mir. Deshalb können und müssen wir mit dem Punkt leben. Sicherlich war St. Pauli druckvoller, hatte mehr Standardsituationen und mehr Abschlüsse, aber wir hatten klarere Torchancen. Am Ende müssen wir besser verteidigen, der Elfmeter gegen uns war unglücklich. Ich mache da keinem von uns einen Vorwurf. Wenn wir noch die zweiten Bälle und engen Zweikämpfe gewinnen, bekommen wir noch mehr Umschaltmomente. Wir haben uns gewehrt und einen Schritt nach vorne gemacht."

Johannes Geis (FCN): "Wir haben es uns heute selbst zuzuschreiben, wir haben die Führungen zu leicht aus der Hand gegeben. Nach einer Führung müssen wir einfach besser nach vorne spielen, Druck machen und auf's 3:1 gehen. Dann ist der Deckel drauf. So kann immer noch etwas passieren. Wir nehmen trotzdem einen Punkt auf die lange Heimreise mit."

Manuel Schäffler (FCN): "Wir haben heute zu einfach die Führungen verspielt. Das Gute ist aber, dass wir heute mit einem Punkt nach Hause fahren. Damit bin ich zufrieden. Es gab ein paar Aktionen, wie das nicht gegebene Tor von Robin Hack, da hat man gesehen, zu was wir fußballerisch im Stande sind. Ich hatte heute nicht viele Bälle in der Box. Wenn du dann einen bekommst und den machst, dann ist das in Ordnung."

 

(hb/lf)

Fotos: Witters

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