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"Die Mannschaft hat unglaublich viel investiert, um das 2:0 zu halten"

Dass die Stimmung bei den beiden Cheftrainer Jos Luhukay und Dieter Hecking nach dem Abpfiff angesichts des Derbysiegs der Kiezkicker unterschiedlich ausfiel, war keine Überraschung. Während sich Luhukay vor allem über die Effektivität freuen konnte, die seinem Team in der Saison oft gefehlt hatte, zeigte sich Hecking nur mit den ersten 20 Minuten zufrieden. Die Niederlage nahm er sogar auf seine Kappe.

FCSP-Cheftrainer Jos Luhukay: "Es war ein intensives Spiel von beiden Mannschaften. Ich glaube, dass der HSV das Spiel in der Anfangsphase mehr oder weniger verloren hat. Sie sind sehr gut gestartet und hatten in den ersten 20 Minuten sehr klare Chancen, die sie zum Glück nicht verwertet haben. Dann bekommen wir unsere ersten zwei Chancen und hatten die absolute Effektivität. Erst mit einer klasse Aktion von Henk Veerman, der sich durchsetzt und dann noch fantastisch verwertet, und beim zweiten Tor mit einem tollen Abschluss von Matt Penney. Dann gehen wir mit der 2:0-Führung in die Halbzeit und dann muss man erstmal durchatmen. So läuft ein Spiel manchmal: Die Chancen auf der Gegenseite waren sehr gut, aber wir hatten eine Effektivität, die wir ganz selten in dieser Saison auf den Platz bringen konnten. Wir sind gut in die zweite Halbzeit gekommen und hatten direkt einen fantastischen Angriff über die linke Seite mit einem Kopfball von Marvin Knoll, der sensationell gehalten wird. Danach hatte der HSV mehr Spielanteile, aber nicht mehr die Chancen wie in der ersten Halbzeit. Und wenn doch, dann konnten wir mit Herz und Seele verteidigen und die Schüsse blocken. Die Mannschaft hat unglaublich viel investiert, um das 2:0 zu halten. Wir freuen uns, dass wir die drei Punkte mitnehmen. Das war für uns heute ein sehr wichtiges Spiel für die Tabelle und fürs Selbstvertrauen. Jetzt müssen wir uns aber auch wieder voll fokussieren auf das Heimspiel gegen Osnabrück."

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Die Pressekonferenz im Video bei FC St. Pauli TV:

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HSV-Coach Dieter Hecking: "Von meiner Seite erst einmal Glückwunsch an den Nachbarn. Das fällt mir schwer, denn der Frust ist groß heute. Wenn man das Derby zweimal in einer Saison verliert, dann ist das nie gut. Zum Spiel gibt es nach der Analyse von Jos nicht viel mehr zu sagen. Wir hatten sehr, sehr gute erste 20 Minuten. Bis zum 0:1 hatte St. Pauli keinen Zugriff, wir dagegen Chance um Chance und so müssen wir in Führung gehen. Beim ersten Gegentor ist es wieder einmal eine Fehlerkette mit drei, vier entscheidenden Dingen vor dem Tor. Dennoch hatte ich das Gefühl, dass uns das nicht davon abhalten kann, den Spielfaden wieder aufzunehmen und wieder Druck aufzubauen. Das haben wir ein bisschen geschafft, wir hatten ein paar Halbchancen. Dann fällt das zweite Gegentor. Danach hatte ich das Gefühl, dass war zu viel. Da muss ich mir dann den Schuh anziehen, dass ich die Mannschaft in der Halbzeit nicht wieder in die Spur bringen konnte, dass sie den Faden wieder aufnimmt. Das nehme ich heute auf meine Kappe. Wir hätten in der zweiten Halbzeit noch lange spielen können, wir hätten die Lösungen nicht gefunden, die wir gebraucht hätten, um das Spiel doch noch für uns entscheiden. Für mich als Trainer war es heute ein gebrauchter Tag. Nach der 20. Minute war es nicht mehr das, was wir uns erhofft hatten."

 

(hb/hbü)

Fotos: Witters

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