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3:5 - Kiezkicker verlieren Schlagabtausch am Millerntor

Die Boys in Brown mussten sich am Sonntag (2.9.) mit 3:5 dem 1. FC Köln geschlagen geben. Vor ausverkauftem Haus brachten Henk Veerman (13.) und Dudziak (25.) die Boys in Brown in Führung. Noch vor der Pause glichen die Kölner durch Christian Clemens (35.) und Simon Terodde (45.) aus. Nach dem Seitenwechsel brachte ein Doppelschlag durch Terodde (53.) und Guirassy (57.) die Gäste in Front. Christopher Buchtmann schlug für die Braun-Weißen noch einmal zurück (66.). Doch das Tor von Salih Özcan (90.+5) markierte den bitteren Schlusspunkt an diesem Nachmittag.

Cheftrainer Markus Kauczinski nahm für die Partie gegen den 1. FC Köln mehrere Änderungen in seiner Startelf vor. Luca Zander stand in der Abwehr auf der rechten Seite von Beginn an auf dem Feld.  Dafür rückte Jeremy Dudziak ins Mittelfeld der Boys in Brown. Weiter waren im Vergleich zum Spiel Union Berlin Waldemar Sobota und Henk Veerman in der Startelf. Bernd Nehrig und Dimitrios Diamantakos nahmen vorerst auf der Bank Platz.

Es gibt Partien, in denen sich die Kontrahenten einige Minuten nehmen, um ein Gefühl für den Platz, den Gegner und ihr eigenes Spiel zu bekommen. Anders war es am Millerntor. Beide Teams starteten mit enorm viel Tempo und Laufbereitschaft. Dabei hatten die Gastgeber ein leichtes Übergewicht mit Drang nach vorne. Nach vier Minuten resultierte hieraus die erste Möglichkeit für den FC. Christian Clemens wurde auf der rechten Seite der Geißböcke freigespielt und fackelte nicht lange. Doch Robin Himmelmann zeigte sich reaktionsschnell und vereitelte die frühe Führung.

Und dann kam die 13. Spielminute. Fußball, manchmal schreibst Du Märchen. Der Kölner Marcel Risse wurde an der linken Seite unter Druck gesetzt und spielte den Ball zurück in die eigene Hälfte. Doch aus einem Rückpass wurde ein wohl getimter Assist. Henk Veerman reagierte bei Risses Ball am schnellsten und schob die verunglückte Rückgabe eiskalt aus 18 Metern in den Kasten von Timo Horn. Erster Pflichtspieleinsatz von Beginn, erster Einsatz am Millerntor und nach der ersten Viertelstunde das Tor für unseren Neuzugang.

Doch wer glaubte, dass der FC wütend antwortete, wunderte sich. Fünf Minuten später prüfte Sobota die Flugeigenschaften von Horn. Elegant von Dudziak freigespielt setzte die Nummer 28 zum zweiten Schlenzer des Tages an. Doch der FC-Keeper behielt in dieser Szene die Oberhand (18.).

War das Millerntor bis dato bereits in überragender Form, explodierte es geradezu nach 25 Minuten. Auf der linken Seite freigespielt, hatte Buchtmann alle Zeit der Welt und sah Kopfballungeheuer Dudziak in den Strafraum preschen. Einer butterweichen Flanke auf den Elfmeterpunkt folgte ein präziser Kopfball. Tor. 2:0. Ungläubiges Staunen. Zeitweise hatte man das Gefühl, dass bei der Kauczinski-Elf alles funktionierte.

Doch in Minute 35 zeigte sich, dass der FC ein absolutes Spitzenteam ist. Louis Schaub hatte auf der rechten Seite der Kölner viel Zeit und bediente den eingerückten Clemens mit einer starken Flanke. Dieser lies den Ball nur über den Scheitel wischen und verlängerte die Kugel damit ins lange Eck. Der Anschluss für die Geißböcke.

Und nur zehn Minuten nach dem Anschluss der Ausgleich. Am Ende eines Angriffes der Kölner stand Stürmer Simon Terodde goldrichtig und schob die Kugel eiskalt ein. Vorher hatten sich Clemens und Dominik Drexler durch den Strafraum kombiniert und ihre ganze Qualität gezeigt. Kurz darauf war Pause.

 

 

Vor den zweiten 45 Minuten musste Coach Kauczinski eine Änderung vornehmen. Für Mat Møller-Daehli kam Richard Neudecker in die Partie. Er ersetzte ihn positionsgetreu. Die zweite Hälfte begann denkbar schlecht für die Kiezkicker. Innerhalb von zwölf Minuten trafen die Gäste doppelt. Erst war es Terodde, der nach einem Foul von Himmelmann ihn selbst zum Elfmeter antrat und eiskalt verwandelte (53.). Kurze Zeit später vollendete Guirassy einen Konter der Kölner aus kurzer Distanz (58.). In den Minuten danach musste sich die Kauczinski-Elf kurz sammeln.

Und wie! Nach Sobotas Vorlage schoss Buchtmann Horn aus ein paar Metern an. Die daraus resultierende Bogenlampe senkte sich hinter Torhüter Timo Horn ins Netz. Es war diese eine Aktion, die die Kiezkicker brauchten, um wieder ins Spiel zu finden (66.). Nur kurze Zeit später hatte Diamantakos den Ausgleich auf dem Fuß. Doch in letzter Sekunde blockt ein Kölner seinen Versuch. Das Millerntor und die Mannschaft auf dem Feld waren aber nun voll da und brannten auf den Ausgleich (68).

Mit Anbruch der letzten 15 Minuten auch das letzte große Aufbäumen der Mannschaft von Markus Kauczinski. Dabei musste die Hintermannschaft um Philipp Ziereis aber immer ein Auge auf die gefährlichen Konter der Kölner haben. Zwar hatte unter anderem der eingewechselte Dimitrios Diamantakos noch eine gute Möglichkeit, um das 4:4 zu erzielen, doch am Ende war es Salih Özcan, der in der fünften Minute der Nachspielzeit den Deckel auf die Partie machte.

 


FC St. Pauli

Himmelmann – Zander, Ziereis, Knoll, Buballa – Flum – Sobota, Dudziak, Buchtmann, Møller-Daehli (45. Neudecker ) – Veerman

Cheftrainer: Markus Kauczinski

 

1. FC Köln

Köln– Risse, Sobiech, Czichos, Horn – Hector – Clemens, Schaub, Drexler, Guirassy – Terodde

Cheftrainer: Markus Anfang

 

Tore: 1:0 Veerman (13.), 2:0 Dudziak (25.), 2:1 Clemens (35.), 2:2 Terodde (45.), 2:3 (53. Terodde), 2:4 (Guirassy), 3:4 (66. Buchtmann)

Gelbe Karten: Møller-Daehli / Sobiech

SR: Benjamin Cortus

Zuschauer: 29.546

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