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Zwei Fußballgötter beim FCSP? "Kein Problem" für Kalla

Jan-Philipp Kalla hat nach dem Jahreswechsel Konkurrenz bekommen – und dabei geht es nicht um den Kampf um einen Stammplatz. Ab sofort ist das FCSP-Urgestein nicht mehr der einzige ‚Fußballgott‘ im Kader der Braun-Weißen, mit Alex Meier wurde Frankfurts langjähriger ‚Fußballgott‘ verpflichtet. Zwei ‚Fußballgötter‘ im Kader, passt das?

"Ehrlich gesagt, weiß ich das gar nicht mehr", gestand Jan-Philipp Kalla auf die Frage, ob er sich noch an das erste ‚Fußballgott‘ der FCSP-Fans am Millerntor erinnern kann. "Ich meine, dass es erst nach dem Abschied von Fabian Boll angefangen hat. Er war eine Identifikationsfigur beim FC St. Pauli. Nachdem er aufgehört hat, war nur noch ich als Ur-St. Paulianer dabei", erklärte der Defensiv-Allrounder, der im Sommer 2003 vom SC Concordia zur braun-weißen U19 gewechselt war, 2007 den Sprung zu den Profis geschafft hatte und seitdem über 150 Pflichtspiele bestritten hat.

"Ich habe damit kein Problem", nahm Jan-Philipp Kalla mit einem Zwinkern der nicht ganz ernst gemeinten Frage, ob er ein Problem damit hat, nach der Verpflichtung von Alex Meier nicht mehr der einzige ‚Fußballgott‘ im Kader zu sein, direkt den Wind aus den Segeln. "Warum sollte es nicht auch zwei Fußballgötter geben", stellte er klar. Viel spannender, fügte Schnecke augenzwinkernd hinzu, sei jedoch die Frage, "wie Alex damit umgehen wird".

Den seit gut vier Jahren von den FCSP-Fans gerufenen Zusatz sieht Kalla als Ehre an. "Das ist geil und bei uns ja nichts Alltägliches, sondern schon etwas Besonderes, wenn nach Deinem Namen noch ein ‚Fußballgott‘ hinterhergerufen wird. Personenkult wird bei uns ja nicht ganz so großgeschrieben, umso mehr bedeutet mir der Spitzname", betonte Kalla, der hinzufügte: "Bei meinem ersten Auftritt am Millerntor wurde mir ‚Fußballgott‘ natürlich noch nicht nachgerufen, so etwas muss sich über viele Jahre entwickeln. Ich weiß, dass ich dafür einiges getan habe, dass es so gekommen ist. Auf der einen Seite geht’s da um die Spielweise, auf der anderen Seite auch um die Loyalität gegenüber dem Verein. Die Mischung daraus hat mir den weiteren Spitznamen verschafft."

Jan-Philipp Kalla im Duell mit Fürths David Atanga. Nicht nur gegen die SpVgg, sondern auch gegen Bochum und Magdeburg lieferte der 'Fußballgott' vor der Winterpause starke Leistungen ab.

Jan-Philipp Kalla im Duell mit Fürths David Atanga. Nicht nur gegen die SpVgg, sondern auch gegen Bochum und Magdeburg lieferte der 'Fußballgott' vor der Winterpause starke Leistungen ab.

Mit dem Trainingsstart am Sonntag (6.1.) bereiten sich nicht nur beiden ‚Fußballgötter‘ Kalla und Meier, sondern alle Kiezkicker gemeinsam auf die zweite Saisonhälfte vor. Auf den Start freut sich Defensiv-Allrounder Kalla bereits, allerdings stehen erst noch drei Wochen Vorbereitung auf dem Plan, ab Donnerstag (10.1.) im spanischen Oliva Nova. "Ich freue mich immer auf die Trainingslager, das hat immer auch etwas von einer Klassenfahrt. Die Zeit ist aufgrund der intensiven Einheiten natürlich anstrengend, es ist aber immer auch lustig, mit den Jungs unterwegs zu sein. An Blödsinn untereinander mangelt es in den Tagen nie. Es ist immer ein guter Mix, zudem finden wir auch aufgrund des Wetters optimale Bedingungen vor", erklärte Schnecke vor der Abreise.

Noch leicht verschnupft, nachdem ihn im neuen Jahr eine Erkältung erwischt hatte, dank des auch für ihn persönlich positiven Jahresabschlusses tritt ‚Fußballgott‘ Kalla die Reise nach Spanien aber mit einem guten Gefühl an. Nachdem er die erste Hälfte der Hinrunde aufgrund einer Schambeinentzündung verpasst hatte, trug er vor der Winterpause als Linksverteidiger mit starken Leistungen zu den Siegen in Bochum (3:1), gegen Fürth (2:0) und Magdeburg (4:1) bei. "Ich war gerade in den Spielrhythmus gekommen, auch mannschaftlich lief es ja richtig gut", so der 32-Jährige, dem die Winterpause eigentlich nicht ganz gepasst hatte. "Die Pause hat uns deshalb aber auch gutgetan, weil wir nach einem anstrengenden Halbjahr alle Kraft tanken konnten", fügte er hinzu.

Wie stehen seine Chancen, Ende Januar beim Auftaktspiel in Darmstadt wieder aufzulaufen? Kalla: "Ich versuche einfach, gesund zu bleiben, Gas zu geben und mich mit guten Leistungen im Training und in den Testspielen für weitere Einsätze anzubieten." Nicht nur beim Auftakt in Darmstadt, sondern auch im ersten Heimspiel gegen Union Berlin will Schnecke natürlich zu gerne zum Einsatz kommen. Klar würde er sich am meisten freuen, wenn Stadionsprecherin Dagmar Hansen ihn in der Startelf angekündigt und nach ihrer Ansage ‚Mit der Nummer 27, Jan-Philipp Kalla‘ ein ‚Fußballgott‘ folgt.

 

(hb)

Fotos: Witters


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