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Thomas Michael: „Beim FC St. Pauli geht es um mehr als Fußball"

Am 1. August beginnt Thomas Michael als Geschäftsleiter Amateursport für den FC St. Pauli zu arbeiten, doch über die Vorfreude für die kommende Aufgabe verfügt er heute schon. Im Gespräch verrät er uns u.a. seine Hauptaufgabenbereiche und weswegen ihm der FC St. Pauli so sehr gefällt. 

Hallo Thomas, Du bringst viel Erfahrung aus der Vereins- und Verbandsarbeit mit, hast lange Jahre für den Hamburger Sportbund gearbeitet. Welche Verbindung oder Kontaktpunkte hattest Du bereits zum Club und worin liegt für Dich der Reiz für den FC St. Pauli zu arbeiten?

Mit 14 Jahren war ich das erste Mal bei einem Spiel am Millerntor. Seitdem gefällt mir sehr, dass es beim FC St. Pauli um mehr geht als nur um Fußball – Stichwort gemeinsame Werte. Für den Hamburger Sportbund hatte ich in den vergangenen Jahren Kontakt mit mehreren Amateur-Abteilungen. Dabei habe ich erlebt, dass St. Pauli weit mehr ist als nur Profi-Fußball. Im Vergleich mit anderen Vereinen sind das ehrenamtliche Engagement und die Verbundenheit zum Verein überdurchschnittlich hoch. Für den FCSP mit unseren gemeinsamen Werten aktiv zu werden, den Ehrenamtlichen den Rücken frei zu halten und gemeinsam mit ihnen guten Sport zu organisieren ist ein Traumjob.

Du wirst als Geschäftsleiter Amateursport beim Verein eine neu geschaffene Position bekleiden, wie ist diese Position im Verein angesiedelt?

Als Geschäftsleiter Amateursport berichte ich an den Amateurvorstand. In der Geschäftsstelle arbeite ich auf der Ebene von Andreas Rettig und Uwe Stöver.

Wie sieht Dein Hauptaufgabenfeld aus?

Intern geht es hauptsächlich darum, Ansprechpartner für die Themen des Amateursports zu sein. Außerdem wollen wir Strukturen entwickeln, die die Vernetzung und die Kommunikation der Abteilungen weiter verbessern und die Arbeit der Ehrenamtlichen erleichtern. Extern werden wir uns kurzfristig dringend um das Thema Hallen und Sportplätze kümmern. Der FC St. Pauli ist einer der größten und einer der am stärksten wachsenden Sportvereine in Hamburg. Dem gegenüber stehen zu wenige Sportmöglichkeiten im Stadtteil. Da müssen wir weiter viel Arbeit investieren.

Zu meinen Aufgaben gehört es auch, den Verein im Bereich des Amateursports in Hamburg weiter zu vernetzen – mit Vereinen und Sportverbänden, aber auch mit Politik, Behörden und Organisationen, die sich für den Stadtteil St. Pauli engagieren. Langfristig geht es darum, den Verein noch mehr im Stadtteil zu verankern und das in guter Nachbarschaft mit den anderen Vereinen im Viertel. Wir wollen allen Menschen in St. Pauli ein Angebot machen. Dafür werden wir sicher auch unsere Sportmöglichkeiten weiter entwickeln müssen.

Was sind Deiner Meinung nach die größten Herausforderungen in Deiner neuen Funktion?

Intern liegt ein weißes Blatt Papier vor mir, da es meine Position bisher nicht gab. Das ist aber eine positive Herausforderung, weil es eine sehr schöne Gestaltungsaufgabe ist. Extern gilt es die Nuss mit den Sportstätten zu knacken. Das wird nicht ganz einfach werden.

Wie wird die Zusammenarbeit mit dem Amateurvorstand aussehen?

Formal ist der Amateurvorstand mein Chef. Ich berichte an ihn und er ist mir gegenüber weisungsbefugt. In der täglichen Zusammenarbeit freue ich mich auf die Menschen in diesem Gremium. Wir werden in intensivem Dialog die Themen der Sporttreibenden Abteilungen voranbringen. Ich hole mir die Vorstellungen des Amateurvorstands ab und bearbeite sie dann bis zur Ablage. Unterwegs wird es Diskussionen und Beschlüsse des Vorstands geben, die ich dann umsetze. Im Prozess werde ich den Vorstand beraten und Lösungsvorschläge machen.

Gab es schon Gespräche mit Jörn Sturm und seinen Vorstandskollegen?

Ja, die gab es schon. Mit Jörn Sturm habe ich mich in einem längeren Gespräch über meine zukünftigen Aufgaben und die Zusammenarbeit mit dem Amateurvorstand ausgetauscht. Harald Singler habe ich in meinem Vorstellungsgespräch kennengelernt. Außerdem habe ich am Donnerstagabend schon an einer Sitzung des Amateurvorstands teilgenommen.

Wie siehst Du Deine Rolle mit Blick auf die Sporttreibenden Abteilungen? Wie wird da der Austausch zukünftig erfolgen?

Das ehrenamtliche Engagement beim FCSP ist sehr hoch, aber selbst hier reicht die Zeit nicht, um alles leisten zu können. Darum verstehe ich mich als Mitarbeiter des Gesamtvereins, der Zeit hat, sich um wichtige Dinge der Sporttreibenden Abteilungen zu kümmern. Ein paar Erfahrungen und Kontakte bringe ich mit, die sicher auch weiterhelfen können. Der Amateurvorstand und die Delegiertenversammlung sind natürlich wichtige Gremien für den Austausch. Ich wünsche mir aber auch den regelmäßigen Dialog mit den Abteilungsleitungen und möglichst vielen Mitgliedern. Ich möchte verstehen, was in den einzelnen Abteilungen los ist, damit ich bestmöglich für den Gesamtverein und jedes einzelne Mitglied arbeiten kann.

 

(cp)

Foto: FC St. Pauli

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