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„Eine tolle und spannende Zeit – mit Höhen und Tiefen“

Seit inzwischen einer Woche steht fest, dass Jan-Marc Schneider zukünftig das Trikot des SSV Jahn Regensburg tragen wird. Kurz vor dem Ende der vergangenen Saison haben wir mit dem Angreifer über seine vier Jahre am Millerntor gesprochen. Schneider blickte dabei mit gemischten Gefühlen, aber überwiegend positiven Eindrücken auf seine Zeit beim FC St. Pauli zurück.

Angefangen hatte alles im Sommer 2015, als Schneider mit der Empfehlung von 27 Toren in 26 Oberliga-Spielen für die SV Halstenbek-Rellingen zu unserer U23 gewechselt war. Mit dem Ziel, sich "sowohl fußballerisch als auch persönlich weiterzuentwickeln", kam Schneider ans Millerntor. Vor allem Joachim Philipkowski habe ihm bei seiner Entwicklung sehr geholfen: "Piepel hat mir sehr viel beigebracht und mich nach vorne gebracht". Unter Philipkowski avancierte der Angreifer in der U23 vom ersten Tag an zum Führungsspieler, in der ersten Regionalliga-Saison steuerte er neun Tore bei, im zweiten Jahr gelangen ihm dann 14 Treffer.

Der Sprung zu den Profis war die logische Konsequenz. Ende Januar 2017 folgte das Debüt in der 2. Bundesliga beim Heimspiel gegen den VfB Stuttgart. "Irgendwie schön und doch bitter", fasste Schneider sein erstes von insgesamt 27 Zweitliga-Spielen für unseren FC St. Pauli kurz zusammen. "Ich komme kurz vor Schluss rein, da steht es 0:0. Ein langer Ball, eine Kopfballverlängerung und Carlos Mané schweißt das Leder zum Sieg für den VfB ein. Das war richtig bitter." Der Angreifer hatte sich seinen Einstand natürlich ganz anders vorgestellt.

Nach drei Kurzeinsätzen in der Saison 2016/17 und fünf weiteren zu Beginn der Saison 2017/18 war es im Dezember 2017 soweit: Schneider stand in Bielefeld erstmals in der Startelf. Ein besonderes Spiel, das ein besonders bitteres Ende nehmen sollte. "Nach guter erster Halbzeit sind wir am Ende mit 0:5 untergangen. Das hat richtig wehgetan", so der Stürmer rückblickend. Freud und Leid lagen in der Saison 2017/18 aber nicht weit auseinander. Sechs Wochen vor der bitteren Bielefeld-Pleite hatte Schneider in Sandhausen sein erstes Profi-Tor erzielt. Klar, dass er an den Treffer zu gerne zurückdenkt: "Die Mannschaft hat ein gutes Spiel gemacht, lag aber hinten. Ich komme rein und erziele in der Schlussminute den verdienten Ausgleich. Ein geiles Gefühl!"

Ein noch emotionalerer Moment sollte nur wenige Wochen später, am 18. Dezember 2017, folgen. "Der 2:1-Heimsieg gegen Bochum war mein schönster Moment in den vier Jahren", gab Schneider mit einem breiten Grinsen preis. Nach Vorlage von Cenk Sahin blieb der Angreifer im Duell mit Bochums Keeper Felix Dornebusch eiskalt – beim anschließenden Jubel sprang Schneider gefühlt drei Meter hoch. "Mein Startelfdebüt und mein erstes Tor am Millerntor – geiler geht’s nicht", schwärmte der Angreifer.

Jan-Marc Schneider bejubelt seinen ersten Treffer am Millerntor.

Jan-Marc Schneider bejubelt seinen ersten Treffer am Millerntor.

Bis Sommer 2018 folgten zwei weitere Startelf- und mehrere Kurzeinsätze, in der zurückliegenden Spielzeit kam Schneider bei neun Kurzeinsätzen dann nicht über die Joker-Rolle hinaus. "Es hat sich dann herauskristallisiert, dass ich mich verändern möchte und der Verein die Rolle, die ich mir vorgestellt habe, nicht erfüllen kann", erklärte der Angreifer mit Blick auf die Trennung zur neuen Saison. "Klar hätte ich mir mehr Einsatzminuten gewünscht. Ich denke aber, dass ich der Mannschaft immer weiterhelfen und meinen Teil beitragen konnte, wenn ich reingekommen bin."

Zum letzten Mal reingekommen ist Schneider am 12. Mai 2019 beim letzten Heimspiel gegen den VfL Bochum, als der Angreifer vor dem Anpfiff gebührend verabschiedet wurde. "Schade, dass wir das Spiel nicht gewonnen haben. Ich habe mich aber sehr gefreut, dass ich noch mal spielen und das Millerntor-Gefühl miterleben konnte. Das war ein schöner Abschied und noch einmal ein besonderer Moment."

Viele besondere Momente hat der Angreifer in den vier Jahren mit den Teamkollegen erlebt. Welche Kiezkicker wird er besonders vermissen? "Alle", betont Schneider mit einem Lächeln. "Ich habe mich wirklich mit allen immer sehr gut verstanden und hatte mit vielen Spielern eine freundschaftliche Beziehung, die wir hoffentlich aufrechterhalten können. Mit den Jungs habe ich so viele Sachen erlebt und sehr viel Spaß gehabt – es war eine schöne Zeit. Für die kommende Saison wünsche ich ihnen, dass sie wieder angreifen und oben anklopfen können", so der 25-Jährige, der zukünftig für den SSV Jahn Regensburg auf Torejagd gehen und seine langjährigen Teamkollegen so zumindest zwei Mal auf dem Rasen wiedersehen wird.

 

(hb)

Fotos: Witters

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