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„Auch wenn die Ergebnisse nicht gestimmt haben, hat es viel Spaß gemacht“

Mats Møller Dæhli war in der vergangenen Saison nicht aus der Mannschaft zu denken, das belegt auch seine Bilanz. Lediglich zwei Spiele verpasste der Norweger. Mit seiner Quote (zwei Tore, vier Vorlagen) konnte sich der vielseitig einsetzbare Mittelfeldspieler zwar nicht so ganz anfreunden. Weil er aber verletzungsfrei durch die Spielzeit gekommen war, zog er persönlich ein positives Fazit. Aufgrund des Auftretens in den letzten Spielen nimmt der Mittelfeldspieler ein positives Gefühl in die neue Saison.

In 32 Spielen kam Mats Møller Dæhli im Vorjahr zum Einsatz, hinter Robin Himmelmann und Marvin Knoll stand der Norweger die meiste Zeit auf dem Rasen. Den Grundstein dafür habe er in beiden Vorbereitungen legen können. "Sowohl im Sommer als auch im Winter habe ich im Gegensatz zu den letzten Jahren alles mitgemacht", erklärte der Mittelfeldspieler, der in der Saison 2017/18 verletzungsbedingt noch 13 Spiele verpasst hatte. "Nach meiner letzten Verletzung im März 2018 habe ich einige Dinge verändert. Neben mehr Krafttraining und Stretching habe ich zudem meine Ernährung umgestellt, ich schlafe seitdem auch mehr. Nicht viel, aber ein bisschen", erklärte der 24-Jährige.

Ausgeschlafener und fitter trug Møller Dæhli mit vielen guten Leistungen dazu bei, dass die Kiezkicker zwei Drittel der Saison ganz oben mitspielen konnten. Vor allem an die Phase vor Weihnachten, mit den Siegen gegen Bochum, Fürth und Magdeburg, erinnerte sich der Mittelfeldspieler gerne. "Dadurch konnten wir uns auch mit einer positiven Stimmung in die Winterpause verabschieden", freute sich Mats, der mit Blick auf die Rückrunde aber feststellte, dass mit Henk Veerman und Philipp Ziereis "zwei wichtige Spieler" verletzungsbedingt ausgefallen waren.

Die nach dem Jahreswechsel immer größer werdende Zahl an Verletzten wollte Mats nicht als Grund für die schwache Rückrunde gelten lassen. "Das darf keine Entschuldigung für unsere Leistungen sein, wir hätten es als Mannschaft besser machen müssen", betonte Møller Dæhli, der angesichts von Platz neun zum Abschluss betonte: "Damit konnten wir nicht zufrieden sein. Am Ende bekommst du aber immer das, was du verdienst. Andere Mannschaft waren in der Rückrunde einfach besser als wir."

Die Phase ab Mitte März, beginnend mit der Derby-Niederlage, bezeichnete Mats als „die schlimmste Zeit“. Nachdem er die komplette Saison kein Spiel verpasst hatte, musste er ausgerechnet beim Derby-Heimspiel aufgrund eines Magen-Darm-Infektes erstmals passen. "Das war sehr bitter für mich. Es hatte mich zu heftig erwischt und so hatte ich keine Chance, irgendwie dabei zu sein", so Mats, der die Atmosphäre in den Tagen vor und am Spieltag selbst als "absolut außergewöhnlich" bezeichnete und zu gerne aufgelaufen wäre.

Apropos auflaufen: Fast immer war der 24-Jährige auf dem offensiven Flügel zu finden, Jos Luhukay schickte Møller Dæhli in den letzten beiden Spielen gegen Bochum und Fürth dann in defensiverer Rolle auf den Rasen. "Mit hat es auf der Sechs sehr viel Spaß gemacht. Gegen Bochum habe ich gut 20 Minuten gebraucht, war dann aber richtig gut im Spiel. Es war ungewohnt, den Ball das eine oder andere Mal als tiefster Spieler zu haben. Daran gewöhnt man sich aber nach ein zwei, drei Spielen", so der 24-Jährige, der hinzufügte: "Ich fühle mich im Zentrum sehr wohl, habe aber auch außen gute spiele gemacht. Wo auch immer mich der Trainer aufstellt, ob auf der Sechs oder auf dem Flügel, ich gebe immer 100 Prozent."

Nicht in den letzten beiden Spielen auf der Sechs, sondern generell hatte Møller Dæhli zum Ende der Saison viel Freude: "Eigentlich kannst du nicht zufrieden sein, wenn du nicht gewinnst oder wie in Dresden oder auch Fürth verlierst. Unsere Leistungen waren trotz vieler Umstellungen und eines neues Spielsystems richtig gut. Obwohl die Ergebnisse nicht gestimmt haben, hat es nicht nur mir viel Spaß gemacht." Und so geht der 24-Jährige mit einem positiven Gefühl in die kommende Saison 2019/20: "Ich habe große Hoffnungen, dass wir mit der Mannschaft viel erreichen können."

Der Mittelfeldspieler will dann auch wieder verletzungsfrei bleiben, um der Mannschaft so oft wie möglich mit guten Leistungen zu helfen. Dabei dürfen es gerne mehr als die zwei Tore und vier Vorlagen wie im Vorjahr sein. "Damit konnte ich nicht zufrieden sein. Es hätten es fünf Tore und auch fünf Vorlagen werden müssen. Ich will meine Bilanz nächste Saison gerne verbessern", so Mats, der im selben Atemzug aber betonte: "Wenn ich auch ohne Torbeteiligungen dazu beitrage, dass wir eine erfolgreiche Saison spielen, dann sind mir solche Statistiken völlig egal."

Mit Blick auf die kommende Spielzeit stellte Mats klar: "Es sind wieder viele gute Teams in der Liga, ich freue mich auf viele spannende Partien. Wie in der letzten Saison wird jedes Spiel schwer, egal wie der Gegner heißt. Du kannst jedes Spiel gewinnen, aber auch verlieren. Du musst dein Level und den Fokus immer hochhalten, wenn du erfolgreich sein willst." Und so geht Møller Dæhli mit der altbekannten Floskel in die neue Saison: "Wir müssen und werden von Spiel zu Spiel schauen."

 

(hb)

Fotos: Witters


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