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„Es ist an der Zeit, in Aue was zu holen“

Das Jahr 2019 begann für Philipp Ziereis alles andere als gewünscht. Im Trainingslager zog sich der Innenverteidiger im Testspiel gegen Wehen Wiesbaden einen Kreuz- und Innenbandriss im rechten Knie zu. Eine lange Pause folgte, ehe Ziereis im Oktober sein Comeback feierte und nach zwei Einsätzen in der Regionalliga Nord für die U23 zuletzt sowohl gegen Karlsruhe als auch Bochum auch in Liga zwei wieder auf dem Rasen stand. Nach der Länderspielpause will Ziereis die letzten fünf Spiele des Jahres mit Vollgas angehen - zum Auftakt des Jahresendspurts soll es in Aue endlich wieder mit drei Punkten klappen.

"Das kann man so oder so sehen", lautet die Antwort von Philipp Ziereis, ob ihm persönlich das spielfreie Wochenende entgegenkommt oder nicht. "Ich habe die letzten beiden Spiele gemacht und war gut dabei. Der Spielplan ist nun mal, wie er ist, das muss man akzeptieren", erklärt der Abwehrspieler, der nichts dagegen gehabt hätte, wenn an diesem Wochenende der dritte Einsatz hintereinander gefolgt wäre. "Ein freies Wochenende tut aber auch mal gut", fügt der 26-Jährige hinzu. Er bekommt Besuch von Ex-Kiezkicker Lennart Thy (aktuell bei PEC Zwolle) und will mit ihm ein "entspanntes Wochenende" verbringen.

Aufgrund der Mitte Januar erlittenen Knieverletzung bestritt Ziereis neun Monate kein Spiel, Mitte Oktober feierte er im Testspiel gegen Werder Bremen dann sein lang ersehntes Comeback. "Danach ging es sehr knackig weiter", blickt der Innenverteidiger auf vier Spiele binnen drei Wochen zurück. Nach zwei Einsätzen in der Regionalliga Nord für die U23 kam er im Heimspiel gegen Karlsruhe erstmals dann auch wieder in der 2. Bundesliga zum Einsatz. Weil Matt Penney Mitte der ersten Halbzeit verletzt raus musste, kehrte Ziereis früher als erwartet auf den Rasen zurück. "Der Einsatz war wie ein Sprung ins kalte Wasser. Ohne mich groß warmzumachen, ging’s auf den Platz. Es war aber geil, wieder dabei zu sein." Lediglich das Ergebnis (2:2 nach 2:0-Führung) trübte die Freude über die Rückkehr, die Ziereis mit 90 Minuten gegen Bochum fortgesetzt hat.

Ein langer Weg zurück auf den Rasen liegt hinter Ziereis, neu war der aber nicht für den Abwehrspieler. Im Mai 2017 zog er sich einen Muskelriss zu, musste ebenfalls lange pausieren und stand erst im März 2018 wieder in der Startelf. Fiel das Schuften für die Rückkehr dieses Mal leichter aus? "Eine gute Frage", erklärt Ziereis zunächst, ehe er hinzufügt: "Der Weg jetzt war deshalb einfacher, weil bei einem Kreuzbandriss die zu gehenden Schritte klarer vorgegeben sind. Es gibt einen konkreteren Plan, was man nach drei, nach fünf und nach sechs Monaten macht. Beim eher seltenen Muskelriss war das anders. Da mussten wir immer wieder schauen, wie der Muskel auf die Belastung reagiert."

Etwas unerwartet feierte Philipp Ziereis (hier im Duell mit Marvin Pourie) im Heimspiel gegen den KSC sein Comeback in Liga zwei.

Etwas unerwartet feierte Philipp Ziereis (hier im Duell mit Marvin Pourie) im Heimspiel gegen den KSC sein Comeback in Liga zwei.

So oder so, beide Male sei es für den Innenverteidiger ein "langer, harter Weg" gewesen. Dieser ist froh, dass die Leidenszeit ein Ende hat und er wieder das machen kann, was er am liebsten macht. Fußball spielen. "Für mich heißt es jetzt natürlich, gesund zu bleiben", so Ziereis, der sich aktuell zwar gut und fit fühlt, aber noch das eine oder andere Spiel bestreiten müsse, um auch die letzten Prozentpunkte in puncto Fitness zu bekommen. "Du kannst noch so viel trainieren, die Fitness holst du dir durch Spiele."

Fünf Spiele sind es noch bis zur Winterpause, diese bezeichnete Ziereis als "wegweisend" für die Saison. Um die aktuelle Serie von fünf Ligaspielen in Folge ohne Sieg zu beenden, müssen die Kiezkicker "dranbleiben", erklärt Ziereis. "Unsere Leistungen waren in den vergangenen Wochen nicht schlecht, wir haben uns nur nicht belohnt", so der Abwehrspieler weiter. Die erste Belohnung soll‘s zum Auftakt des Jahresendspurts im Erzgebirge geben. Dabei hofft der Abwehrspieler, wieder in der Startelf zu stehen und mit einer guten Leistung zum ersten Sieg seit Ende September beitragen zu können. "Wir wissen, dass Aue eine gute Saison spielt und sehr heimstark ist. Wir müssen uns aber nicht verstecken und treten die Reise an, um das Spiel auch zu gewinnen", so Ziereis, der mit Blick auf die überaus dürftige Bilanz gegen die Veilchen (zuletzt vier Niederlagen in Folge in Aue) erklärt: "Es ist an der Zeit, in Aue was zu holen."

Dieses Wochenende Lennart Thy, nächste Woche dann Sören Gonther - im Erzgebirge wird es das nächste Wiedersehen mit einem Ex-Kiezkicker geben. "Mit Gonni habe ich zuletzt geschrieben, er hat mir direkt auch zu meinem Comeback gratuliert", so Ziereis. Bis zum Spiel werden die beiden sicherlich noch das eine oder andere Mal schreiben, auf das Wiedersehen freut sich unser Innenverteidiger schon. Das Duell mit Gonther will Ziereis natürlich für sich entscheiden und erstmals mit dem FCSP seit fast sechs Jahren wieder drei Punkte im Erzgebirge holen.

 

(hb)

Fotos: Witters

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