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"Ich bin glücklich, dass sich das Blatt für mich gewendet hat"

Mit dem Auswärtsspiel beim SV Darmstadt 98 geht es für unsere Kiezkicker am Sonabend (23.5.) um die nächsten drei Zähler in der 2. Bundesliga. Nach dem erfolgreichen Auftakt gegen Nürnberg wollen Rico Benatelli und Co. auch in Darmstadt punkten. Bereits am Mittwochnachmittag hatte sich der Mittelfeldspieler in einer virtuellen Presserunde den vielen Fragen der Hamburger Journalisten gestellt, dabei sprach Benatelli über...

…das erste Spiel ohne Zuschauer*innen: "Für mich, und fast alle in der Mannschaft, war das eine neue Situation, auf die man sich nicht gut vorbereiten kann. Wir haben schon vorher versucht, uns beim Training im Millerntor daran zu gewönnen. Man hat natürlich aber auch im Kopf, dass diese Situation kein Dauerzustand ist. Mit den Fans im Rücken, gerade bei uns mit 30.000 Zuschauern, ist das eine besondere Atmosphäre, die uns gefehlt hat."

…die einwöchige Quarantäne vor dem Nürnberg-Spiel: "Die Woche in Quarantäne ging schnell rum. Wir hatten viele Einheiten und deswegen kam kaum Langeweile auf. Das Hotel war auch gut, da haben wir uns wohlgefühlt und von daher hat alles gepasst."

…das Tragen von Masken vor dem Spiel: "Das war schon merkwürdig. Aber unser Staff hat drumherum vieles versucht, um uns so viel wie möglich abzunehmen, damit wir uns praktisch nur auf das Spiel konzentrieren mussten. Von daher hat alles reibungslos funktioniert und wir wurden nicht von der Vorbereitung auf das Spiel abgehalten. Wenn da Routine reinkommt, spielt das bestimmt schnell keine Rolle mehr."

…die Eigenverantwortung zu Hause: "Innerhalb des Vereins hatten wir viele Meetings, auch mit den Ärzten, die uns aufgeklärt und Tipps mitgegeben haben. Wir versuchen, uns daran zu halten, damit das Risiko so gering wie möglich ist, dass sich jemand ansteckt."

…Angst vor einer Infektion auf dem Platz: "Die habe ich eigentlich nicht. Im Spiel ist man fokussiert und will unbedingt gewinnen. Hinzu kommt, dass wir regelmäßig getestet werden. Deswegen habe ich auch ein gutes Gefühl."

…Veränderungen im Spiel: "Die nächsten Wochen werden genauer zeigen, ob Veränderungen einmalig waren oder nicht. Die Emotionen der Zuschauer haben ihre Wirkung auf die Spieler auf dem Platz. Sie können uns pushen und den Gegner runterziehen. Das ist im Moment nicht gegeben. Ich habe einige Spiele der 1. und 2. Bundesliga im Fernsehen geschaut und das Niveau war trotz der langen Pause hoch."

…die Neuerung mit nun fünf Wechseln pro Spiel: "Die Vorbereitung auf das Spiel war nicht so groß. Deswegen waren wir natürlich nicht bei 100 Prozent. Daher ist es eine gute Option, die Belastung aufzuteilen. Das bietet auch mehr Handlungsspielraum für den Trainer."

…die Fitness: "Wir haben schon vor dem Mannschaftstraining viel im läuferischen Bereich gearbeitet. Das Teamtraining ist aber eine komplett andere Belastung und eine Woche Vorbereitung vor dem Anstoß war schon sehr gering. Wir haben versucht, das Beste daraus zu machen. Mit Blick auf die Laufleistung sieht das auch ganz gut aus."

…sein Verhältnis zu Jos Luhukay: "Das Verhältnis zum Trainer ist gut. Wir haben auch viel Zeit im Kleingruppentraining miteinander verbracht. Das hat jetzt am Ende aber nicht dazu beigetragen, dass ich von Anfang an spiele. Meine Anfangszeit bei St. Pauli war nicht so schön. Deswegen bin ich umso glücklicher, dass sich das Blatt für mich gewendet hat. Dass ich mich nicht aufgegeben habe und nun die Chance genutzt habe, macht mich stolz. Ich hoffe, dass es so weitergeht. Aber es ist auch wichtig, nicht zufrieden zu sein, sondern weiter zu arbeiten und sich zu verbessern. Dann hoffe ich noch auf weitere Jahre beim FC St. Pauli. Es macht große Freude, hier Fußball zu spielen."

…seinen Startelf-Einsatz: "Man kann sich nie sicher sein zu spielen. Als es wieder losging, habe ich versucht, mich im Elf gegen Elf zu zeigen. Ich habe mich dann sehr gefreut, dass ich in der Startelf stand."

…die Tabellensituation: "Es ist ja noch nicht geklärt, wie die Saison bei einem Abbruch gewertet wird. Wir hatten mit Nürnberg gleich einen harten Brocken, den wir geschlagen haben. Das waren sehr wichtige Punkte, um den Abstand gleichzuhalten. Wir haben schon viele gute Spiele gezeigt und deswegen glaube ich auch, dass wir die Klasse halten werden."

…St. Paulis Angstgegner Darmstadt: "Ich habe von den Jungs schon gehört, dass unsere Bilanz gegen Darmstadt in den letzten Jahren nicht die beste war. Jetzt haben wir aber eine gute Chance, diese zu verbessern. Ich gehe optimistisch an das Spiel ran."

 

(ms)

Foto: Witters

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