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Schätze gesucht: Neue Ausstellung über den FC St. Pauli in den 80ern

Mit Ausstellungen wie „Fußball in Trümmern. FC St. Pauli im ‚Dritten Reich‘“, „FC St. Pauli visuell“ oder den „Fan.Tastic Females“ hat das Team vom FC St. Pauli-Museum und seinem Trägerverein 1910 e.V. vielseitige Akzente gesetzt. In der nächsten Ausstellung geht es um ein zentrales Kapitel der Vereinsgeschichte: Die Entstehung des „neuen“ FC St. Pauli in den Achtzigern und frühen Neunzigern. Für eine möglichst vielseitige Ausstellung suchen die AusstellungsmacherInnen noch nach großen und kleinen „Schätzen“ der Zeit. Schlummert da noch etwas in Euren Kellern und Dachböden? Her damit!

St. Pauli, Mitte und Ende der Achtziger: Das sind Aufruhr und Neubeginn, Hafenstraße und Clubkultur, Aidskrise, Abriss und Veränderung. Und das sind Wahnwitz und Wunder, Ekstase und Euphorie, Teamgeist und Mythenbildung. Genau davon wird die neue Ausstellung im FC St. Pauli-Museum erzählen. Los geht’s voraussichtlich Ende April oder Anfang Mai – doch schon jetzt wird unter Hochdruck daran gearbeitet.

Der Titel ist Programm: Das Team von 1910 – Museum für den FC St. Pauli e.V. verspricht bei seinem neuen Großprojekt nicht weniger als ein „KIEZBEBEN“. Die Ausstellung dieses Namens erzählt von den unentdeckten Seiten eines unerhörten Umbruchs – genau 30 Jahre nach der erfolgreichsten Bundesliga-Saison der Vereinsgeschichte.

Zeitgenössischer Aufkleber: Die Hausbesetzung in der Hafenstraße veränderte auch den FC St. Pauli.

Zeitgenössischer Aufkleber: Die Hausbesetzung in der Hafenstraße veränderte auch den FC St. Pauli.

Der berühmte Aufstieg des FC St. Pauli in die 1. Bundesliga 1988 war ein Meilenstein der Vereinsgeschichte: „Freibeuter der Liga“ und ekstatische Fans, Punker neben Bänkern, die Entstehung einer völlig neuen Art der Fußball-Fankultur und zugleich eines im Sport noch nie dagewesenen Medienphänomens.

Die eigentliche (und oft übersehene) Sensation ereignete sich jedoch nicht 1988, sondern 1989. Schließlich ist der FC St. Pauli schon fünf Mal in die 1. Bundesliga aufgestiegen. Doch so souverän hat er nur einmal die Klasse im Oberhaus gehalten: Tabellenplatz zehn, neun Siege und 14 Unentschieden, nur elf Niederlagen. Ein Rausch ohne Kater, eine gefühlte Meisterschaft ohne Schale.

Stefan Studer (li.) und Volker Ippig (re.) feiern den Aufstieg 1988. Doch der Klassenerhalt 1989 war eine mindestens ebenso große Sensation.

Stefan Studer (li.) und Volker Ippig (re.) feiern den Aufstieg 1988. Doch der Klassenerhalt 1989 war eine mindestens ebenso große Sensation.

„KIEZBEBEN“ erzählt diese Zeit zusammen mit ihrer faszinierenden Vorgeschichte – und ihrem bis in die Gegenwart reichenden „Nachbeben“. Der Zeitrahmen reicht von 1979 bis 1991, gemäß dem Untertitel: „Die zweite Geburt des FC St. Pauli. Und was sie heute bedeutet.“ Mit etlichen Zeitzeugen, historischen Dokumenten, aufwändiger Inszenierung und genauer Recherche.

Und das nicht nur in Bezug auf den Fußballsport, sondern mit großem Augenmerk auf die gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Entwicklungen in Hamburg, Deutschland und der Welt. Das Ergebnis ist ein einzigartiges Zeitenpanorama zwischen Blutgrätsche und Rock’n’Roll, Freistoßmauer und Straßenbarrikaden.

Zeigt her eure Schätze: Schlummern in Euren Dachböden und Kellern noch Originaltransparente, Doppelhalter, Flugblätter, Fan-Shirts usw. aus der „KIEZBEBEN“-Zeit? Ab damit ins Museum!

Zeigt her eure Schätze: Schlummern in Euren Dachböden und Kellern noch Originaltransparente, Doppelhalter, Flugblätter, Fan-Shirts usw. aus der „KIEZBEBEN“-Zeit? Ab damit ins Museum!

Und damit dieses Panorama möglichst bunt wird, sucht das Team von 1910 e.V. für diese Ausstellung noch braun-weiße Schätze aller Art, um die vorhandenen Bestände im Archiv des Museums mit seiner sehr aktiven Archivgruppe zu vervollständigen: Flugblätter, Doppelhalter, T-Shirts (selbst gemachte und offizielle), Aufkleber, Plakate, Fotos, Filme und, und, und...

Möchtet Ihr etwas dazu beisteuern? Dann meldet Euch einfach vor oder nach einem der nächsten Heimspiele am 1910-Container vor der „Süd“ oder schickt Rainer Klinitzki, Archiv-Koordinator des Museums eine Nachricht an: rainer.klinitzki@1910-museum.de

 

Mehr über das FC St. Pauli-Museum: www.fcstpauli-museum.de

Video „Mitmachen beim FC St. Pauli-Museum“: KLICK!

 

Text: 1910 e.V.

Fotos: Archiv 1910 e.V. / Witters


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