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Filmvorführung und Vortrag zur Arbeit von Sea-Watch e.V.

Wie in der Vorwoche bereits angekündigt findet am Donnerstagabend (22.3.) in den Fanräumen in der Gegengerade des Millerntor-Stadions ein Vortrag zur Arbeit von Sea-Watch e.V. statt, dabei wird es auch eine Filmvorführung geben. Los geht’s um 19:30 Uhr, der Eintritt ist frei.

Eng gequetscht auf einer kleinen Nussschale, um einen herum nichts als blaues Meer, der Motor ist ausgefallen, die Angst wächst. Was für Menschen in Europa wie ein unwirklicher Albtraum klingt, wird für viele der Flüchtenden zur grausamen Realität. Eine Realität, die alleine schon in diesem noch jungen Jahr mehr als 400 Menschen das Leben gekostet hat.

Um dem Sterben an Europas gefährlichster Außengrenze etwas entgegenzusetzen, hat sich 2015 Sea-Watch gegründet - und mittlerweile hat sich viel getan: Der umgebaute Fischkutter „Sea-Watch 1“ ist der 55 Meter langen „Sea-Watch 3“ gewichen und aus einer Handvoll Freunden ist eine NGO mit über 300 Aktivist*innen geworden. Doch immer wieder wird von staatlicher Seite versucht, der zivilen Seenotrettung Steine in den Weg zu werfen.

Neben einer beispiellosen Diffamierungs- und Kriminalisierungskampagne kooperiert die Europäische Union mit der sogenannten Libyschen Küstenwache, die in der Vergangenheit nicht nur für völkerrechtswidrige Zurückführungen von Flüchtenden in das Bürgerkriegsland Libyen verantwortlich ist, sondern durch ihr dilettantisches und aggressives Auftreten auch immer wieder für den Tod zahlreicher Flüchtender. Die Länder der Europäischen Union nehmen solche Vorfälle nicht nur stillschweigend hin, sondern unterstützen eben diese Küstenwache im Rahmen der Operation „Sophia“ mit Ausbildung und über 200 Millionen Euro. Statt auf die Einhaltung humanitärer Standards und professionell durchgeführte Rettungen zu setzen, werden zivile Kräfte diffamiert und kriminalisiert.

Im Vortrag wird die Entwicklung von Sea-Watch e.V. in den letzten Jahren gezeigt, der Film „Am Limit“ bietet einen eindrücklichen Einblick in die spannende, aufreibende, aber auch erfüllende Arbeit der Aktivistinnen und Aktivisten von Sea-Watch e.V.

Fotos: Sea-Watch

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