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Internationale Kooperationen

Als erster deutscher Profifußballverein geht der FC St. Pauli eine langfristige Kooperation mit einem englischen Premier League Club ein. Die Verantwortlichen unseres FCSP einigten sich mit Stoke City auf eine intensive und langfristige Zusammenarbeit. Mit einem gemeinsamen Testspiel, das die Kiezkicker am Dienstag (1.8.) mit 4:2 gewinnen konnten, starteten beide Vereine die langfristige Kooperation.

Inhaltlich stehe der sportliche Bereich im Mittelpunkt der zukünftigen Zusammenarbeit, betonte Rettig. „Wir streben aber auch einen Austausch in der Vermarktung an. Partnerfirmen von uns wollen in den englischen Markt, umgekehrt aber genauso. Im Bereich Merchandising ist England einer der wichtigsten Märkte. Zudem wollen wir vom Know-how im Bereich Social Media und Club TV profitieren“, fügte Rettig hinzu.

Weil die Premier League die wirtschaftlich stärkste Liga der Welt ist, sei es laut Rettig „sinnvoll“ gewesen, dort nach einem Partner zu suchen. Mit dem Stoke City Football Club habe man einen Traditionsverein gefunden, dessen Fans innerhalb des Vereins einen besonderen Stellenwert genießen. „Stoke hat die Eintrittspreise seit zehn Jahren nicht mehr erhöht, zudem hat der Verein in den letzten Jahren die Auswärtsfahrten der Fans bezahlt“, berichtete Rettig.

Wie Rettig geht auch Stoke Citys CEO Tony Scholes die Kooperation mit unserem FCSP voller Vorfreude an. „Wir haben schnell festgestellt, dass beide Vereine viel gemeinsam haben. Beide Clubs setzen ihre Fans an die erste Stelle. Wir haben uns den FC St. Pauli vor ein paar Monaten genauer angeschaut und sind uns sicher, dass wir sehr viel voneinander lernen können – nicht nur auf dem Rasen, sondern auch außerhalb.“

Neben vielen weiteren Ähnlichkeiten habe Scholes, der mit der gesamten Delegation des Premier League Clubs bereits seit Montagmittag (31.7.) in Hamburg weilt und unseren Stadtteil auch schon bei einem ausführlichen dreistündigen Rundgang kennenlernen konnte, aber auch Unterschiede festgestellt. „Einige Dinge können wir bei uns nicht umsetzen, von anderen wiederum können wir sicherlich profitieren“, berichtete Scholes, der den FCSP als „einzigartigen Verein“ bezeichnete. Scholes lud alle FCSP-Fans ein, gerne mal nach Stoke zu kommen und den SCFC kennenzulernen.

V.l.n.r.: Die beiden Technischen Direktoren Ewald Lienen und Mark Cartwright, die beiden Cheftrainer Olaf Janßen und Mark Hughes sowie Andreas Rettig (kaufmännischer Geschäftsleiter) und Tony Scholes (CEO).

V.l.n.r.: Die beiden Technischen Direktoren Ewald Lienen und Mark Cartwright, die beiden Cheftrainer Olaf Janßen und Mark Hughes sowie Andreas Rettig (kaufmännischer Geschäftsleiter) und Tony Scholes (CEO).

In Zukunft werden Stoke Citys Technical Director Mark Cartwright und unser Technischer Direktor Ewald Lienen sehr intensiv zusammenarbeiten. Beim torlosen Remis gegen den SV Sandhausen war Cartwright Anfang April erstmals zu Gast am Millerntor. Das Spiel selbst haute den 44-Jährigen nicht um, die Gastfreundschaft umso mehr. „Der Empfang von Andreas und seinem Team war außergewöhnlich“, lobte Stokes Technical Director rückblickend. Cartwright holte weiter aus: „Wir haben schnell gemerkt, dass wir gemeinsam viel machen können. Aus sportlicher Sicht sehen wir große Möglichkeiten bei der Kooperation. Die Spielweisen ähneln sich, auch die Intensität des Spiels. Wir sehen große Chancen bei der Spielerförderung.“

Auch Ewald Lienen sieht große Möglichkeiten, von der Zusammenarbeit zu profitieren. „Das Herzstück dieser Kooperation wird der sportliche Bereich sein“, betonte der 63-Jährige, wie zuvor auch schon Lienen-Pendant Mark Cartwright. Dabei geht es für unseren Technischen Direktor auch um die Kaderplanung. „Wir haben das Interesse, einen richtig guten Kader mit jungen, talentierten Spielern zu haben. Stoke ist bestrebt, ihre jungen Spieler auszuleihen und Einsatzchancen in einer top Liga zu haben“, stellte Lienen klar.

Hier bestehe die Möglichkeit, die Kaderplanung beider Vereine zu koordinieren: „Es geht nicht nur darum, dass wir Spieler ausleihen. Stoke kann uns helfen, Spieler zu verpflichten, die in ein oder zwei Jahren dann so weit sind, dass sie bei ihnen spielen können. Für uns ist es eine Möglichkeit, Spieler zu bekommen, die wir uns nicht leisten können. Für Stoke besteht die Chance, Spieler bei uns spielen zu lassen, die dann irgendwann die Qualität haben, bei ihnen zu spielen.“

Neben dem sportlichen Bereich sieht der 63-Jährige auch die Möglichkeit, Einblicke in den jeweiligen Scouting-Bereich zu erhalten und diesen zu verbessern sowie im Nachwuchsbereich voneinander zu lernen. Hier gebe es laut Lienen die Chance, dass Nachwuchstrainer hospitieren, auch könnten Nachwuchsteams in den Ferien für ein, zwei Wochen rüber fliegen und so wichtige Erfahrungen sammeln. „Es gibt so viele Möglichkeiten, über die wir noch ausführlich sprechen werden. Das ist alles aber noch Zukunftsmusik.“


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