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FC St. Pauli vs. 1. FC Union Berlin

Am 30. Spieltag der 2. Bundesliga hat der FC St. Pauli eine empfindliche Niederlage hinnehmen müssen. Im Heimspiel vor 29.546 Zuschauern am ausverkauften Millerntor-Stadion unterlagen die Kiezkicker dem 1. FC Union Berlin mit 0:1 (0:0). Bei den Köpenickern sah Innenverteidiger Marvin Friedrich zwar die Ampelkarte (56.), doch Simon Hedlund gelang in der Schlussphase der entscheidende Treffer.

Für das Heimspiel gegen die Gäste aus der Hauptstadt entschied sich das Trainerteam um Chefcoach Markus Kauczinski erstmals in der laufenden Saison für eine Dreierkette. Bei Ballverlusten rückten die Außenbahnspieler Daniel Buballa und Yiyoung Park zusätzlich mit in die Abwehrreihe ein. Dabei bildete Lasse Sobiech das Zentrum der Kette und gab genauso wie Johannes Flum und Jan-Marc Schneider sein Comeback in der braun-weißen Startformation. 

Auf dem Platz schenkten sich beide Duellanten vor einer stimmungsvollen Kulisse am ausverkauften Millerntor das Abtasten und legten mutig los. Nach einem Freistoß von Christopher Buchtmann prüfte ein Kopfball von Sobiech erstmals Unions-Schlussmann Daniel Mesenhöler (2.). Wenig später glichen die Köpenicker das Chancenverhältnis aus, nachdem Christopher Avevor wegrutschte und Steven Skrzybski sich auf den Weg in Richtung des Tores machte. Der Abschluss vom Top-Torjäger der Eisernen traf anschließend nur den Pfosten (11.).

Die Partie nahm nach kurzen Durschnaufphasen immer wieder Tempo auf. Ein Pass von Sami Allagui erreichte Buchtmann, dessen Lupfer Mesenhöler zwar überhob, doch kurz vor der Linie von Toni Leistner geklärt wurde (29.). Auf der anderen Seite zog Ex-Kiezkicker Dennis Daube nach einem Ballverlust im Aufbauspiel an Robin Himmelmann vorbei und für die Braun-Weißen rettete Christopher Avevor in höchster Not auf der Linie (36.). Beide Kontrahenten kamen in einer ausgeglichenen Begegnung zu ihren Möglichkeiten, sodass der Gleichstand zur Pause folgerichtig war.

Christopher Avevor rettet für den geschlagenen Robin Himmelmann.

Christopher Avevor rettet für den geschlagenen Robin Himmelmann.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Berliner druckvoll aus der Kabine. Simon Hedlund testete für die Gäste an diesem Nachmittag das zweite Mal das Aluminium und setzte einen Linksschuss an den Querbalken (50.). Kurz darauf lenkte Sobiech einen Kopfball von Marc Torrejon zur Ecke (52.). Anschließend befreiten sich die Kiezkicker und fuhren einen Konter, den der gelbvorbelastete Marvin Friedrich unterband. Der Innenverteidiger sah für ein Foul an Buchtmann die Ampelkarte (56.). Mit der Überzahl im Rücken meldeten sich auch die Boys in Brown wieder im gegnerischen Strafraum, doch der Versuch von Allagui zog haarscharf am Gehäuse vorbei (58.).

Die Qualität des Spiels litt derweil unter dem Platzverweis. Denn Union zog sich etwas tiefer zurück und machten es den Braun-Weißen schwer die Mehrheit auf dem Feld auszuspielen. Stattdessen war es Hedlund, dessen erster Versuch zwar noch geblockt wurde, doch mit seinem zweiten Schuss das Spielgerät zur Gastführung im Netz unterbrachte (80.). In der Schlussphase bäumten sich die Kiezkicker nochmal auf, wechselten offensiv und ließen Sobiech mitstürmen. Am Ende verteidigten die Berliner die braun-weißen Bemühungen und nahmen die drei Zähler mit in die Hauptstadt.

FC St. Pauli

Himmelmann – Ziereis, Sobiech, Avevor – Park (84. Sahin), Flum, Buballa – Møller Dæhli (79. Neudecker), Buchtmann – Schneider (71. Bouhaddouz), Allagui

Cheftrainer: Markus Kauczinski

 

1. FC Union Berlin

Mesenhöler – Torrejon, Leistner, Friedrich – Trimmel, Kroos, Fürstner (90.+3 Redondo), Pedersen – Hedlund (88. Kurzweg), Daube (74. Hartel) Skrzybski

Cheftrainer: André Hofschneider

 

Tore: 0:1 Hedlund (80.)

Gelbe Karten: Buballa, Sahin / Kroos, Hartel

Gelb-Rote Karte: Friedrich (56., wiederholtes Foulspiel)

Schiedsrichter: Daniel Schlager

Zuschauer: 29.546 (ausverkauft)

 

(ms)

Fotos: Witters

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