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3.500 Menschen laufen gegen rassistische Hetze, Rechtspopulismus und Faschismus

Bei strahlendem Sonnenschein ging es für die Läuferinnen und Läufer am vergangenen Sonntag (27.5.) nicht nur um das Sportliche, sondern es sollte ein klares Zeichen gegen rechte Hetze, Rassismus und Ausgrenzung gesetzt werden. Großartig, dass sich am Ende über 3.500 Personen am Schwanenwik an der Alster einfanden.

Wie notwendig das auch in einer Stadt wie Hamburg ist, durften die Organisatorinnen morgens vor dem Lauf erfahren: Nazis hatten mit Aufklebern und Schmierereien versucht, die Außenalster zu „schmücken“ – sinnlos, denn der Dreck wurde ratzfatz entfernt, sogar mit Hilfe der Stadtreinigung.

Vor dem Startschuss hielten die traditionelle Rede dieses Jahr Historikerin Anna (Mitglied der Frauen- und Mädchenfußballabteilung) und Sanna (Kapitänin der FCSP 1. Frauen). Sie sprachen über die von der AfD ausgehenden Gefahren, u.a. das gesellschaftliche Errungenschaften der letzten Jahrzehnte zurückgedreht werden sollen. Danach gab FC St. Pauli Präsident Oke Göttlich den Startschuss für den ersten der vier Startblöcke, bei dem unter anderem auch Jan-Philipp Kalla mitlief – natürlich unter der Startnummer 1910!

Dieses Jahr waren erneut viele Geflüchtete beim Lauf gegen Rechts dabei, von denen auch ein Läufer einen Platz auf dem Siegertreppchen erzielte. Weiterhin waren viele Mitglieder der verschiedenen Abteilungen des FC St. Pauli, Jugendgruppen aus Schulen, Gruppen aus Betrieben, Gäste von außerhalb Hamburg, Sportlerinnen und Sportler aus verschiedenen Vereinen aktiv beteiligt – sogar HSV-Fans liefen mit: in den Farben getrennt, in der Sache vereint.

Ohne die vielen Helferinnen und Helfer wäre der Tag nicht so erfolgreich gewesen. Viva con Agua auf der Grillwiese am Schwanenwik und die IG-Metall-Jugend am Westufer sorgten für ausreichend Wasser, Banda Asché und ein Saxophon-Trio sorgten mit ihrer Musik für gute Stimmung. Die Musikgruppe Rapfugees gab mit ihrem klaren Zeichen gegen Rassismus der Veranstaltung eine musikalisch-politische Endnote. Die Einnahmen aus dem Lauf gegen Rechts gehen wie in den letzten Jahren auch an das Hamburger Bündnis gegen Rechts sowie Flüchtlings- und antirassistische Initiativen in der Stadt.

 

Text: Marathonabteilung

Fotos: Judith Eberstein

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