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1.000 Refugees erleben munteren 2:1-Sieg des BVB

Am Dienstagabend (8.9.) empfingen unsere Kiezkicker den BVB am Millerntor. Am Ende verloren die Braun-Weißen das Testspiel, das unter dem Motto „Refugees welcome“ stand, nach Treffern von Fafa Picault (35.) für den FCSP und Adnan Januzaj (7.) und Gonzalo Castro (18.) für den BVB knapp mit 1:2. Unter den 25.731 Zuschauern waren auch 1.000 Flüchtlinge, die der Verein eingeladen hatte.

„Refugees Welcome“ lautete das Motto, unter dem das Testspiel gegen Borussia Dortmund stand. So lud der FC St. Pauli 1.000 Flüchtlinge, die in den letzten Tagen und Wochen in Hamburg angekommen waren, zur Partie gegen den aktuellen Spitzenreiter der 1. Bundesliga ein. „Say it loud, say it clear, refugees are welcome here“, lautete eines der Spruchbänder, mit denen die braun-weißen Anhänger die Flüchtlinge begrüßten. Auch unsere Mannschaft, die sich mit Refugees-Shirts aufwärmte, setzte ein weiteres Zeichen für die Willkommenskultur.

Weitere mehr als 24.000 Fans ließen es sich nicht nehmen, die Partie unserer Lienen-Elf gegen die Tuchel-Elf live im Stadion zu verfolgen – und das obwohl der BVB auf etliche Nationalspieler verzichten musste. Auf Seiten der Braun-Weißen fehlten neben Sören Gonther (Reha nach Muskelbündelriss) und Ryo Miyaichi (Reha nach Kreuzbandriss) auch Jan-Philipp Kalla (Aufbautraining nach Muskelfaserriss), Bernd Nehrig (Fersenprellung) und Maurice Jerome Litka (Sprunggelenksprobleme).

Dann ging’s auch auf dem Platz munter los, wo die Kiezkicker den besseren Start erwischen sollten. Erst schickte Waldemar Sobota Enis Alushi auf die Reise. Dessen flache Hereingabe von der rechten Seite verpasste Lennart Thy nur knapp (3.).Wenig später kam Thy nach Flanke von Daniel Buballa erneut nur einen Schritt zu spät (6.). Die Gäste wirkten nur kurz geschockt und nutzten gleich ihre erste Gelegenheit zur Führung. Adnan Januzaj, Neuzugang von Manchester United, hatte am rechten Strafraumeck zu viel Platz und bediente Gonzalo Castro im Zentrum. Dieser überwindete Philipp Heerwagen mit einem platzierten Flachschuss ins linke untere Eck und so stand’s 0:1 (7.).

Die Lienen-Elf antwortete prompt und doch der Querbalken sollte dem Ausgleich im Wege stehen. Thy eilte frei auf das BVB zu und wurde Christoph Zimmermann zu Fall gebracht. Es gab Elfmeter für die Braun-Weißen. Der Gefoult trat selbst an, traf aber nur den Querbalken (11.). Anstatt des Ausgleichs hätte es in der Folgezeit auch 2:0 für die Tuchel-Elf stehen können. Erst verpasste Januzaj nach schöner Einzelaktion den zweiten Treffer (13.), dann verzog Moritz Leitner aus 18 Metern nur knapp (14.). Vier Minuten später es aber soweit. Nach Vorlage von Castro zog Januzaj, nach tollem Sohlentrick zuvor, aus gut 20 Metern ab. Leicht abgefälscht zappelte das Leder im langen Eck zum 0:2 (18.). Auf der Gegenseite probierte es Alushi aus dem Rückraum, sein Schuss rauschte deutlich am BVB-Gehäuse vorbei und stellte somit keine Gefahr für Roman Weidenfeller dar (20.).

Nach einigen Minuten Leerlauf wechselte Lienen auch schon das erste Mal. Sebastian Maier verließ das Feld aufgrund von Rückenproblemen, für ihn betrat Fafa Picault den Rasen. Der Offensivspieler feierte, wie auch Jeremy Dudziak, sein Debüt am Millerntor. Am Spielgeschehen änderte sich vorerst aber nichts, der BVB agierte mit der Führung im Rücken spielbestimmend und kam durch den starken Januzaj fast zum 3:0. Aus 25 Meter zirkelte er einen Freistoß über die braun-weiße Mauer hinweg, aber auch einen Meter neben Heerwagens Kasten (32.).

Gegen die in der Defensive griffigen Gäste fanden die Kiezkicker nur wenig Mittel sich mal durchzuspielen, aber dann schafften sie es doch noch mal. Alushi mit schönem Seitenwechsel auf Buballa, der Dudziak in den Strafraum schickte. Der Ex-Dortmunder fand mit seiner butterweichen Hereingabe Neuzugang Picault am zweiten Pfosten und der nickte das Leder aus kurzer Distanz zum 1:2 in die Maschen (35.). Der BVB antwortete schnell: Leitner legte keine 60 Sekunden später mustergültig für Felix Passlack auf, doch der verzog freistehend aus 14 Metern deutlich (36.). Es war die letzte nennenswerte Szene und so ging es mit dem 1:2 in die Kabinen.

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