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Auf ein elftes Mal!

Am Sonntag (28.2., 13:30 Uhr) geht es für die Mannschaft von Ewald Lienen ins Ruhrgebiet. Die letzte Niederlage der Kiezkicker gegen den MSV Duisburg liegt nun bereits 14 Jahre zurück. Aus braun-weißer Sicht kann das auch gerne so bleiben.

Irgendwie typisch St. Pauli. Nach zwei klasse Spielen und sechs Punkten aus den Partien in Fürth und zuhause gegen Leipzig, setzte es am 22. Spieltag eine bittere 1:3-Heimniederlage gegen den FSV Frankfurt. Was so typisch für St. Pauli ist, macht den Verein ja auch irgendwie so liebenswert. Von daher, abhaken, nach vorne schauen und wieder aufstehen - übrigens auch so eine St. Pauli-Eigenschaft. Gegen den MSV Duisburg will die Elf von Chefcoach Ewald Lienen wieder in die Spur finden und mit drei Zählern die Reise gen Hamburg antreten.

Für Ewald Lienen wird die Partie auch in gewisser Weise eine Reise in die Vergangenheit. Von 1987-1992 spielte Lienen in insgesamt 154 Partien für den Meidericher SV. Damit war der MSV seine längste Station seiner aktiven Karriere. Darüber hinaus übernahm Lienen 1994 für eine Saison das Traineramt der Zebras. Soweit zur Vergangenheit. In der Gegenwart wird es laut Trainer Lienen darauf ankommen, dass Einsatz und Mentalität stimmen, um drei Punkte einzufahren. Nicht dabei helfen können Jan-Philipp Kalla und Davidson Eden. Ob Philipp Ziereis und Waldemar Sobota mit an Bord sind entscheidet sich laut Lienen kurzfristig (alle muskuläre Probleme).

Die Gastgeber stehen mit 13 Zählern nach 22 Spieltagen auf dem letzten Tabellenplatz und sind quasi zum Siegen verdammt. Mit lediglich zwei Saisonsiegen läuft die Saison für den Aufsteiger bisher alles andere als optimal. So sind die Zebras mit einem Punkt aus drei Spielen nach der Winterpause ohne den erhofften Schwung in die restlichen Saisonspiele gestartet. Für Torhüter Michael Ratajczak dennoch kein Grund aufzustecken. Für die Partie gegen die Kiezkicker nimmt der Torhüter den FSV Frankfurt als Vorbild, der vergangene Woche am Millerntor erfolgreich war. Darüber hinaus fordert der 33-Jährige, dass sich seine Mannschaft „endlich für den hohen Aufwand belohnt. Das komplette Interview gibt es HIER

Auf der anderen Seite des Platzes stehen aber noch die Boys in Brown, die ihrerseits ihre Lehren aus Niederlage gegen Frankfurt gezogen haben.  Vor allem die drei Gegentreffer haben die sonst so defensivstarken Boys in Brown mächtig gewurmt. Daher hat Philip Ziereis unter der Woche auch eine eindeutige Devise ausgeben. „Es geht ganz klar darum, die Null zu halten. Je länger wir kein Gegentor bekommen, desto eher kommen unsere Stärken zum Vorschein.“

Ein Faustpfand sitzt übrigens auf der Bank. Chefcoach Lienen hat in seiner Trainerkarriere gegen den MSV Duisburg noch keine Niederlage einstecken müssen. Von acht Partien gewann er sieben und trennte sich einmal Remis vom MSV. Wer noch ein weiteres Omen braucht um die Nerven vor der Partie zu beruhigen: Im Hinspiel gewannen die Kiezkicker nach Treffern von Lasse Sobiech (FE.,70.) und Sebastian Maier (87.) mit 2:0.  Gute Vorzeichen also für die wahrscheinlich über 3000 Fans der Kiezkicker, nach einer bitteren Niederlage das typische, wiederaufstehende St. Pauli zu erleben.

 

(lf)

Foto: Witters

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