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Die u23 trifft spät ins Glück

Was für ein Ende. Ein Schlusspunkt mit einem pochenden Knall, den Furkan Pinarlik mit seinem 1:0-Siegtreffer gegen den SV Eichede gesetzt hat. Nachdem vieles, wenn nicht alles in der Schlussphase auf ein torloses Remis hingedeutet hatte, erzielte der eingewechselte Pinarlik den späten, aber nicht unverdienten Siegtreffer (92.).

Natürlich war die U23 gegen das Tabellenschlusslicht hochmotiviert die drei Punkte am Stadion Hoheluft zu behalten. Immerhin war die Möglichkeit da, mit einem Sieg über den SV Eichede sich der oberen Tabellenhälfte anzuschließen. In der Anfangsphase mussten die Kiezkicker aber gleich mal ordentlich durchatmen: Torge Maltzahn fasste sich ein Herz und hämmerte das Leder aus der zweiten Reihe an den Querbalken (3.). Da hätte auch Philipp Heerwagen zwischen den Pfosten nicht mehr eingreifen können.

Doch damit nicht genug: Die Gäste spielten weiter munter nach vorne und kamen direkt zur nächsten riesen Gelegenheit durch Sebastian Mankumbani, der ebenfalls den Bestand des Aluminiums prüfte (6.). Das musste doch jetzt auch mal ein Weckruf für die Braun-Weißen sein. Im Mittelfeld versuchte Richard Neudecker wieder die Fäden zu ziehen und Diagonalbälle auf den schnellen Marcell Sobotta zu spielen. In der frühen Phase der Begegnung blieb aber noch zu viel in ihrem Ansatz bestehen.

Nach dem doppelten Hochkaräter in den ersten Minuten verflachte die Begegnung mit ausgeglichenen Spielanteilen. Keine Mannschaft drückte in dieser Phase dem Spiel ihren Stempel auf und entwickelte dabei Torgefahr. Was bis zum Strafraum meistens noch ganz gut aussah, wurde im Anschluss von einem Verteidigerbein des Gegenübers stets unterbunden. Das ertrug sich solange, ehe sich Yiyoung Park aus der zweiten Reihe ein Herz fasste und SV-Schlussmann Arvid Schenk zu einer Glanztat zwang (29.).

Die Boys in Brown kamen im Anschluss zwar weiterhin besser in die Begegnung, doch konnten die nun leichte optische Gelegenheit nicht in Tore ummünzen. So kombinierten die Braun-Weißen lange gut, doch fehlte häufig die entscheidende Entschlossenheit und Durchschlagskraft in der Gefahrenzone. Daher ging es folgerichtig ohne Treffer in die Pause, da glücklicherweise der Querbalken im Weg stand.

Für die zweite Halbzeit war also noch mächtig Luft nach oben und für den Dreier mussten die Philipkowski-Elf etwas mehr investieren. Es begann zumindest vielversprechend. Nico Empen zog gefährlich auf der rechten Seite in den Strafraum ein und legte den Ball zurück auf Sobotta, der aussichtsreich allerdings deutlich verzog (51.). Es blieb vorerst die beste Szene der Begegnung, die erst ihres gleichen fand, als Joel Keller auf Sobotta flankte, der beim Kopfball aus fünf Metern im letzten Moment gestört wurde (65.). Kurz danach versuchte es nochmal Silord Conteh, dessen Schlenzer am Pfosten vorbeirauschte (67.).

Jetzt waren die Kiezkicker mächtig am Drücken. Denn auch nach einer Hereingabe von Neudecker auf den zweiten Pfosten auf Brian Koglin musste Schenk stark parieren (70.). Eichede reagierte zu diesem Zeitpunkt nur noch und kam kaum noch zu Entlastungsangriffen. Die starke Druckphase um die 70. Minute herum nahm zur Schlussphase aber wieder ab, doch die Kiezkicker sollten ihre Möglichkeit noch bekommen: In der Nachspielzeit bediente Keller, der sich stark an der linken Strafraumgrenze durchsetzen konnte, den eingewechselten Furkan Pinarlik, der den verdienten 1:0-Endstand eintütete (92.).

„Ich habe die Jungs vor dem Spiel gewarnt, dass man gegen den Tabellenletzten mit einer vernünftigen Einstellung ins Spiel gehen muss. Das haben wir nicht gemacht und Eichede hätte in Führung gehen können, sogar müssen. Nach 15 Minuten hat sich das dann gebessert, wir haben aber dennoch in der Offensive zu wenig Laufwege gezeigt – das war mit Abstand unsere schlechteste erste Halbzeit dieses Jahr. Nach dem Seitenwechsel wurde das dann besser und am Ende hatten wir das nötige Glück, das uns in den Vorwochen häufig gefehlt hat“, erklärte U23-Coach Joachim Philipkowski nach der Partie.

 

FCSP U23

Heerwagen – Nadjem, Koglin, Pahl, Keller – Conteh (80. Keßner), Neudecker, Park, Sobotta – Empen (85. Pinarlik), Schneider

Cheftrainer: Joachim Philipkowski

 

SV Eichede

Schenk – Fischer, Schubring, Marschner, Stachnik – Lohmann – Oldag (46. Shtarbev), Krajinovic, Maltzahn, Mankumbani (90. Bieche) – Facklam (63. Lysiak)

Cheftrainer: Jörn Großkopf

 

Tor: 1:0 Pinarlik (90.+2)

Gelbe Karten: Conteh / Schubring, Shtarbev, Stachnik

Schiedsrichter: Timo Daniel

Zuschauer: 424

 

(ms)

Fotos: Gabriel Gabrielides

 

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