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Die wichtigste Lektion: Nie wieder!

Noch bis Sonntag (7.2.) gibt es in der Rathausdiele des Hamburger Rathauses täglich die Ausstellung „Hamburger Fußball im Nationalsozialismus. Einblicke in eine jahrzehntelang verklärte Geschichte.“ zu sehen. Auch die Rolle des FC St. Pauli zwischen 1933 und 1945 wird dabei beleuchtet.

In Deutschland war nach dem 30. Januar 1933 ein selbstbestimmtes Leben und Handeln nicht mehr möglich. Die rassistische und aggressiv nationalistische Ideologie der NSDAP durchdrang alle Lebensbereiche, alles wurde "nazifiziert". Dies galt auch für die Sportvereine. Die vielfältige, "bunte" Sportbewegung der Weimarer Republik - und mit ihr der Fußballsport - wurde "gleichgeschaltet": Linientreue Vereinsführer ersetzten die bisherigen Vorsitzenden, Vereinsmitglieder wurden aus rassistischen und politischen Gründen ausgegrenzt und ausgeschlossen und militärischer Drill, sogenannter "Wehrsport", eingeführt.

Zu den sportpolitischen Maßnahmen der Nationalsozialisten in Hamburg gehörten das Verbot und die Verfolgung der traditionsreichen Arbeitersportbewegung. Sportlerinnen und Sportler, die sich den "neuen Verhältnissen" nicht anpassten oder als "rassisch minderwertig" galten, wurden in Gefängnissen und Konzentrationslagern inhaftiert und ermordet. Die Ausstellung dokumentiert diese Entwicklung vor allem für den Hamburger Fußballsport. Ergänzend erfolgt auch ein Blick auf die Neuorganisierung des Sportes nach Kriegsende in der britischen Besatzungszone, die - späte - Aufarbeitung der Geschichte der Fußballvereine und -verbände im Nationalsozialismus sowie aktuelle Entwicklungen in den heutigen Hamburger Fußballfanszenen.

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