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Erwartungen schnell nach unten schrauben

Am Tag nach dem 1:4 bei RB Leipzig blickte Cheftrainer Thomas Meggle nicht nur auf die fünfte Auswärtsniederlage und deren Gründe zurück. Der 39-Jährige nannte auch Gründe, warum seine Mannschaft aktuell auf Rang 17 steht. Dabei forderte Meggle, die Erwartungshaltung ganz schnell nach unten zu schrauben.

„Leipzig war uns überlegen, unabhängig von allen Dingen, die wir nicht gut gemacht haben“, stellte Thomas Meggle am Tag nach der 1:4-Niederlage bei RB Leipzig klar. Der Cheftrainer nannte konkrete Gründe für die Auswärtsniederlage: „Unsere Abstände waren zu groß, wir haben die Tore zu leicht gefangen und haben es nicht geschafft, in unserer Drangphase das 2:2 zu erzielen.“ Schlussendlich stellte der 39-Jährige fest, „dass Leipzig besser gewesen ist“ und verdient gewonnen habe.

„Es war kein erfolgreiches Wochenende für uns“, stellte Cheftrainer Thomas Meggle noch einmal klar, um im nächsten Moment zurückzublicken: „Wann hatten wir in der Vergangenheit Erfolg? Immer dann, wenn wir ein homogenes, gewachsenes Team mit Konstanten hatten.“ Der 39-Jährige benannte dabei „Key-Spieler“ wie Max Kruse, der in der Saison 2011/12 eine Konstante im Spiel der Kiezkicker gewesen war, Daniel Ginczek (18 Tore in der Spielzeit 2012/13) oder auch Fin Bartels, der im Vorjahr, vor allem in der Hinrunde, mit seinen Toren entscheidenden Anteil am Erfolg der Mannschaft hatte.

„Aktuell fehlt uns ein Key-Spieler, der den Unterschied ausmacht. Uns fehlt solch eine Konstante. Zudem sind wir kein homogenes Team“, erklärte Meggle auf die aktuelle Situation angesprochen. Die fehlende Homogenität begründete unser Cheftrainer auch mit den vielen Verletzten, die man seit mehreren Wochen zu beklagen hat. „Du brauchst ein Gerüst auf dem Platz, Spieler die funktionieren. Das war aufgrund der vielen Verletzten nicht möglich.“ Man könne nicht erwarten, dass Akteure wie Sebastian Schachten, Marcel Halstenberg und Christopher Buchtmann, die viele Wochen gefehlt hatten, sofort funktionieren, so Meggle weiter.

Als homogene Mannschaften benannte der 39-Jährige die Aufsteiger Leipzig mit Yussuf Poulsen, Darmstadt mit Dominik Stroh-Engel und Heidenheim mit Marc Schnatterer als Key-Spieler. Von mangelnder Qualität innerhalb der Mannschaft sprach Meggle jedoch nicht, im Gegenteil: „Die Qualität ist bei uns vorhanden. Allerdings tun sich die Spieler aktuell sehr schwer, in die Rolle eines Key-Spieler reinzuwachsen.“

Angesichts der aktuellen Situation wurde Meggle sehr deutlich, was das Saisonziel angeht: „Wir müssen unsere Erwartungshaltung ganz schnell nach unten schrauben. Es geht für uns nicht darum, am Ende Platz sechs, neun oder zehn zu erreichen. Wir wollen am 34. Spieltag auf Platz 15 stehen und die Klasse halten. Es geht nur noch darum und um nichts anderes.“ Dafür sei es wichtig, „nun nicht die Nerven zu verlieren“, so Meggle, der hinzufügte: „Wir müssen zusehen, gegen Teams aus dem unteren Drittel zu punkten. Zweikämpfe werden weiterhin unser Weg sein, denn im Abstiegskampf sind Zweikämpfe und Kompaktheit entscheidend. Wenn wir die entscheidenden Zweikämpfe gewinnen und Punkte einfahren, werden wir den Klassenerhalt erreichen.“

Nach fünf Spielen ohne dreifachen Punktgewinn brauche seine Elf wieder ein Erfolgserlebnis. Hier dürfe die Mannschaft nicht darauf warten und hoffen, dass dieses irgendwann schon kommen wird. „Wir dürfen nicht darauf warten, sondern müssen konsequent rausgehen und uns sagen, dass wir heute den Bock umstoßen wollen und werden“, stellte Meggle klar. Eine Situation, wie sie sich aktuell darstellt, habe ihn als Spieler stets angespornt. „Das war für mich als Spieler die größte Herausforderung und ist es nun als Cheftrainer ebenso. Dieser stelle mich mit meinem Trainerteam und der Mannschaft.“

 

(hb)

Foto: Witters

 

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