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„Es ist das alte Lied“

Nach der 0:2-Heimniederlage gegen den TSV 1860 München stellte sich Cheftrainer Ewald Lienen nach der offiziellen Pressekonferenz auch noch mal ausführlich weiteren Fragen der Hamburger Journalisten.

„Es wäre sehr bitter und schade für ihn“, erklärte Ewald Lienen zunächst mit Blick auf die wohl schwere Verletzung des Münchner Linksverteidigers Maximilian Wittek. Nachdem sich beim vergangenen Heimspiel gegen Bochum VfL-Abwehrspieler Patrick Fabian einen Kreuzbandriss zugezogen hatte und lange pausieren muss, hofft Lienen, dass sich Wittek nicht schwerer verletzt hat und so ebenfalls lange ausfallen wird.

Anschließend widmete sich der 62-Jährige den 90 Minuten gegen die „Löwen“. Hier stellte der Cheftrainer klar: „Es ist das alte Lied, dass wir gegen Mannschaften, die tief stehen, leidenschaftlich kämpfen und hinten wenig Räume eröffnen, keine Mittel finden, um Tore zu erzielen. Diese Qualität fehlt uns in dieser Saison, sonst würden wir zu den besten drei Teams der Liga gehören.“

Im Nachgang der Pressekonferenz äußerte sich Lienen auch noch mal ausführlich zu den beiden Gegentreffern. „Da hat Enis die falsche Entscheidung getroffen. Es wäre besser gewesen, die Innenseite zu nehmen“, erklärte Lienen auf die Entstehung des frühen Gegentreffers zum 0:1 angesprochen. So nahm Münchens Daylon Claasen Alushis Fehlpass auf und schloss energisch aus 22 Metern ab. „Den trifft er dann auch richtig gut, und das mit dem schwachen linken Fuß“, musste der Coach der Braun-Weißen anerkennen. In Claasen machte der 62-Jährige auch den stärksten „Löwen“ aus. „Er hat heute eine Topleistung abgeliefert“, stellte Lienen fest.

Auch beim zweiten Gegentor spielte Alushi eine unglückliche Rolle, hier nahm der Trainer den Mittelfeldspieler aber in Schutz: „Das war ein hoher Ball mit viel Effet. Unsere Jungs waren alle vorne, es war ja auch die 88. Minute. Da war es dann auch verständlich, das Risiko einzugehen und den Ball direkt zu nehmen.“ Mit Nachdruck fügte Lienen hinzu: „Enis macht viel für unsere Spielaufbau und wer viel am Ball ist, dem passiert eher auch mal ein Fehler. Zu 90, 95 Prozent hat er es heute aber super gelöst. Er hat viele gute Pässe gespielt.“

Ein weiteres Thema in der Runde nach der PK war die Personalsituation. Hier äußerte sich Lienen, warum Philipp Ziereis nur auf der Ersatzbank Platz nehmen musste. „Er hat beim Spiel in Düsseldorf einen Schlag auf den rechten Fuß abbekommen und konnte die Woche über nicht am Mannschaftstraining teilnehmen. Beim Abschlusstraining hat er noch mal getestet, ob es geht, aber er hatte Schmerzen. Wir wollten dann auch kein Risiko eingehen“, so Lienen.

Zu den beiden Angreifern Lennart Thy (Gesäßmuskelzerrung) und John Verhoek (Aufbautraining nach mehrfachem Bänderriss), dessen körperliche Präsenz der Cheftrainer gegen die hoch gewachsenen 1860-Verteidiger gut gebraucht hätte, äußerte sich der 62-Jährige auch noch: „Bei einigen Bewegungen hatte Lenny noch Probleme, weshalb wir ihn nicht in den Kader genommen haben. Bei ihm habe ich die Hoffnung, dass er in der nächsten Woche wieder dabei ist. Ob John in den letzten beiden Spielen noch mal zum Einsatz kommen wird, müssen wir abwarten. Er konnte zuletzt nur laufen.“

 

(hb)

Foto: Witters

 


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