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"Freue mich auf die kommende Zeit"

Seit elf Tagen schnürt Michael Görlitz die Buffer für die Kiezkicker. Grund genug, Euch den neuen Flügelflitzer der Boys in Brown genauer vorzustellen. Dafür haben wir uns mit der Nummer 22 zwischen den Trainingseinheiten an der Kollaustraße getroffen.

Bereits vor dem letzten Spieltag konnte Sportdirektor Rachid Azzouzi die erste Neuverpflichtung des FC St. Pauli für die neue Spielzeit bekannt geben (KLICK). Mit Michael Görlitz gelang es dem 43-Jährigen, einen schnellen und torgefährlichen Flügelflitzer vom FSV Frankfurt an die Elbe zu lotsen. Doch ob wirklich viel Überzeugungskraft aufzubringen war, darf bezweifelt werden. „Als klar war, dass ich zum FC St. Pauli gehe, dachte ich nur: Geil! Super Verein! Natürlich habe ich mich sehr auf den ersten Trainingstag gefreut, weil es dann ja erst so richtig losging.“

Enttäuscht wurde Michael nach eigener Aussage nicht, denn mit John Verhoek (den er aus der gemeinsamen Zeit beim FSV Frankfurt kennt) und Bernd Nehrig (beide spielten in der Jugend öfters gegeneinander) hatte der 27-Jährige zwei Informanten, die in höchsten Tönen von Verein und Mannschaft geschwärmt hatten. „Die Jungs haben mir den Verein ans Herz gelegt und alles, was die beiden mir erzählt haben, ist eingetroffen. Der Charakter der Mannschaft ist klasse und für Neuzugänge ist es dann auch einfach, sich zu integrieren.“

Nicht nur in der Mannschaft scheint die neue Nummer 22 bereits gut angekommen zu sein. Heimisch fühlt sich Michael in Hamburg auch bereits, obwohl nach eigener Aussage noch nicht wirklich viel Zeit geblieben ist, um die Stadt zu erkunden. „Ich habe schon eine Wohnung nicht weit vom Trainingsgelände, aber trotzdem nicht zu weit außerhalb. Mir ist es wichtig, nicht nur Fußball zu spielen, sondern auch am Leben der Stadt teilzuhaben“, freut sich Michael auf seine Zeit in Hamburg.

Als einer der wenigen Kiezkicker kann der Neuzugang Auslandserfahrung aufweisen. Nach seinem Engagement bei den Amateuren von Bayern München, bekam Michi die Chance auf ein Probetraining beim schwedischen Erstligisten Halmstads BK. Aus einer Woche wurden im Handumdrehen drei Jahre, in denen der offensive Mittelfeldspieler zwei Mal zum Spieler des Jahres seines Vereins gewählt wurde. „Es war eine Zeit, die mich nicht nur sportlich sondern auch menschlich weiter gebracht hat“, bereut er den Schritt in keiner Weise. „Klar hatte ich Respekt vor der Aufgabe. Vorher lebte ich bei einer Gastfamilien in München und auf dem Internat, aber an Abenteuern wie diesem wächst man nur. Ich hätte auch in Deutschland bleiben können, habe mich dann aber richtigerweise für diesen Weg entschieden.“

Nachdem Halmstad in seinem dritten Jahr den Abstieg nicht verhindern konnte, zog es Michael zum FSV Frankfurt. „Ich war froh, dass mir der FSV den Weg zurück nach Deutschland ermöglicht hat. Nach zweieinhalb erfolgreichen Jahren beim FSV war es nun an der Zeit, zu einem Verein zu Wechseln, der höhere Ambitionen hat. Ich bin froh, dass sich die Chance mit St. Pauli ergeben hat. Hier passt es nicht nur von der Mannschaft her, sondern auch das Stadion und die Fans haben ihren Teil zu meiner Entscheidung beigetragen", schildert Görlitz noch einmal seine Beweggründe für einen Wechsel an die Elbe.

Einen Wechsel, den er zu keiner Sekunde bereut. „Ich lerne jeden Tag dazu, freue mich auf die kommende Zeit und hab unglaublichen Spaß dabei“, sagt der Offensive, der sich laut eigener Aussage für keinen Zweikampf zu schade ist und das auch bald hoffentlich am Millerntor zeigen wird.

 

(lf)

Fotos: Witters

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