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Großes Finale der Millerntor-Ausstellung

Der erste große Test für das zukünftige FC St. Pauli-Museum ist ein voller Erfolg: Zu Beginn der letzten Eröffnungswoche steht die Millerntor-Ausstellung in der neuen Gegengerade kurz vor dem Überschreiten der 3.000-Besucher-Marke.

Das „große Finale“ feiert Veranstalter 1910 – Museum für den FC St. Pauli e.V. – eines der Dauerprojekte bei KIEZHELDEN, der sozialen Plattform des FC St. Pauli – mit zwei besonderen Aktionen.

Unter dem augenzwinkernden Titel „Fuck you, Freudenhaus“ hat sich der gemeinnützige Förderverein 1910 e.V. das Ziel gesetzt, das Werden und Bleiben eines der ungewöhnlichsten Fußballstadien der Welt zu dokumentieren. Mit vielfältigen Themen und Darstellungsformen möchte die Ausstellung erlebbar machen, dass das Millerntor viel mehr ist als die Klischees vom „Freudenhaus der Liga“ des „Kultclubs“ mit den „kultigen Fans“.

Vielfalt und Ideen als Erfolgsfaktoren

Vier Wochen nach Eröffnung steht fest: Der Plan ist aufgegangen. Schon nach der ersten Eröffnungswoche hatten über tausend Menschen die Ausstellung besucht. „Die Besucher waren sehr angetan, zum Teil waren die Rückmeldungen sogar fast überschwänglich positiv“, freut sich Michael Pahl, Vorsitzender von 1910 e.V., im Interview mit der Stadionzeitung VIVA ST. PAULI: „Auch in den Medien haben wir ausnahmslos Lob bekommen.“

Ein wichtiger Erfolgsfaktor war der Mut zu ungewöhnlichen Inszenierungsideen: Ein Spielertunnel mit echter Millerntor-Atmosphäre als Eingang, lebensgroße Figuren des Comiczeichners Guido Schröter zur Visualisierung (und augenzwinkernden Hinterfragung) typischer Fan-Klischees, ein Schrein nicht für Pokale, sondern für die wegweisende Stadionordnung mit ihrem Verbot rassistischer, homophober und rechter Parolen und eine „Rasen-Installation“ mit Schlamm, Schnee, Trümmern und „Rübenacker“ sind nur einige Beispiele. Auch das „Miniatur-Millerntor“ der Duisburger Modellbauer Veronika und Holger Tribian war von Anfang an ein Publikumsliebling.

Emotionen statt Vitrinen

Die Methodenvielfalt ist Programm: „Fest steht, dass ein Museum zum FC St. Pauli niemals eine klassische Vitrinenausstellung werden könnte“, so Michael Pahl. „Denn der FC St. Pauli ist ein Lebensgefühl – und Gefühle kann man nicht in Vitrinen ausstellen.“ Dass schon die temporäre Millerntor-Ausstellung mit einer so großen Methodenvielfalt überzeugen konnte, wurde dadurch ermöglicht, dass 1910 e.V. mit bontempo – temporäre architektur ein führendes Hamburger Unternehmen in der dreidimensionalen Gestaltung und Umsetzung von Markenauftritten als Partner gewinnen konnte.

„Die Mitarbeiter von bontempo haben sich weit über den normalen Rahmen einer Partnerschaft hinaus engagiert“, freut sich Michael Pahl. „Geschäftsführer Carsten Heppke hat sich als Mitglied unseres Fördervereins von Anfang an in unser großes Team an ehrenamtlichen Helfern eingebracht, sein Kollege Michael Seidel hat höchstpersönlich den Ausstellungs-Trailer realisiert. Insgesamt haben über 50 ehrenamtlich Aktive von 1910 e.V. und Mitarbeiter von bontempo an der Ausstellung gearbeitet. Gemeinsam haben sie ein Ergebnis erreicht, das unsere ursprünglichen Ziele und Pläne weit übertroffen hat.“

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