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"Habe zehn Spieler vor mir, die alle zu Null spielen wollen"

Nachdem der Schlusspfiff von Schiri Tobias Welz das Millerntor in ein einziges Tollhaus verwandelt hatte, wussten die Kiezkicker, bei welchem ihrer Mitspieler sie sich neben Torschütze Marc Rzatkowski besonders zu bedanken hatten: Robin Himmelmann im braun-weißen Kasten erwies sich einmal mehr unbezwingbar. "Skyman" selbst zeigte sich nach der Partie glücklich über seine Paraden, wusste aber auch, dass der Erfolg ohne seine Mannschaft nicht möglich gewesen wäre.

Überglücklich stand Robin Himmelmann in der Mixed Zone des Millerntor-Stadions - wohl wissend, dass er einmal mehr eine mehr als überzeugende Vorstellung abgeliefert hatte. "Ich wusste vorher, dass ich ich einiges zu tun bekommen würde. Umso mehr freut es mich, dass ich einige Situationen entschärfen konnte", erklärte der Keeper. Entschärfen - eine schönes Beschreibung für diverse Glanzparaden, mit denen der 27-Jährige die hochdekorierte Leipziger Offensivreihe ein ums andere Mal zur Verzweifelung trieb. Elf Mal zu Null und das bei 21 Spielen. Eine beeindruckende Leistung, für die der braun-weiße Schlussmann jedoch nicht die alleinige Verantwortung übernehmen wollte: "Wir schaffen es einfach, als Team zu verteidigen. In unserer Mannschaft stehen zehn Spieler vor mir, die auch alle zu null spielen wollen."

Auch vom Gegner gab es Lob: "Wir hätten schon in der ersten Halbzeit führen müssen, aber Himmelmann hat einige Male überragend gehalten", meinte zum Beispiel Stürmer Youssuf Poulsen, der es wie seine Nebenleute Emil Forsberg, Marcel Sabitzer oder auch Davie Selke nicht schaffte, das Leder im gegnerischen Gehäuse unterzubringen. Auf der anderen Seite genügte das frühe Tor von Marc Rzatkowski, um die Partie zu entscheiden: "Am liebsten würde ich natürlich jedes Spiel zu Null spielen, das macht es auch für unsere Offensive einfacher, wenn sie wissen, dass ein Tor genügt, um die Partie zu gewinnen", gab der 27-Jährige das Vorhaben für die restlichen 13 Saisonspiele vor.

Mit 1:0 schlugen die Jungs von Ewald Lienen am Ende den Spitzenreiter aus Leipzig. Die Marschroute war schon vor dem Spiel klar: "Wir wollten von Anfang an den Gegner attackieren und unsere Nadelstiche setzen, das hat mit dem frühen Tor von Ratsche super geklappt. Wichtig war, nicht ins offene Messer zu rennen. Klar kann man nicht jede Chance gegen ein Team wie Leipzig verhindern, aber am Ende haben wir wieder zu Null gespielt, bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr", freute sich Himmelmann über die gelungene Heimpremiere nach der Winterpause.

Nur wenige Minuten nach dem Spiel richtete sich der Blick des braun-weißen Keepers, der heute in ungewohntem Gift-Grün auflief, aber auch schon auf die kommende Partie, die am kommenden Freitag (19.2., 18:30 Uhr) gegen den FSV Frankfurt wiederum am Millerntor statt findet: "Wir lassen die Partie jetzt erstmal sacken, um uns dann in Ruhe auf das Spiel gegen FSV vorzubereiten," blickt der Schlussmann der Kiezkicker in die kommenden Woche. Seine Vorderleute jedenfalls können beruhigt in die Begegnung gegen die Jungs vom Bornheimer Hang gehen, denn im Kasten haben sie nach wie vor einen klasse Rückhalt. Und jeder auf dem Rasen, der das braun-weiße Trikot trägt, wird alles dafür geben, dass am Ende erneut die Null steht.

 

(th)

Foto: Witters

 

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