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Kiezkicker verlieren 0:1 im Glutofen

Die Boys in Brown mussten am Sonntag (28.8.) eine 0:1-Niederlage bei Dynamo Dresden hinnehmen. Andreas Lambertz erzielte in der siebten Spielminute das frühe Tor des Tages für die Gastgeber. Vor 29.350 Zuschauern versuchte die Lienen-Elf in der Folge viel, doch belohnte sich leider nicht.

Vor der Partie bei der SG Dynamo Dresden waren einige Veränderungen bei der Mannschaft von Ewald Lienen im Vergleich zum Pokal-Erfolg beim VfB Lübeck zu verzeichnen. Für Philipp Heerwagen stand wieder Robin Himmelmann zwischen den Pfosten. Auf der rechten Abwehrseite ersetzte Marc Hornschuh den kurzfristig erkrankten Vegar Hedenstad. Gegenüber war Daniel Buballa wieder einsatzfähig. Dafür rückte Jeremy Dudziak in die defensive Mitte. Für ihn wich Christopher Avevor. Im offensiven Mittelfeld starten Kyoungrok Choi, Christopher Buchtmann und Waldemar Sobota. Ganz vorne stürmte Aziz Bouhaddouz.

Die erste gefährliche Situation im DDV-Stadion wurde sogleich von der einzigen Spitze der Boys in Brown initiiert. Mit einem geschickt geführten Zweikampf leitete die Nummer elf den Konter ein, an dem am Ende Bernd Nehrig aus 18 Metern von der halbrechten Seite aus abzog (5.), aber das Tor verfehlte.

Doch die Gastgeber zeigten sich keineswegs geschockt. Eine eigentlich ungefährliche Situation im Mittelfeld wurde urplötzlich ungemütlich. Durch einen langen Ball von Nils Teixeira in den Strafraum, kam Andreas Lambertz 14 Meter vor der Kiste an den Ball. Technisch anspruchsvoll lenkte er den Ball auf das Tor und fand die kurze Ecke – 1:0 für Dynamo Dresden (7.). Kein Start nach Maß für die Lienen-Elf.

Die Braun-Weißen schüttelten sich kurz und hatten wenige Minuten später den Torschrei bereits auf den Lippen, doch Dynamo-Keeper Marvin Schwäbe reagierte blitzschnell, als Marco Hartmann eine Hereingabe von Christopher Buchtmann aus kurzer Distanz fast in das eigene Tor beförderte (14.).  Ebenfalls gefährlich waren jedoch auch die Gelb-Schwarzen, die wieder nach einem langen Ball aus dem Halbfeld zum Abschluss kamen. Zum Glück war hinter Pascal Testroets Versuch nicht genug Druck (21.). Danach unterbrach Schiedsrichter Manuel Gräfe die Partie für eine kurze Trinkpause.

Die Verschnaufpause schien den Kiezkicker gut getan zu haben. Sie waren dominanter und hatten dabei mehr Ballbesitz. Ausdruck dessen waren auch die drei Eckstöße für die Boys in Brown, die aber noch nichts einbrachten. Dass die Lienen-Elf neuen Mut gewonnen hatte, zeigte auch der Schuss von Nehrig in der 33. Spielminute. Der defensive Mittelfeldspieler nahm sein Herz in beide Hände und ließ aus 25 Metern einen satten Strahl ab. Leider fehlten zwei, drei Schlücke Zielwasser und so verfehlte sein Versuch den Kasten von Schwäbe um Zentimeter.

Wenige Minuten später waren die über 2000 mitgereisten Supporter bereits fertig zum jubeln, doch Kyoungrok Choi konnte, nachdem der Ball von Jeremy Dudziaks Knie abgeprallt war, nicht mehr reagieren und der Ball kullerte so ins Toraus (39.). Ebenfalls im Toraus war auch der Freistoß von Buchtmann, der über den Kasten flog, nachdem „Buchti“ es aus 24 Metern mit Gefühl über die Mauer probiert hatte. Kurz darauf war Pause.

Die zweiten 45 Minuten begannen die Boys in Brown mit zwei personellen Veränderungen. Philipp Ziereis und Waldemar Sobota blieben in der Kabine. Für sie betraten Cenk Sahin und Fafa Picault den Platz. Den ersten Aufreger gab es aber in der Hälfte der Lienen-Elf. Aios Aosman konnte gut freigespielt werden und zog aus spitzem Winkel auf der linken Seite ab – Außennetz (47.).  Die nächsten Minuten nahm sich die Partie dann eine Pause, ehe Picault nach Pass von Nehrig auf der rechten Seite im Strafraum frei durch war, den Ball aber nicht unter Kontrolle brachte und keinen wirklichen Schuss abgeben konnte (60.).

Dass die Kiezkicker jetzt im Spiel waren, zeigte auch der Ballgewinn von Buchtmann, der Marco Hartmann im Spielaufbau attackierte und ihm den Ball abluchste. Es endete mit einer Flanke auf den zweiten Pfosten. Hier stand Bouhaddouz zwar goldrichtig, bekam jedoch nicht genug Wucht hinter seinen Kopfball (66.). Schiedsrichter Gräfe unterbrach kurz darauf für eine zweite Trinkpause. Im Zuge dessen verließ  Choi den Platz und Ryo Miyaichi positionierte sich auf der rechten Außenbahn für die Schlussoffensive (70.).

Durchatmen. Nach einer Ecke der Braun-Weißen kam der Ball zurück auf Daniel Buballa, der einen Tick zu lange zögert und so kam ein Dresdner an den Ball. Nach einem geschickten Seitenwechsel stand Stefan Kutsche frei vor Himmelmann und hatte das 2:0 auf dem Fuß, doch Himmelmann blieb im direkte Duell Sieger und bewahrte seine Mannschaft vor dem zweiten Gegentreffer (77.). 

Schnapptmung direkt danach. Picault versuchte es mit Gewalt aus der Distanz. Der Ball fiel Bouhaddouz vor die Füße. Doch Florian Ballas warf sich mit dem Körper in den Schuss und verhinderte so wohl den Ausgleich (81.). Die Elf von Ewald Lienen versuchte jetzt alles, musste dabei aber auch auf die gefährlichen Konter der Dresdener aufpassen. Kein einfacher Balance-Akt.

Und genau so ein Konter hätte fast die Entscheidung gebracht, doch wieder war es Himmelmann der parierte und damit die Boys in Brown im Spiel hielt. Doch außer einiger hoher Bälle in den Strafraum passierte leider nicht mehr viel und Dynamo Dresden behielt nach umkämpften 90 Minuten die drei Zähler in Sachsen.

 

 

SG Dynamo Dresden

Schwäbe, Teixeira, J.Müller, Ballas, Müller – Hartmann – Stefaniak, Lambertz (71. Hauptmann), Aosman (81.Konrad)  – Kreuzer, Testroet (65. Kutschke)

Trainer: Uwe Neuhaus

 

FC St. Pauli

Himmelmann – Hornschuh, Ziereis (46. Sahin)  Gonther, Buballa – Dudziak, Nehrig – Choi (70. Miyaichi), Buchtmann, Sobota (46. Picault) – Bouhaddouz

Trainer: Ewald Lienen

 

Tore: 1:0 Lambertz (7.)

Gelbe Karten:  Teixeira / Choi, Hornschuh

Schiedsrichter: Manuel Gräfe

Zuschauer: 29.350

 

(lf)

Foto: Witters

 

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