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Kiezkicker verlieren 0:2 beim 1. FC Heidenheim

Die Mannschaft von Ewald Lienen musste sich am Sonntag (6.3.) mit 0:2 beim 1.FC Heidenheim geschlagen geben. Vor 13.000 Zuschauern in der Voith-Arena erzielten Denis Thomalla (71.) und Bart Finne (81.) die Treffer für die Mannschaft von Frank Schmidt.

Dass Ewald Lienen ein Mann für unkonventionelle Maßnahmen ist, war schon vor der Partie seiner Mannschaft beim 1. FC Heidenheim bekannt. Von daher wunderte es auch nicht, dass der Chefcoach mit dem Satz „never Change a winning team“  nichts anfangen konnte und neben einer erzwungenen, auch zwei freiwillige Änderungen in der Startaufstellung vornahm. Für den gesperrten Waldemar Sobota startete Fafa Picaut auf der Außenbahn. Christopher Buchtmann kehrte nach einer Gelbsperre zurück auf den Rasen. John Verhoek nahm dafür auf der Bank Platz. Außerdem gab es  in der Abwehr eine Änderung: Lasse Sobiech kehrte für Geburtstagskind Joel Keller in die Startelf zurück.

Die Gastgeber wollten gleich zu Beginn der Partie klarmachen, wer an diesem Sonntag das Heimspiel hatte. Bereits nach zwölf Sekunden segelte der erste scharfe Ball in den Strafraum von Robin Himmelmann. Zum Glück fehlten Denis Thomalla in diesem Augenblick wenige Zentimeter, um die Führung für den FCH zu erzielen (1.). Wem das noch nicht Warnung genug war, der bekam die Bestätigung für die Heidenheimer Entschlossenheit in Minute 4. Robert Leipertz zog aus neun Metern ab, Himmelmann war mit den Fingerspitzen zur Stelle und lenkte den Ball über den Querbalken.

Das erste Mal in die Nähe des Kastens von Heidenheims Keeper Jan Zimmermann ging es für die Boys in Brown nach einer Ecke von Christopher Buchtmann. Da sich jedoch ein Heidenheimer Kopf dazwischen wuchtete, blieb es beim ersten Beschnuppern des Strafraums der Gastgeber (10.). Gefährlich wurde es dagegen auf der anderen Seite. Sebastian Griesbeck tauchte nach einem Doppelpass im Strafraum der Boys in Brown auf. Weil unser Keeper den Winkel verkürzte, blieb es beim 0:0 in der Voith-Arena (18.).

In Minute 25 machte sich Marc Rzatkowski auf, um in der Kategorie „Tor des Monats“ zu landen. Mit gutem Stellungsspiel im Mittelfeld fing „Ratsche“ einen zu kurz geratenen Ball von Heidenheims Torhüter Zimmerman ab und probierte es direkt von der Mittellinie. Viel fehlte nicht, und es hätte 1:0 für die Braun-Weißen gestanden. Dass die Lienen-Elf nun endgültig im Spiel angekommen war, zeigten die Chancen von Enis Alushi (29.) und Lennart Thy (31.), die innerhalb des Strafraums Keeper Zimmermann prüften.

Machtlos wäre der Heidenheimer Ballfänger nur 60 Sekunden später gewesen. Wieder war es Alushi, der sich aus der Distanz ein Herz nahm und leider das Ding an den Pfosten nagelte (32.). Auf der Gegenseite zeigten die Heidenheimer, dass sie noch da sind. Philipp Ziereis war aber nach einem Freistoß, der in der Mauer hängen geblieben ist, zur Stelle und blockte den Nachschuss der Gastgeber (34.). 

Die Partie nahm sich in den darauffolgenden Minuten eine Verschnaufpause. Marc Schnatterer beendete diese mit seinem Schuss von der Strafraumgrenze. Zum Glück für die Kiezkicker war es aber sein falscher Fuß. So verzog der Offensivspieler und zirkelte den Ball am langen Eck vorbei (43.). Mit einem 0:0 ging es in die Kabinen.

Für die zweite Hälfte nahm Ewald Lienen eine Veränderung vor: Fafa Picault blieb in der Kabine und machte Platz für Stürmer John Verhoek, der sich neben Thy in der Spitze aufstellte. FCH-Coach Frank Schmidt ließ seine Elf dagegen unverändert. Gleich blieb nach dem Seitenwechsel die akustische Untermalung der Partie. Die 1500 Fans aus Hamburg dominerten die Voith-Arena mit starkem Support.

Wie auch schon in der ersten Hälfte legten die Heidenheimer los wie die Feuerwehr. Schnatterers Freistoß landete auf dem Kopf von Thomalla, der Himmelmann zu einer Glanzparade zwang. Die Szene war aber noch lange nicht vorbei, weil Kraus am schnellsten reagierte und den Abpraller vor den Kasten brachte und mit seinem Rückpass Beerman fand. Als die Voith-Arena den Torschrei schon auf den Lippen hatte, sprang jedoch Ziereis in den Ball und rettete auf der Linie (54.). Puh, das war ne enge Kiste. Tief durchatmen musste die Mannschaft von Ewald Lienen nicht nur nach dieser Szene. Nur fünf Minuten später war die Partie für den eingewechselten Verhoek schon wieder vorbei. Nach einem Kopfballduell mit Schnatterer landete der Niederländer auf dem Fuß seines Kontrahenten und knickte so um, dass es schon beim Hinsehen weh tat. Kyoungrok Choi ersetzte ihn in der 60. Spielminute.

Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Verhoek gab es zehn Minuten später den nächsten herben Nackenschlag für die Kiezkicker: Leipertz zog aus 25 Metern ab. Sein Schuss wurde auf dem Weg zum Tor zum Flatterball - und für Himmelmann ganz schwer zu parieren, sodass er das Leder nur nach vorne abklatschen lassen konnte. Hier stand Heidenheims Thomalla goldrichtig und drosch den Ball zur 1:0-Führung in die Maschen (70.). Die Boys in Brown versuchten sofort zu antworten, doch Lasse Sobiechs Kopfball landete im Arm von Keeper Zimmermann (72.).

Die Boys in Brown übernahmen danach das Kommando und setzten sich in der Hälfte des Gastgebers fest und es kam, wie es in solchen Partie nun mal passieren kann. Der FCH konterte nach einer Ecke der Kiezkicker. Leipertz mit einem ansehnlichen Pass auf den Schnatterer, der im Strafraum auf den eingewechselten Bart Finne querlegte. Dieser blieb aus kurzer Distanz kaltschnäuzig und markierte das 2:0 in der 81. Minute.

Zwar versuchte es die Elf von Ewald Lienen weiter, doch an diesem gebrauchten Tag passierte nicht mehr viel in der Voith-Arena. Nach zwei Minuten Nachspielzeit beendete Schiedsrichter Robert Hartmann schließlich die Partie.

 

1. FC Heidenheim

Zimmermann – Strauß, K. Kraus, Beerman, Feick – Leipertz, Griesbeck, Theuerkauf, Schnatterer (86. Skarke) – Thomalla, Morabit (67. Finne)

Trainer: Frank Schmidt

 

FC St. Pauli

Himmelmann – Hornschuh, Ziereis, Sobiech, Buballa (82. Keller) – Rzatkowski, Alushi – Picault (46. Verhoek (60. Choi)), Buchtmann, Dudziak – Thy

Trainer: Ewald Lienen

 

Tore: 1:0 Thomalla (71.). 2:0 Finne (81.)

Gelbe Karten: Fehlanzeige

Schiedsrichter: Robert Hartmann

Zuschauer: 13.000

 

 (lf)

Foto: Witters

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