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Volle Kraft Voraus!

Nach dem 2:0-Erfolg beim SV Sandhausen kommen die Kiezkicker regeneriert aus der Länderspielpause zurück. Am Freitagabend (1.4., 18:30 Uhr) soll gegen den 1. FC Union Berlin auch wieder am Millerntor die volle Punktausbeute zu Buche stehen. Gegen die Berliner haben die Boys in Brown wieder aufgefüllte Kraftreserven.

Die Länderspielpause hat den Kiezkickern sichtlich gutgetan. "Auch der Kopf ist wieder frei", freute sich Trainer Ewald Lienen. Nach vielen Ausfällen, die der 62-Jährige für die Spiele vor der Länderspielpause beklagen musste, mussten die Braun-Weißen einige Körner lassen. Mit viel Euphorie ging es nach dem 2:0-Auswärtssieg beim SV Sandhausen in die spielfreie Zeit und mit genau dieser Euphorie geht der Blick nun auch wieder in Richtung Pflichtspielbetrieb. Mit einem Sieg kann die Lienen-Elf den vierten Rang festigen und den Kontrahenten aus Berlin auf zwölf Zähler distanzieren.

Denn da wo die Boys in Brown stehen, wollen die Eisernen eigentlich mindestens hin. Die Berliner spielen aber zu launenhaft. Torfabrik ja (46 Tore), aber in der Defensive (43 Gegentore) zu anfällig. Festung daheim, aber in der Fremde zu schüchtern. Mit hoher Qualität im Kader, aber nicht konstant genug. Oder einfach kurz und knapp: Zu durchwachsen für den Sprung nach ganz oben. Immerhin folgten auf die letzten fünf Siege an der Alten Försterei keine drei Zähler auf fremden Geläuf. 

"Das Spiel ist noch spezieller, weil es am Millerntor stattindet", sagte FCU-Mittelfeldspieler Dennis Daube vor der Begegnung. Der 26-Jährige spielte bekanntlich über zehn Jahre im Dress der Braun-Weißen. Für ihn wird der Auftritt an der alten Wirkungsstätte "etwas Besonderes". Aber auch im Management der Eisernen sitzt ein alter Bekannter. Helmut Schulte zieht seit Anfang Januar die Fäden als Sportlicher Leiter. Im Winter verpflichtete der 58-Jährige mit Keeper Jakob Busk, Emanuel Pogatetz und Felix Kroos direkt drei ergänzende, bzw. leistungstragende Spieler. 

Bei dieser Qualität sollten die Kiezkicker, trotz der durchwachsenen Saison der Berliner, vor den Unionern gewarnt sein. Die Hofschneider-Elf hat in jeder Reihe ihre torgefährlichen Akteure. Benjamin Kessel, Damir Kreilach und Bobby Wood – wohl jedem Zweitligainteressierten bekannte Spieler. Diese drei haben zusammen nur fünf Treffer weniger erzielt als die Boys in Brown zusammengenommen in dieser Spielzeit. 

Die Qualitäten unserer Jungs liegen halt woanders. Dort wo es bei der Elf von André Hofschneider hapert, sind die Kiezkicker hingegen im Vorteil – Kompaktheit im Defensivverhalten. Ewald Lienen merkte im Vorfeld der Begegnung an, dass wenn eben jene Kompaktheit und die Laufbereitschaft nicht gestimmt habe, wenn Spiele verloren gingen. Mit der Ausnahme von Joel Keller (muskuläre Probleme), John Verhoek (Bänderverletzung), Jeremy Dudziak (Rückenprobleme) und Kyoungrok Choi (Rückkehr von Länderspielreis mit Südkoreas U23) werden dem Fußballehrer dafür wohl seine vollen Kräfte zur Verfügung stehen.

Zwar sind nicht alle Mann an Bord, dafür aber wieder mit den benötigten Kraftreserven, um die Konkurrenz ärgern zu können. Gegen die Hofschneider-Elf heißt es nun wieder: Mit voller Kraft voraus zu drei Punkten! 

 

(ms)

Foto: Witters

 

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