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Welcome to the Hell, Zecki!

Der FC St.Pauli geht beim Marketing neue Wege. In der kommenden Saison wird das Maskottchen „Zecki“ gemeinsam mit den Fans das Millerntor-Stadion zum Brodeln bringen und die Kiezkicker supporten. Erste Testeinsätze des „Ungeziefers“ waren zuvor vielversprechend verlaufen.

„Natürlich wissen wir um die Vorbehalte in der Fanszene hinsichtlich jeglicher Art von Kommerzialisierung. Auf der anderen Seite können und wollen wir uns den Rahmenbedingungen des modernen Fußballs nicht auf ewig verschließen, wenn wir langfristig sportlichen Erfolg haben möchten“, sagte Andreas Rettig, kaufmännischer Geschäftsleiter des FC St. Pauli.

Wunsch und Hoffnung der Verantwortlichen ist es, mit dem neuen Maskottchen ein familienfreundliches Fußballerlebnis für Groß und Klein zu schaffen. Erste Testeinsätze erlebte das flauschige Krabbeltier im Rahmen mehrerer Fußballcamps der FC St. Pauli-Rabauken. Weil Zecki von den Kindern dort stets begeistert und ohne Berührungsängste aufgenommen wurde, erlaubten sich die Verantwortlichen beim Kiezclub, den Gedanken weiterzudenken.

„Maskottchen wie Hennes beim 1. FC Köln oder Jünter in Gladbach zeigen, dass es funktionieren kann und der Verein durch sie bereichert wird. Allerdings haben wir es uns nicht leicht gemacht; vor allem die Entscheidung darüber, was für ein Maskottchen wir und die Fans am Millerntor sehen möchten, hat extrem viel Kreativarbeit gekostet. Nichts wäre schlimmer gewesen, als wenn wir diese große Chance durch ein einfallsloses Design verpasst hätten. Da muss ich allen Beteiligten ein großes Kompliment aussprechen“, so Rettig weiter.

Ein Ergebnis dieser Kreativarbeit ist, dass Zecki auch die andere, „schmutzige und unangepasste“ Seite des Vereins repräsentiert, dessen Fans sich ohnehin selbstironisch als „asoziale Zecken“ feiern. Entsprechend zufrieden zeigt sich Andreas Rettig mit dem Resultat: „Unser Maskottchen spiegelt die verschiedenen Facetten, die wir in diesem tollen Club haben, wider. Natürlich ist auch ein großes Augenzwinkern dabei, schließlich gehen wir als der etwas andere Verein gerne unsere eigenen Wege.“

Wie üblich beim Kiezclub wird auch durch die Einführung des Maskottchens Kiezhelden, die soziale Seite des FC St. Pauli, bedacht. „Das Ganze hat auch einen ernsten Hintergrund, schließlich sind Zecken berüchtigte Krankheitsüberträger. Auf diese Problematik wollen wir aufmerksam machen und die Fans dafür sensibilisieren“, so Christian Prüß vom Sozialmarketing des Clubs. Darüber hinaus sollen in Zukunft von jedem durch die gerade entstehende Zecki-Merchandise-Linie eingenommenen Euro zehn Cent für die Borreliose-Forschung gespendet werden.

 

(hbü)

Foto: FC St. Pauli

 

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