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„Wir haben unsere Ziele erreicht“

Die Saison ist seit einer knappen Woche rum, die Kiezkicker der U16 haben mit Platz eins in der Verbandsliga den direkten Wiederaufstieg in die Regionalliga perfekt gemacht. Auch mit den weiteren Leistungen seiner Jungs ist Coach Daniel Domingo sehr zufrieden.

„Der Wiederaufstieg und das Erreichen des Pokalfinals waren ganz klar unsere Saisonziele, und beides hat geklappt“, freut sich Domingo, auch wenn es zum Double nicht ganz gereicht hat. Im Finale des Pokals mussten sich die Young Rebels dem Niendorfer TSV mit 1:2 geschlagen geben. „Natürlich will man das Ding dann auch gewinnen. Leider sollte es aber nicht sein“, blickt Domingo zurück.

Insgesamt hatte die U16 keine einfachen Voraussetzungen, zwischenzeitlich standen fast keine Stürmer mehr zur Verfügung und auch andere Positionen waren knapp besetzt, weil viele Spieler zur U17 hochgezogen wurden oder auch verletzt ausfielen. „Wir hatten immer wieder eine andere Viererkette auf dem Platz. Das war nicht leicht für die Jungs. Daher bin ich sehr stolz, die Mannschaft hat alles sehr gut umgesetzt, und dann so Meister zu werden, ist schon gut“, so Domingo. Der Anspruch vor der Saison war es, als souveräner Tabellenerster aufzusteigen und die Liga zu dominieren. Das haben die Kiezkicker auch eindrucksvoll bewiesen, seit dem ersten Spieltag standen sie an der Tabellenspitze und gaben diesen Platz auch nicht mehr her. „Es wird zwar viel über das Niveau der Liga geredet, aber man muss auch erst einmal so Meister werden. Letztlich war die Tabellenführung nie richtig gefährdet.“ Am Ende stehen aus 22 Spielen 18 Siege und nur drei Niederlagen zu Buche, mit 69 erzielten Treffern stellen die Boys in Brown auch noch die beste Offensive.

Auch mit der Art und Weise, wie seine Mannschaft die Saison über spielte, ist der 39-Jährige hoch zufrieden. Die angestrebte Spielweise mit viel Ballbesitz, spielerischen Lösungen in der Defensive und einer guten Spieleröffnung war über die Spielzeit hinweg gut zu erkennen. „Das, was wir trainiert haben, haben die Jungs sehr gut im Spiel umgesetzt. Es wurde von Spiel zu Spiel immer besser, bis die Abläufe am Ende fast automatisiert waren“, sagt der Coach.

Dass Domingo diese Saison seiner Mannschaft mit einem Erfolg abschließen konnte, ist in diesem Jahr auch etwas besonders. Die abgelaufene Saison war nämlich die letzte von Daniel Domingo als Trainer beim FC St. Pauli, sein Weggang stellt das Ende einer Ära dar. Nach 14 Jahren im Verein gehen beide Seiten getrennte Wege, für Domingo endet damit auch eine Herzensangelegenheit. „Ich habe Vieles mitgenommen, viele Freundschaften geschlossen und eine Menge gelernt. Ich bin sehr froh, dass man mir diese Chance hier gegeben hat“, zeigt sich der Trainer dankbar nach einem halben Leben in Braun-Weiß. Er hat viele Höhen und Tiefen des Vereins miterlebt, unter drei Jugendkoordinatoren gearbeitet, wobei der FCSP „wie eine Familie für mich geworden ist“. Sein Nachfolger wird Malte Schlichtkrull, vergangene Saison noch Co-Trainer der U15.

Grund für die Trennung nach 14 Jahren ist ein Umdenken des Vereins, der ab der kommenden Saison etwas Neues aufbauen will und einen Trainer braucht, der mehr Zeit zur Verfügung hat. „Da ich ja auch noch einen anderen Beruf ausübe, kann ich nicht schon um 15 Uhr am Trainingsgelände sein. Das schaffte ich nicht.“ Domingo nimmt es dem Verein daher auch nicht übel, vielmehr zeigt er vollstes Verständnis und große Dankbarkeit. „Ich gehe mit weinenden Augen, aber auch mit einem Lächeln im Gesicht. Natürlich werde ich weiter St. Paulianer bleiben, „You’ll never walk alone“, wie es so schön heißt. Und wer weiß, man sieht sich ja immer zweimal im Leben…“

(th)

Fotos: FC St. Pauli/Witters

 

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